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Presidio Modelo
Die runden Gefängnistürme (2005)
Innenraum (2005)

Das Presidio Modelo war ein Gefängnis auf Isla de Pinos (jetzt Isla de la Juventud) im Kuba. Es liegt in einem Vorort von Nueva Gerona. Es wurde 1967 geschlossen und wird als Museum genutzt.

Das Gefängnis wurde zwischen 1926 und 1928 unter Präsident gebaut Gerardo Machado. Es war ein Mustergefängnis, das nach dem Panoptikum architektonisches Prinzip.[1] Das Panoptikum ermöglicht die Überwachung und Disziplinierung großer Personengruppen. Das Gelände besteht aus fünf kreisförmigen Blöcken, deren Zellen in Reihen um zentrale Beobachtungsposten herum gebaut sind. Die Gebäude waren für maximal 2.500 Häftlinge ausgelegt. Hinzu kommen Gebäude mit Büros und Technikräumen sowie Wohnungen für das Personal.

Die meisten Überlebenden der Rebellenangriffe auf die op Moncada-Kaserne, unter denen Fidel Castro und sein Bruder Raul wurden dort inhaftiert. Sie blieben dort von 1953 bis 1955. Die Haftstrafen waren erheblich länger, aber Präsident Fulgencio Batista gewährt Amnestie am 15. Mai 1955. Während Castros Zeit dort waren 6.000 inhaftiert und das Gefängnis überfüllt.

Nach der Übernahme 1959 blieb Presidio Modelo im Einsatz. 1961 war das Gefängnis noch überfüllt, was zu Unruhen und Hungerstreiks führte. Prominente kubanische politische Gefangene wie der Dichter und Aktivist Armando Valladares und Pedro Luis Boitel sind hier seit einiger Zeit inhaftiert. 1967 wurde das Gefängnis geschlossen.

Der Komplex dient heute als Museum und wurde zum Nationaldenkmal erklärt. Das alte Verwaltungsgebäude dient heute als Schul- und Forschungszentrum. Die Rundtürme sind in einem schlechten Zustand.

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