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Wilhelm Trübner
Wilhelm Trubner
Selbstporträt, 1892
persönliche Daten
Vollständiger NameHeinrich Wilhelm Trubner
Spitznameauch geschrieben als: Trübner
Geboren3. Februar 1851
Verstorben21. Dezember 1917
GeburtslandFlagge von Deutschland Deutschland
Beruf(e)Maler, Grafiker
Leitdaten
Stil(e)Realismus, Naturalismus, Impressionismus
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Heinrich Wilhelm Trubner (Heidelberg3. Februar1851Karlsruhe, 21. Dezember1917) war ein Deutscher Maler. Er arbeitete als Realist, Naturforscher und Impressionist und ist der Münchner Schule zugeordnet.

Leben und Arbeiten

Er hatte zunächst Goldschmied gelernt, den Beruf seines Vaters. Anselm Feuerbach, den er 1867 kennenlernte, ermutigte ihn zur Malerei. Er studierte von 1867 bis 1868 in Karlsruhe und in München ab 1868. Er studierte auch für kurze Zeit in Stuttgart. Er war beeindruckt von der spontanen Malweise von painting Gustave Courbet. Nach 1872 unternahm er Studienreisen nach Italien, in die Niederlande und nach Belgien. 1875 ließ er sich wieder in München nieder und tauschte sich dort mit Malern wie Lovis Corinth, Max Slevogt und Max Liebermann.

Er lernte kennen Wilhelm Leibl. 1882 gründete er mit Franz von Stuck und Wilhelm Uhde in München die 'Münchener Sezession' (die erste Session). Er malte zunächst mythologische Figuren, später auch Landschaften und Porträts. 1892 und 1898 veröffentlichte er Texte zur Kunst. 1901 wurde er Mitglied der Berliner Secession. 1895 wurde er Lehrer in Karlsruhe. Von 1904 bis 1910 war er dort Direktor der Kunstakademie, danach behielt er seine Lehrtätigkeit bis 1917 bei.

Er baute eine umfangreiche Kunstsammlung mit Werken von Zeitgenossen aus seinem eigenen Umfeld wie Anselm Feuerbach, Hans Canon, Wilhelm Leibl, Karl Schuch, Hans Thoma und Theodor Alt, aber auch mit Werken von alte Meister wie Lucas Cranach der Ältere. Er sammelte auch ostasiatische Kunst und war 1909 Leihgeber der Ausstellung Japan und Ostasien in den Künsten.

Er malte in Öl auf Leinwand und fertigte Arbeiten auf Papier mit Bleistift, Kohle und Kreide sowie in Gouache und Aquarellfarbe. Seine Lieblingsthemen waren Porträt, Historienmalerei, Interieur und Landschaft. Zu seinen Schülern zählen Paul Dahlen (1881-1954) und Hermann Treusch (1876-1962). In Karlsruhe unterrichtete er Hans Breinlinger (1888-1963) und Robert Breyer (1866-1941).

Das Freie Sezession (eine Gabel der Berliner Sezession) veranstaltete 1918 eine Ausstellung zu seinem Gedenken. Er wurde von Hermann Binz als Wasserspeier am Stephanienbrunnen in Karlsruhe verewigt.

Bilder

Ausstellungen (Auswahl)

  • 1889 Galerie Gurlitt, München
  • 1911 Badischer Kunstverein, Karlsruhe (anlässlich seines 60. Geburtstages)
  • 1913 Berliner Sezession, Berlin

Literatur

  • Joseph August Beringer: Trubner. des Meisters Gemälde (Stuttgart/Berlin: Deutsche Verlags-Anstalt, 1917)[1]

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