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Reederei Stanfries (auch buchstabiert Stanfries) war ein Schiffsreederei die im Norden und Westen der Niederlande aktiv war. Das Unternehmen hatte seine Wurzeln im 19. Jahrhundert, wurde 1912 gegründet und 1948 in das fusionierte Unternehmen verschmolzen Van der Schuyt, Van den Boom und Stanfries NV.
Geschichte
Sankt Martin
Das Rotterdamer Handelshaus Saint-Martin handelte unter anderem in Flachs und Leinsamen, aus Friesland. Aus praktischen Gründen kaufte sie 1855 zwei Dampfer für den Transport dieser Güter: die Leeuwarden I und der Leeuwarden II. Um 1860 nahmen sie dabei auch Waren von Dritten mit Hin-und Rückfahrt zwischen Leeuwarden und Rotterdam. 1868 konnte die Lizenz einer konkurrierenden Fluggesellschaft übernommen werden. Die Route der Boote verlief von Leeuwarden über Sneek, Lemmer oder Stavoren nach Amsterdam und von dort nach Gouda und Rotterdam. Die Flotte wurde mit dem Leeuwarden III, das Leeuwarden IV 1888, gefolgt von den Schiffen Harlingen, Heerenveen, franeker, Drachen und Bolsward.[1] 1902, kurz vor dem Tod des Inhabers-Direktors C. M. Saint-Martin, wurde das Unternehmen in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
(Neu) Leeuwarder
Für die Lastkähne zwischen Leeuwarden und Amsterdam im Jahr 1876 wurde die Friesch-Nordhollandsche Dampfschifffahrtsgesellschaft etabliert. Mit vier Dampfern, die Friesland I bis IV wurde dieser Service beibehalten. Das bedeutete eine starke Konkurrenz für die acht Segler Skipper drehen auf dieser Strecke, aber sie konnten lange halten, vor allem weil sie auf offenem Wasser waren (Zuiderzee) noch gut funktionieren und der Transportbedarf in dieser Zeit enorm gestiegen ist. Dennoch gründeten sie 1898 die Leeuwarder Steamboat Company at, befindet sich am Willemskade im Leeuwarden.[2] De Leeuwarder verließ die stählernen Frachtdampfer Stanfries I und Stanfries II bauen, beide mit einer Kapazität von ca. 120 Tonnen.[3] Sie konnten einige Passagiere befördern, waren aber hauptsächlich für Fracht und Vieh bestimmt. Nach dreizehn Jahren intensiven Wettbewerbs zwischen den beiden Unternehmen fusionierten sie 1911 zum Neue Leeuwarder Steamboat Company. Die Friesch-Noord-Hollandsche brachte die Schiffe Friesland I, II, III und IV ein, von denen mindestens eines umbenannt wurde: die Stan Fries VII war vorher der Friesland IV.[3] Darüber hinaus wurden neue Schiffe in Dienst gestellt, darunter die Stan Frieze IX. 1911 oder 1912 wurde die Franeker Steamboat Company übernommen werden.
Holland-Friesland, Stanfries
De Nieuwe Leeuwarder und Saint-Martin fusionierten 1912. Der Name des fusionierten Unternehmens wurde Reederei Holland-Friesland. Die Geschäftsführung wurde von J.M. van beynen, Generalstaatsanwalt von Saint Martin und M.D. Reijnders, Direktor der Nieuwe Leeuwarder.[4] Für diese Reederei fuhren insgesamt 25 Schiffe. Einige davon wurden auch neu gebaut, wie z Stanfries X 1912. 1924 wurde das Unternehmen unter die Generaldirektion der Reederei Verschure & Co., der bedeutende Beteiligungen in Holland-Friesland aufgebaut hatte. Teilweise wegen Verwechslung mit den Konkurrenten Linie Holland-Friesland-Groningen und der Linie Holland-Friesland (das Straßenbahnboot) aus Verschure selbst wurde das Unternehmen 1933 in . umbenannt N.V. Reederij Stanfries. Für diese Gesellschaft fuhren 19 Dampfer, 7 Motorboote und 7 Lastkähne.[5] Auch der Straßenverkehr wurde 1935 aufgenommen.[3]
Die größte Binnenschifffahrtsgesellschaft der Niederlande, J. & A. van der Schuyt, baute nach und nach große Beteiligungen an Verschure & Co. und damit (unter anderem) in der Reederei Stanfries. Infolgedessen wurde Van der Schuyt 1937 Mehrheitseigentümer von Stanfries. Es folgte eine Reorganisation, bei der Verschure den Vorstand verließ und E. Saint-Martin stellvertretend für Van der Schuyt zum Direktor ernannt wurde.[6]
Krise und Krieg
Das Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre war für die Binnenschifffahrt sehr schmerzhaft gewesen, da die zunehmende Konkurrenz durch die Bahn und vor allem den Lkw zu dieser Zeit noch stärker zu spüren war. Auch Stanfries litt darunter, konnte sich aber dennoch behaupten.
Der Hauptsitz von Van Van der Schuyt und Saint-Martin sowie ein Teil der Ausrüstung gingen bei der Bombardierung von Rotterdam. Dennoch sind die frühen Jahre des Zweiter Weltkrieg und die Besetzung war für die Binnenschifffahrt nicht ungünstig, wurde aber nach und nach katastrophal. Schiffe wurden requiriert oder gingen im Kampf verloren. Das gleiche galt für die Lastwagen. Es fehlten Brennstoffe und die Transportnachfrage ging stark zurück. Im Laufe des Jahres 1944 kam die Binnenschifffahrt weitgehend zum Erliegen. Eine Ausnahme bildete der Transport von Lebensmitteln aus dem Osten und Norden der Niederlande in den Westen, an dem Stanfries maßgeblich beteiligt war. Stanfries musste 11 Schiffe verpassen, von denen 6 nicht mehr in den Niederlanden waren.
Zusammenschluss
1946 konnte der Eigentümer Van der Schuyt mit der Rotterdamer Reederei fusionieren Gebr. Van den Boom. Die Fusion wurde 1948 vollzogen und auch Stanfries war daran beteiligt. Der Name der neuen Firma war Van der Schuyt, Van den Boom und Stanfries NV.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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