WikiDer > Peter Altmaier
Peter Altmaier | ||||
| Mitglied von Bundestag vor dem Saarlouis | ||||
| Aktuelle Position | ||||
| Ernennung | 27. September2009 | |||
| Mitglied von Bundestag vor dem Saarland | ||||
| Ernennung | 16. Oktober1994 | |||
| Schlussendlich | 27. September2009 | |||
| ||||
Peter Altmaier (Ensdorf, Saarland, 18. Juni1958) ist ein Deutsche Politiker der CDU und Rechtsanwalt. Er ist Bundesminister für Wirtschaft und Energie in dem Kabinett Merkel IV seit 14. März 2018 und ist derzeit der dienstälteste Bundesminister unter Angela Merkel.
Werdegang
Ausbildung und Beruf
Altmaier wuchs in einer konservativen Familie auf. Sein Vater war von Beruf Genosse und seine Mutter war Krankenschwester.[1] Nach seiner Ausbildung an der Gymnasium am Stadtgarten im Saarlouis er ging zum Militärdienst, studierte dann ab 1980 Rechte an der Universität des Saarlandes, wo er das juristische Staatsexamen tat. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Europa-Institut der Universität des Saarlandes tätig. Altmaier, das fließend Englisch, Französisch und Niederländisch spricht,[2] wurde 1990 leitender Beamter bei der Europäische Kommission in der Direktion für Beschäftigung, Arbeitsbeziehungen und Soziales, wo er von 1993 bis 1994 Generalsekretär des Betriebswirtschaftsausschusses für die soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer war.
CDU-Politiker
1974 wurde Altmaier Mitglied der Junge Union und 1976 von der CDU. Er ist seit 1991 Mitglied des CDU-Vorstands des Saarlandes und Vorsitzender des Beirats „Europa“ im Saarland. Von 2000 bis 2008 war Altmaier Präsident der CDU-Kreisverband von Saarlouis.
Tätigkeit als Volksvertreter
Altmaier ist seit 1994 Abgeordneter im Bundestag. Bis 2009 kam er durch die Länderliste von Saarland im Bundestag; seit den Wahlen 2009 ist er ein direkt gewählter Vertreter seiner Heimatwahlkreis Saarlouis.
Im Bundestag war Altmaier von 1998 bis 2000 Vorsitzender des Unterausschusses Recht der Europäischen Union des Rechtsausschusses. Er nahm an der schwarz-grünen Diskussionsgruppe (CDU mit Bündnis 90/Die Greenen) von Jugendvertretern, den sogenannten Pizza-Verbindung.[3] Altmaier war von 2002 bis 2005 Mitglied des Vorstands der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und justiziar (Fachanwalt für Rechtsangelegenheiten). Am 27. Oktober 2009 wurde er rechte Hand des Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion. In dieser Position folgte er Norbert Rottgen op, der dann Umweltminister wurde, und war Mitglied des Konzernvorstands.[4] Er wurde von 98,4% der Fraktion gewählt.[5] Dies endete, als er am 22. Mai 2012 Umweltminister wurde.
2012 wurde er als Abgeordneter der Parlamentsmehrheit Vorsitzender des chairman Parlamentarisches Kontrollgremium (PKGr), die als gesetzgebendes Organ die Exekutive kontrolliert.
Politisch-administrative Funktionen
Am 23. November 2005 wurde Altmaier KanzlerAngela Merkel gebeten, Staatssekretär im Innenministerium in der unter ihrer Leitung gebildeten Abteilung zu werden Bundesregierung. Diese Position hatte er bis Oktober 2009 inne.
Am 22. Mai 2012 wurde Altmaier auf Vermittlung von Angela Merkel Joachim Gauck zum Umweltminister ernannt.
Am 17. Dezember 2013 wurde er Minister ohne Portfolio und Chef der Bundeskanzleramt.
Seit dem 24. Oktober 2017 bis zur Bildung einer neuen Regierung übernimmt Altmaier die Aufgaben des Wolfgang Schäuble als Finanzminister. Schäuble selbst wurde zum Vorsitzenden des Bundestag.
Seit 14. März 2018 ist Altmaier Minister für Wirtschaft und Energie im Kabinett Merkel IV.
Europäischer Politiker
Altmaier ist einer der wenigen Europäische Beamte innerhalb der deutschen Politik. Er war Mitglied der 'Kommission Europa' im Deutschen Bundestag und im Konvent zur Zukunft Europas er war stellvertretendes Mitglied des Ausschusses, der an der Vertrag über eine Verfassung für Europa. Als Staatssekretär des Innern war er auch berechtigt, sich mit europapolitischen Fragen zu befassen.
Von 2004 bis 2008 war Altmaier Vizepräsident der Europäische Bewegung Deutschland. Von Dezember 2006 bis November 2011 war er Vorsitzender der überparteilichen politischen Organisation Europa-Union Deutschland.[6]
HJ Schoo Vortrag
Donnerstagabend 6. September 2018 Altmaier veranstaltete die zehnte HJ Schoo Vortrag im Theater Sorgfalt in Den Haag.[7] Titel seines Vortrags war: In der Brandung rocken? Blätter im Wind? Nachdenken über Europas Platz in unserer Welt.
Nebenaktivitäten
Altmaier ist Mitglied der parteiübergreifenden Abgeordnetengruppe im Deutschen Bundestag, die sich mit der Europäischen Union befasst.
Am 17. November 2010 wurde Altmaier Ehrensenator der Fakultät für öffentliche Verwaltung[8] zu Brühl (NRW).
Privatleben
Altmaier ist römisch katholisch und Single.[9]
Politische Positionen
Altmaier setzte sich in den 1990er Jahren für die Modernisierung der deutschen Staatsbürgerschaft ein und pflegte Kontakte zu Migranten, Flüchtlingsorganisationen und Kirchen. Er befürwortet den Dialog zwischen CDU und Bündnis 90/Die Greenen. 1998 rief er he Helmut Kohli zurücktreten und er kritisierte Roland Koch wegen seines, so Altmaier, ausländerfeindlichen Wahlkampfes. 2003 lehnte er den Aufruf des Vatikans ab, gleichgeschlechtliche Ehen zu beenden. Angela Merkel berief ihn 2002 im Auftrag der CDU in den parlamentarischen Untersuchungsausschuss (sog. „Lügenausschuss“), der prüfte, ob die Bundesregierung bei der Bundestagswahl 2002 den Bundestag korrekt über die allgemeine Finanzlage, die Finanzen der Kranken- und Rentenversicherung und über die Erfüllung des Stabilitätskriteriums gemäß den europäischen Vereinbarungen hierzu.[10]
Altmaier wurde getroffen Ronald Pofalla, Norbert Rottgen, Eckart von Klaeden und anderen als einer der „jungen Wilden“ in der Politik. Er nahm an der informellen Pizza-Verbindung, der Gesprächskreis mit CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Rückblickend sagt er dazu: „Wir haben damals auch gleich mit ihnen über eine neue Staatsbürgerschaft gesprochen […] FDP."[11]
Energiepolitik
Als er Umweltminister war, beschuldigte er Bundesverband Erneuerbare Energie ihn, die Einführung nachhaltiger Energieformen unnötig zu verzögern und die Ziele zu reduzieren.[12]
Auf die steigenden Stromkosten reagierte Altmaier mit einer Broschüre, in der er Tipps zum Energiesparen gab.[13]
Web 2.0
Altmaier gilt als Modernisierung seiner Partei und ist Journalisten als kommunikativ und internetvertraut bekannt. So ist Altmaier laut Handelsblatt "auffällig durch die Nähe zur Internet-Community" und "einer der ersten aktiven Spitzenpolitiker" getwittert".[14] Altmaier merkte an, dass ein Twitter-Account nicht bedeute, dass jemand „internetkompetent“ sei.[15] Mit Unterstützern der Piratenpartei Deutschland er sprach über die Privatsphäre im Internet und Urheberrechte ©.[16][17]Altmaier ist Mitgründer und Mitglied von Cnetz, ein Verein für Internetpolitik mit dem Ziel, dass die unterschiedlichen Interessen einer pluralistischen Gesellschaft auch im Internet angemessen berücksichtigt werden.[18]
Altmaier gab seiner Nutzung von Twitter die nötige Publicity public[19] und benutze es dann täglich. So reagierte er beispielsweise via Twitter auf Zweifel an seinen Berechnungen zu den Kosten der Energiewende.[20] Eine Umfrage aus dem Jahr 2013 bestätigte, dass er mehr am Dialog mit seinen (Twitter-)Followern interessiert ist als andere Politiker.[21]
Auszeichnungen
2004 wurde Altmaier zum Ritter der Franzosen ernannt Ehrenlegion.[22]
| Siehe die Kategorie Peter Altmaier von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema. |
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|
| Bibliographische Informationen |
|---|
Gemeinsame Normdatei:17156975X |
| Vorgänger: Ute Vogt | Staatssekretär für Innere Angelegenheiten 2005–2009 | Nachfolger: Ole Schröder |
| Vorgänger: Norbert Rottgen | Bundesumweltminister, Klima und nukleare Sicherheit 2012–2013 | Nachfolger: Barbara Hendricks |
| Vorgänger: Ronald Pofalla | Chef des Bundeskanzleramtes 2013–2018 | Nachfolger: Helge Braun |
| Vorgänger: Wolfgang Schäuble | Bundesfinanzminister Schauspielkunst 2017–2018 | Nachfolger: Olaf Scholz |
| Vorgänger: Brigitte Zypries | Bundesminister für Wirtschaft und Energie 2018–heutige Tag | Nachfolger: Strom |