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Halensee | |||||||||||
| Bahnhof in Deutschland | |||||||||||
| Ort | |||||||||||
| Platz | Berlin | ||||||||||
| Kreis | Halensee | ||||||||||
| Koordinaten | 52° 30′ N, 13° 17′ O | ||||||||||
| Daten | |||||||||||
| DS100-Code | BHAL | ||||||||||
| Stationscode | 542 | ||||||||||
| Art | bf | ||||||||||
| Kategorie | 4 | ||||||||||
| S-Bahn-Linien | |||||||||||
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| Deutsche Bahn - S-Bahn - U-Bahn | |||||||||||
Halensee ist ein S-Bahnhof im gleichen Namen BerlinKreisHalensee. Der Bahnhof befindet sich am westlichen Ende des Kurfürstendamm und nicht weit von der Halensee, ein See, dem der Bezirk auch seinen Namen verdankt. Der Bahnhof Halensee befindet sich an der Ringbahn und wurde am 15. November 1877 eröffnet, zunächst unter dem Namen Grunewald. Bekannt wurde es in Deutschland durch die Besetzung eines Stellwerks während eines Eisenbahnstreiks im Jahr 1980. Dieser Streik sollte das Ende der ostdeutsch betriebene Bahnen und langfristig sterbende S-Bahnen in West-Berlin. Erst nach dem Wende Der Bahnhof Halensee wurde wiedereröffnet.
Geschichte
Nach 1871 wurde der östliche Teil der Ringbahn um die Berliner Innenstadt mit einer Reihe von bereits bestehenden Kopfstellen fertiggestellt wurde, wurde 1877 auch der westliche Teil der Ringbahn in Benutzung. Einer der neuen Bahnhöfe auf diesem Streckenabschnitt, der sowohl für Güter- als auch für S-Bahnen genutzt wurde, war Grunewald. Die einfache Haltestelle wurde jedoch nach sieben Jahren geschlossen und durch einen größeren Bahnhof ersetzt, der einige hundert Meter nördlich gebaut wurde. Der neue Bahnhof bestand aus zwei Bahnsteigen, einem für die Ringbahn und einem für die Verbindung zwischen Ring und Stadtbahn (Südringkurve), und ein Ziegelstein gebaut Neo-Romantik Eingangsgebäude an der on Kurfürstendamm, die die Gleise auf einem Viadukt kreuzt. Der Bahnhof wurde am 20. Mai 1884 unter seinem heutigen Namen eingeweiht Halensee; der frühere Name Grunewald wurde einem vergeben Bahnhof in der Nähe zum Wetzlarer Bahn.
In den 1920er Jahren wurden fast alle Stadt- und Vorortlinien in und um Berlin in Betrieb genommen elektrifizieren, was zur Bildung des S-Bahn-Netz würde führen. Am 28. November war die Elektrifizierung des Südrings abgeschlossen und die ersten Elektrozüge hielten am Bahnhof Halensee, der unter anderem durch Anheben der Bahnsteige auf Einstiegshöhe an den S-Bahn-Standard angepasst worden war.
Während der Zweiter Weltkrieg das Bahnhofsgebäude wurde durch Fliegerbomben zerstört. Die behelfsmäßige Ruine wurde jedoch mehr als zehn Jahre lang als Eingang zum Bahnhof genutzt. 1958 wurde sie endgültig abgerissen und durch eine neue Halle ersetzt, die 1960 in Betrieb genommen wurde.
Berlin war nach dem Krieg eine gemeinsame Stadt geworden, aber das gesamte S-Bahn-Netz (auch im Westen) fiel in die Zuständigkeit der ostdeutsch Eisenbahnen (Deutsche Reichsbahn). Nach dem Bau der Wand 1961 wurde die S-Bahn massiv boykottiert im West-Berlin. Bahnhöfe und Gleise verfielen aufgrund von Budgetkürzungen infolge sinkender Fahrgastzahlen und der Fahrplan wurde weiter ausgedünnt. Mitte September 1980 revoltierte das Personal der West-Berliner S-Bahn. Um bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen, wurde am 17. September die Arbeit eingestellt und das Stellwerk am Bahnhof Halensee besetzt. Züge wurden sabotiert, weil sie die Streik indem es Menschen, die arbeiten wollen, unmöglich gemacht wird. Das Stellwerk blieb fünf Tage besetzt; die West-Berliner Polizei konnte nicht eingreifen, da die Bahnhöfe der Reichsbahn formal nicht zum Gebiet von West-Berlin gehörten. Am 22. September beendete die DR-Verkehrspolizei die Besatzung endgültig. Die Folgen des Streiks waren weitreichend: Der Dienst auf vielen Strecken wurde nicht wiederhergestellt, die DR unterhielt nur ein Rumpfnetz. Auch für die Ringbahn fiel der Vorhang, der Bahnhof Halensee schloss seine Pforten.
1984 gründete das städtische Verkehrsunternehmen BVG den Betrieb des westlichen S-Bahn-Netzes von der Reichsbahn. Einige Verbindungen wurden wiedereröffnet, die Ringbahn blieb jedoch außer Betrieb. 1985 erhielt der Bahnhof Halensee eine neue Bestimmung: In der Eingangshalle wurde ein Autohaus eingerichtet. Auch für den in einer Baugrube gelegenen Rangierbahnhof wurden Pläne entwickelt: Um neues Bauland (eine knappe Ressource in West-Berlin) zu schaffen, wollte man die Gleise der Ringbahn und die Parallelgleise nutzen. Stadtringstraße über Tresore. Investoren stellten sich jedoch nicht vor, der Plan verschwand in einer Schublade.
1989 wurde beschlossen, die Ringbahn in West-Berlin zu sanieren, um eine Wiedereröffnung zu ermöglichen. Am Ende des genannten Jahres fiel die Mauer und rückte das Projekt in ein neues Licht: Auch die Durchgangsverbindungen zwischen Ost und West sollten wiederhergestellt werden, sodass wieder ein kompletter Ring entsteht. Am 17. Dezember 1993 wurde der Südring wieder in Betrieb genommen und der Bahnhof Halensee wiedereröffnet, allerdings mit nur einem Bahnsteig – die Südringkurve wurde nicht mehr für den Personenverkehr genutzt. Die Bahnhofshalle aus dem Jahr 1960 wurde wegen Baufälligkeit abgerissen.
Zwischen 1997 und 2002 wurden die letzten fehlenden Abschnitte der Ringbahn restauriert. Der Bahnhof Halensee wird jetzt von den Linien bedient S41 (Ring im Uhrzeigersinn), S42 (gegen den Uhrzeigersinn) und S46 (Königs Wusterhausen - Westende).