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Alexander Ritter (Narva, 7. Juni1833 - München, 12. April1896) war ein baltisch-deutsch Komponist, Geiger, Dirigent und Musikhändler. Er war überzeugter Wagnerianer und ist vor allem als der Mann bekannt, der seinen Schützling getötet hat Richard Strauss auf den Spuren der Neue Deutsche Schule stellen.
Leben und Arbeiten
Ritter kam aus dem damaligen Russen Gouvernement Estland. Mit acht Jahren zog er bei seinen Eltern ein Dresden zu Recht, wo er Geigenunterricht erhielt François Schubert. Später studierte er am Leipziger Konservatorium. 1854 heiratete er die Schauspielerin Franziska Wagner, eine Tochter von Richard Wagners Bruder Albert. Das machte ihn nicht nur musikalisch Wagnerianer, sondern auch verwandt mit seiner Familie. Er hat einen Job in Franz Liszts Hofkapelle in Weimar und war dann zwischen 1856 und 1858 Theaterkapellmeister im stettin. 1875 ließ er sich in Würzburg, wo er 1875 ein Musikgeschäft gründete. 1882 trat er dem Orchester von Hans von Bülow im Meinungen: Von Bülow hatte wie Ritter bei Schubert studiert. 1886 ließ sich Ritter in München nieder.
Als Komponist hinterließ Ritter zwei Opern, 58 Lieder, Kammermusik und eine Vielzahl symphonischer Dichtungen, von denen keines Repertoire gehalten hat. Auch im Oeuvre von . hat er seine Spuren hinterlassen Ludwig Thuille und Richard Strauss: für Thuille schrieb er das Libretto für seine erste Oper, Danke (die erst nach Ritters Tod uraufgeführt wurde) und für Strauss machte er das Gedicht, das es in der Partitur von . enthält Tod und Aufklärung aufgenommen, ein bis dahin schon fertiges Stück. Dank Ritter waren sowohl Thuille als auch Strauss mit der Neuen Deutschen Schule in Kontakt gekommen, für die sich Ritter inbrünstig einsetzte.[1] Ritters Freund Strauss dirigierte auch die Uraufführungen seiner beiden Opern in Weimar, Der faule Hans und Wem die Krone.
Auch als er 1896, zehn Monate nach dem Tod seiner Frau, starb, war Ritters eigenes Werk außerhalb Deutschlands kaum bekannt.[2]
Der österreichische Dirigent Siegmund von Hausegger, der mit Ritters Tochter Hertha verheiratet war, veröffentlichte 1907 eine Biografie.
Auswahl an Werken
- 1876-1878: Der faule Hans. Oper in einem Akt, nach Felix Dahn.
- 1888-1890: Wem diese Krone? Oper in einem Akt.
- Olafs Hochzeitsreigen. Symphonischer Walzer für großes Orchester. Auf. 22.
- Sursum Corda!. Eine Sturm- und Drang-Phantasie auf. 23.
- Graf Walther und Die Waldfrau, op. 24.
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |