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Roger Reynolds (Detroit, Michigan, 18. Juli1934) ist ein amerikanisch Komponist.
In jungen Jahren ging Reynolds Klavier studieren, musste sich aber durch das klassische Repertoire durcharbeiten. Er wusste nicht, ob ihn das Studium auf die Konzertbühne bringen würde, also studierte er zunächst Physik an der Universität von Michigan, was ihm schließlich einen Job in der Rüstungsindustrie im Los Angeles. Das gefiel ihm sowieso nicht und er kehrte an die Universität von . zurück Ann Arboro Klavierunterricht wieder aufzunehmen. Während seines Studiums wurde er von einem Komponisten unterrichtet Ross Lee Finney überredet, auch Komposition zu studieren. Seine ersten Werke kamen aus der Band, als er sich mit allen möglichen Bewegungen der modernen klassischen Musik beschäftigte. Der letzte, der ihn maßgeblich beeinflusst hat, war Roberto Gerhard, ein Schüler von Arnold Schönberg. Dort kam er auch in Kontakt mit den "Experimenten" Edgar Varese, Milton Babbitt, Nadia Boulanger und John Cage. Als Finney irgendwann sagt, er könne ihm nichts beibringen, geht Reynolds nach Köln und arbeitet im Zentrum für elektronische Musik der music Deutsche Sender. Zusammen mit seiner Frau Karen bereist er die Welt Paris, Rom und Tokio; seine Tochter Erika wird geboren in Japan. Er lernte auch kennen Toru Takemitsu, mit dem er eine lange Freundschaft verband.
Zurück in den USA wird er an der Universität von Kalifornien – San Diego (1969). Auch hier engagierte er sich für alle möglichen neuen Bewegungen im Bereich der Kunstmusik.
Seine Komposition Flüsterer aus der Zeit gewann das Pulitzer-Preis im 1988.
Seine Werke sind in fast allen Genres zu finden, oft wird traditionelle klassische Musik von Elektronik oder Tonbändern begleitet, ein Überbleibsel aus seiner Physikzeit.
Als Trainer unterrichtete er unter anderem: Rolf Wallin und Haukur Tomasson. Er schrieb auch eine Reihe von Büchern über Musiktheorie.
Werk (selektiv)
- Der Kaiser der Eiscreme, 1961-62
- Ein Porträt von Vanzetti, 1962-63
- Graffiti, 1965
- Masken, 1965
- Blinde Männer, 1966
- Schwelle, 1968
- Klingeln, 1968
- nochmal, 1970
- I/O: Ein Ritual für 23 Performer, 1970
- Kompass, 1972-73
- Still (Voicespace I), 1975
- Ein gnädiger Zufall (Voicespace II), 1976
- Feuriger Wind, 1977
- ...das schlangenschnappende Auge..., 1978
- Der Palast (Voicespace IV), 1978-80
- Sonnenfinsternis (Voicespace III), 1979
- Verwandelter Wind II, 1984
- Schwindel, 1985
- Der Traum der unendlichen Räume, 1986
- Die Eitelkeit der Worte (Voicespace V), 1986
- Versionen/Praktika I-V, 1986-91
- Symphonie (Schwindel), 1987
- Flüstern aus der Zeit, 1988
- Nicht nur Nacht, 1988
- Symphonie (Mythen), 1990
- Die Ivanov-Suite, 1991
- Symphonie (Die Stadien des Lebens), 1991-92
- Träumend, 1992
- letzte Dinge, denke ich, über die man nachdenken sollte, 1994
- Wasserscheide IV, 1995
- Elegie – für Toru Takemitsu, 1996
- Zwei Stimmen – eine Allegorie, 1996
- Die Arien des Roten Akts, 1997
- Die Ariensuite des Roten Akts 2001, 1997-2001
- Gerechtigkeit (nach Text von Aischylos und Euripides), 1999-2001
- Erwägen..., 2004
- Die Bildmaschine, 2005
- Illusion (nach Texten von Aischylos und Euripides), 2006
- Versunkene Erinnerungen, 2006
Bücher
- Mind Models: neue Formen der musikalischen Erfahrung , 1975, ISBN 0275536203
- Der Weg des Suchenden: Die Wege eines Komponisten (Isam-Monographien), 1988, ISBN 0914678280
- Form und Methode: Musik komponieren Die Rothschild-Essays, Studien zur Zeitgenössischen Musik Vol. 22, 2002, ISBN 9057551365
Externe Links
- (und) umfangreiche Biografie
- (und) Roger Reynolds' Homepage