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Thomas Heberer
Thomas Heberer
Thomas Heberer im Jahr 2010
Allgemeine Information
GeborenSchleswig, 24. September 1965
LandFlagge von Deutschland Deutschland
Arbeit
Genre(s)Jazz
BerufMusiker
Instrumente)Trompete, Flügelhorn, Keyboards
(und) Allmusic-Profil
Portal  Portalsymbol  Musik

Thomas Heberer (Schleswig, 24. September1965) ist ein DeutscheJazztrompeter, Hornist und Keyboarder.[1]

Biografie

Heberer begann im Alter von 11 Jahren Trompete zu spielen. Bis 1984 studierte er bei Manfred Schoof an der Musikhochschule Köln. Er sorgte 1990 mit der Veröffentlichung des Albums für Aufsehen Chicago Breakdown - Die Musik von Jelly Roll Morton, die der Trompeter mit dem Bassisten Dieter Manderscheid aufgenommen hat.[2] Sie interpretierten das klassische Repertoire von Chicago-Jazz auf eine unbekannte, dekonstruktive Weise, also Richard Cook und Brian Morton, wie der Titeltrack Chicago-Aufschlüsselung, das König Porter Stomp und der Buddy Bolden Blues. Mit Manderscheid, dem Saxophonisten Dirk Raulf und dem Schlagzeuger Fritz Wittek Anfang der 1990er Jahre gründete er die Tome XX-Formation. Heberer arbeitete auch mit Aki Takase, der Europäische Trompetengipfel, Gerd Dudek, Attila Zoller, Joachim Kuhn, Evan Parker, David Moss, Frank Schulte und Tomasz Stańko.

Heberer war auch Mitglied des Berlin Contemporary Jazz Orchestra[3] und arbeitete auch in der Begleitband der de Harald Schmidt Show. Seit Anfang der 1990er Jahre spielt er im ICP Orchestra[4] von Mischa Mengelberg. 1990 trug der Trompeter auch zur Produktion von production Die wilden Pferde der armen Leute von Norbert Steins Pata Orchester, 1993 op Alexander von Schlippenbachs Album Die Morlocks (Kostenlose Musikproduktion), 1996 mit Misha Mengelbergs Die Wurzel des Problems (hatOLOGIE). Im selben Jahr trat er anlässlich der 20th Anniversary Tour mit dem European Jazz Ensemble mit Schoof, Conny Bauer, Charlie Mariano, Joachim Kuhn. 2004 gründete Heberer gemeinsam mit dem Tubisten Carl Ludwig Hübsch und dem Perkussionisten Christian Thomé die Formation Lip Lab. 2005 beteiligte er sich an den Aufnahmen von Norbert Steins Pata-Generatoren (Code Karneval). 2007 war er Mitglied des James Choice Orchestra. Seine Solo-Musikprojekte mit Loop-Effekten sind als Slops! bekannt.

Genau wie auf seinem ersten Album Der heroische Millespede, das noch stark an Musik von . erinnert Mark Isham,[5] Heberer experimentierte auch mit elektronischen Klängen. In den 1990er Jahren produzierte das Label Poise, das er mit Dirk Raulf und Frank Schulte betreibt, das Album Töte deine Lieblinge mit elektronischen Instrumenten. Um diese Aktivitäten von seinen Jazzprojekten abzugrenzen, verwendet Heberer das Pseudonym T.O.M.[6]Der Choreograf Pina Bausch platzierte die Musik von T.O.M. in ihrem Tanztheater in Wuppertal in ihren Auftritten, wie in Für die Kinder von gestern, heute und morgen (2002) undZehn Chic (2004).

Auszeichnungen und Auszeichnungen

Heberer wurde unter anderem mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem SWF Jazz Prize und dem Jazz Art Prize ausgezeichnet.

Diskografie

  • 1988: Der heroische Tausendfüßler (ITM) mit Frank Kolges
  • 1988: Wälzer XX – Natura Morta (Jazz-House-Musik)
  • 1989: Berliner Zeitgenössisches Jazzorchester (Ausgabe zeitgenössischer Musik)
  • 1990: Heberer/Manderscheid Chicago-Aufschlüsselung (Jazz-House-Musik)
  • 1991: Wälzer XX – Der Rote Schnapper (Jazz-House-Musik)
  • 1993: Tom XX – Dritter Grad (Jazz-House-Musik)
  • 1994: Sotto in So – Vanitas mit Susan Deyhim (Poise)
  • 1996: Berliner Zeitgenössisches Jazzorchester – Lebe in Japan (DIW)
  • 1997: Wälzer XX – Sie konnte keine halben Sachen machen (Jazz-House-Musik)
  • 1997: ICP-Orchester – Jubiläum Sonstiges (hatOLOGIE)
  • 2001: ICP-Orchester – Oh! Mein Hund (ICP)
  • 2003: SSH spielt sssh – gewidmet der Vision von M.D. & Sun Ra, Trio mit Frank Schulte und Norbert Scholly, (Konnex)
  • 2006: Heberer/Manderscheid Fernweh (Jazz-House-Musik)
  • 2011: Clarino (Kein Geschäft)
  • 2018: Thomas Heberer / Yoni Kretzmer / Christian Weber: groß (OutNow-Aufnahmen)

Externer Link