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Peter Streck (Gersfeld, Zustand Hessen, 23. April1797 – München, 23. August1864) war ein DeutscheKomponist, Dirigent und Arrangeur und reformierte Militärmusik in Bayern als Nachfolger von Armee-MusikdirektorWilhelm Legrand.
Lebenszyklus
Streck erhielt Unterricht für Violine, Cello und Klarinette. Nach dem Gymnasium studierte er ab 1813 mit einem Stipendium an der Königlich Bayerisches Musik-Institut des Julius-Maximilians-Universität Würzburg Biene Joseph Fröhlich Musiktheorie und absolvierte seine Ausbildung im Klarinettenspiel, Trompete, Horn, Cello und Kontrabass.
Im Juli 1818 wurde er Mitglied der Band der Königlich Bayerisches 2. Infanterie-Regiment im Würzburg und wurde bald zweiter Dirigent neben Kapellmeister Johann Krisett. Nach Krisets Tod im Jahr 1825 wurde er Kapellmeister und Dirigent der Militärkapelle. Im selben Jahr wurde das gesamte Regiment nach München umgezogen und begann eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Armee-Musikdirektor Wilhelm Legrand. Streck hat mit allen damals neu entwickelten Ventilen und Ventilsystemen Übungen gemacht und sie Legrand vorgestellt. Außerdem erhielt er die Erlaubnis, seine Band über die vorgeschriebene Besetzung von 20 Musikern hinaus um weitere Musiker zu erweitern. Zum Beispiel die Band des Lieferwagens Königlich Bayerisches 2. Infanterie-Regiment eine Besetzung von 9 Klarinetten, 2 Flügelhörnern, 4 Hörnern, einem Tenorhorn, einem Bariton (Euphonium), einem Bombardon (Basstuba), 4 Trompeten, 3 Posaunen und Schlagzeug.
Die Märsche und vor allem die Tänze, die Streck für Militärmusik komponierte, waren damals beim Publikum, aber auch bei seinen Vorgesetzten und dem König sehr gefragt Maximilian II. von Bayern liebte diese Musik. Er führte eine Reform des Militärmusikkorps durch und ab 1857 erhielten alle Musikkorps der bayerischen Infanterieregimenter ein neues Instrumentarium nach den Besatzungsbedingungen von Peter Streck.
Streck gründete auch einen eigenen Musikverlag, in dem er seine Kompositionen veröffentlichte; er war der erste Musikverleger, der für jedes Blasinstrument eine eigene Stimme druckte, was den Musikern das Abschreiben ihrer Stimme aus der Partitur ersparte.
Seine Erfahrungen als Dirigent und Musikpädagoge hat er in dem Buch festgehalten Kurzgefaßte praktische Anleitung zur Militär-Musik, die er 1861 seinem Lehrer Joseph Fröhlich widmete. Im Sommer 1864 erlitt er bei einer Probe für ein Konzert mit Werken von einen Schlaganfall Richard Wagner. Er starb an den Folgen dieser Krankheit.
Kompositionen
Arbeiten für eine Konzertband
- 1836Philhellenen-Marsch
- 18502 Bayerisches Fest Einzugs-Märsche
- Deroy Marsch
- Fränkische Fanfaren, für Blasorchester
- Militär-Marsch nach Motiven der neuesten italienischen Opern
- Sechs neue bayerische Armeemärsche
- Sechs neue Militär-Märsche "Die Wittelsbacher"
Kammermusik
- Andante, für Blechbläserquintett, op. 247, Nr. 10
Veröffentlichungen
- Peter Streck: Kurzgefaßte praktische Anleitung zur Militär-Musik, 1861.
- Bernhard Habla: Opern-Bearbeitungen für Harmoniemusiken und große Bläserbesetzungen. Gedrucktes Notenmaterial aus dem Zweiten Viertel des 19. Jh., in: Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae, T. 38, Fasc. 1/2 (1997), p. 53-64
- H. Rückgängig gemacht: Der Musikmeister Peter Streck, in: Musik in Bayern, Heft 33, 1986, S. 6 ff.
- Franz-Josef Schramm, Otto Holzapfel, Eva Bruckner, E. Schusser: Auf den Spuren von Peter Streck in der Rhön und in Unterfranken. Mit Beiträgen über den Militärmusikmeister Peter Streck (1797-1864), Heft 8. München, 1993.
- R. Münster: König Ludwig II. und die musik, Rosenheim 1980, S. 66 f.
- Josef Würdinger: Ingolstädter Musikmeister des 19. und 20. Jahrhunderts, in: Materialsammlung zur Geschichte von Ingolstadt, September 2005