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Annex SL

Das Anhang SL ist ein Leitfaden zum Schreiben von betriebswirtschaftlichen Standards. Dieser bildet den Rahmen für einen ISO-Managementsystem-Standard (MSS) oder für die Überarbeitung eines bestehenden ISO-MSS (zB ISO 9001, ISO 14001). Alle neuen ISO-Managementstandards werden diesem Framework folgen und die alten werden in dieses Framework übertragen.

Allgemeines

Annex SL wuchs zu dem, was früher als „ISO Guide 83“ bekannt war. Die meisten Organisationen verfügen über mehr als ein Management-Management-System und es war viel Zeit und Ressourcen erforderlich, diese verschiedenen Systeme mit unterschiedlichen Strukturen, Definitionen und Vorschriften zu implementieren und zu zertifizieren. Anhang SL ist ein Anhang (Anhang) zu ISO/IEC-Richtlinien Teil-1, Konsolidierte ISO-Ergänzung - ISO-spezifische Verfahren.

Der 2011 verabschiedete ISO Guide 83 war der erste formelle Versuch, eine einheitliche Struktur und Terminologie für ISO-Managementnormensysteme zu schaffen. Diese neue Struktur und Inhalte werden als High Level Structure (HLS) bezeichnet und bilden die Grundlage des sogenannten „Plug-in“-Modells für Managementsystem-Standards, also der „Kernelemente“, die für alle Managements identisch sind Systemnormen werden in einem separaten Dokument dargestellt, fachspezifische Normen (zB ISO 9001 für Qualitätsmanagement) und branchenspezifische Normen (zB ISO/TS 16949 für Qualitätsmanagement im Automobilbereich) können dann als Module entwickelt und in den Kern gesteckt werden. Das bedeutet, dass alle Managementsystemstandards auf demselben Kern („Betriebssystem“) einer Organisation basieren. Diese Standards enthalten neben dem HLS dann nur noch die Anforderungen, die notwendig sind, um ein effektives Managementsystem für das Fachgebiet/Fach zu implementieren (zB Qualität, Umwelt, Arbeitsbedingungen) Im Februar 2012 hat das Technical Management Board der ISO die endgültige Version von unter dem Namen "Anhang SL" befürwortet.

Im Anhang SL sind zwei Arten von Managementsystemstandards definiert:

  • Typ A MSS: befasst sich mit Anforderungen an Managementsysteme (z. B. ISO 9001/14001)
  • Typ B MSS: verweist auf Richtlinien (zB ISO 9004/14004)

Grundsätze des Qualitätsmanagements

Anhang SL (siehe Unterabschnitt 4.4) und die darauf basierenden Normen basieren auf den sieben Grundsätze des Qualitätsmanagements (Grundsätze des Qualitätsmanagements (QMP).[1]

1.Kundenorientierung
2.Führung
3.Engagement der Menschen
4.Prozessansatz
5.Verbesserung
6.Evidenzbasierte Entscheidungsfindung
7.Beziehungsmanagement

PDCA

Der PDCA-Zyklus

Die Ausarbeitung des 4. Prinzips"Prozessansatz" wird durch die Verwendung von Demings Qualitätszirkel (auch bekannt als Plan - Do - Check - Act - (PDCA) Zyklus) Ansatz [Plannen-Doen-Controleren-Handen] und risikobasiertes Denken. Durch die Steuerung des Prozesses versucht man ein optimales Ergebnis zu erzielen. Ziel ist es dabei, Prozesse systematisch und zyklisch zu verbessern, indem die Ergebnisse anhand von gesetzten Zielen kontinuierlich bewertet werden. Wenn Sie wissen, welche Aspekte Sie überwachen werden, kann die Verwendung des Qualitätszirkels Einblick in die verschiedenen Ziele geben, die die Menschen erreichen möchten, und eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung sicherstellen.

Anhänge

Anhang SL hat 4 Anhänge (Anhang). Anhang 3 enthält den Text für die High Level Structure (HLS) für Managementsystemstandards. Das Managementsystem muss die folgenden 10 Klauseln mit derselben Nummerierung und Bezeichnung enthalten:

NeinEnglischer BegriffÜbersetzung
1.UmfangUmfang
2.Normative VerweisungenNormative Verweisungen
3.Begriffe und DefinitionenBegriffe und Definitionen
4.Kontext der OrganisationOrganisationskontext
5.FührungFührung
6.ZeitplanZeitplan
7.UnterstützungUnterstützung
8.OperationPerformance
9.LeistungsbeurteilungAuswertung
10.VerbesserungVerbesserung

Unten wird gezeigt, wie die PDCA Zyklusansatz in der Norm enthalten ist und welche Unterabschnitte zu welchem ​​Zyklus gehören.

1. Geltungsbereich:[2]

2. Normative Verweise

3. Begriffe und Definitionen[3]

PLANEN (planen)

4. Kontext der Organisation

5. Führung[4]

6. Zeitplan[5]

TH (machen)

7. Unterstützung

8. Ausführung[6]

PRÜFEN (überprüfen)

9. Bewertung

HANDLUNG (handeln)

10. Verbesserung

Unterschiede ISO 9001:2015 / ISO 14001:2015 / ISO 45001:DIS

Innerhalb der 10 Hauptsätze können die folgenden Untersätze unterschieden werden (verwendeter englischer Originaltext). Die Namen der Untersätze können geändert werden, um sie 'disziplin' (=standard) spezifisch zu machen. Im Folgenden werden die ISO-Normen 9001:2015 und 14001:2015 sowie die in Entwicklung befindliche Norm ISO 45001 gegenübergestellt:

ISO 9001:2015
ISO 14001:2015
ISO 45001: DIS
4OrganisationskontextOrganisationskontextOrganisationskontext
4.1Die Organisation und ihren Kontext verstehenDie Organisation und ihren Kontext verstehenDie Organisation und ihren Kontext verstehen
4.2Bedürfnisse und Erwartungen der Stakeholder verstehen UnderstandingBedürfnisse und Erwartungen der Stakeholder verstehen UnderstandingBedürfnisse und Erwartungen der Stakeholder verstehen Understanding
4.3Bestimmung des Umfangs der QualitätsmanagementsystemBestimmung des Umfangs von UmweltkontrollsystemBestimmung des Umfangs von Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystem
4.4QualitätManagement System und seine ProzesseUmgebung Management SystemGesundheit und Sicherheit Management System
5Führung'Führung'Führungund Mitarbeiter (Arbeitnehmer)
5.1Führung und EngagementFührung und EngagementFührung und Engagement
5.1.1 Allgemeines--
5.1.2 Kundenorientierung--
5.2PolitikUmgebung PolitikGesundheit und Sicherheit Politik
5.2.1 Festlegung der Qualitätspolitik--
5.2.2 Kommunizieren der Qualitätspolitik--
5.3Organisatorische Rollen, Verantwortlichkeiten und BefugnisseOrganisatorische Rollen, Verantwortlichkeiten und BefugnisseOrganisatorische Rollen, Verantwortlichkeiten, Konto und Kräfte
5.4--Teilnahme & Beratung
6ZeitplanZeitplanZeitplan
6.1Maßnahmen zur Bewältigung von Risiken im Zusammenhang mit Bedrohungen und ChancenMaßnahmen zur Bewältigung von Risiken im Zusammenhang mit Bedrohungen und ChancenMaßnahmen zur Bewältigung von Risiken im Zusammenhang mit Bedrohungen und Chancen
-6.1.1 Allgemeines6.1.1 Allgemeines
-6.1.2 Umweltaspekte6.1.2 Gefahrenermittlung und arbeitsmedizinische Gefährdungsbeurteilung
-6.1.3 Verpflichtungen zur Einhaltung6.1.3 Ermittlung geltender rechtlicher Anforderungen
-6.1.4 Aktionen planen6.1.4 Aktionsplanung
6.2QualitätZiele und planen, sie zu erreichenUmgebung Ziele und planen, sie zu erreichenGesundheit und Sicherheit Ziele und planen, sie zu erreichen
6.3Planungsänderungen--
7UnterstützungUnterstützungUnterstützung
7.1RessourcenRessourcenRessourcen
7.1.1 Allgemeines--
7.1.2 Personen--
7.1.3 Infrastruktur--
7.1.4 Umfeld der betrieblichen Prozesse--
7.1.5 Ressourcen überwachen und messen--
7.1.6 Kenntnis der Organisation--
7.2KompetenzKompetenzKompetenz
7.3BewusstseinBewusstseinBewusstsein
7.4KommunikationKommunikationInformation und Kommunikation
-7.4.1 Allgemeines-
-7.4.2 Interne Kommunikation-
-7.4.3 Externe Kommunikation-
7.5Dokumentierte InformationenDokumentierte InformationenDokumentierte Informationen
7.5.1 Allgemeines7.5.1 Allgemeines7.5.1 Allgemeines
7.5.2 Erstellen und aktualisieren7.5.2 Erstellen und aktualisieren7.5.2 Erstellen und aktualisieren
7.5.3 Verwaltung dokumentierter Informationen7.5.3 Verwaltung dokumentierter Informationen7.5.3 Verwaltung dokumentierter Informationen
8PerformancePerformancePerformance
8.1Ausführungsplanung und -managementAusführungsplanung und -managementAusführungsplanung und -management
--8.1.1 Allgemeines
--8.1.2 Hierarchie der Kontrollmaßnahmen
8.2Anforderungen an Produkte und DienstleistungenNotfallvorsorge und ReaktionÄnderungsmanagement
8.2.1 Kundenkommunikation--
8.2.2 Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen ermitteln--
8.2.3 Bewertung der Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen--
8.2.4 Änderungen der Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen--
8.3Design und Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen-Auslagerung
8.3.1 Allgemeines--
8.3.2 Konstruktions- und Entwicklungsplanung--
8.3.3 Design und Entwicklung von Eingangsvariablen--
8.3.4 Gestaltung und Entwicklung von Kontrollmaßnahmen--
8.3.5 Design und Entwicklung von Ausgangsvariablen--
8.3.6 Design- und Entwicklungsänderungen-
8.4Verwaltung von Methoden, Produkten und Dienstleistungen von Drittanbietern-Kauf
8.4.1 Allgemeines--
8.4.2 Art und Umfang der Kontrollmaßnahmen--
8.4.3 Informationen für externe Lieferanten--
8.5Produktion und Dienstleistungen-(Sub-)Auftragnehmer
8.5.1 Kontrolle von Produktion und Dienstleistungen--
8.5.2 Identifizierung und Rückverfolgbarkeit--
8.5.3 Eigentum von Kunden oder Drittanbietern--
8.5.4 Konservierung--
8.5.5 Aktivitäten nach der Auslieferung--
8.5.6 Änderungsmanagement--
8.6Freigabe von Produkten und Dienstleistungen-Notfallvorsorge und Reaktion
8.7Management der Kontrolle nicht konformer Ergebnisse--
9LeistungsbeurteilungLeistungsbeurteilungLeistungsbeurteilung
9.1Überwachung, Messung, Analyse und AuswertungÜberwachung, Messung, Analyse und AuswertungÜberwachung, Messung, Analyse und Auswertung
9.1.1 Allgemeines9.1.1 Allgemeines9.1.1 Allgemeines
9.1.2 Kundenzufriedenheit9.1.2 Konformitätsbewertung9.1.2 Bewertung der Einhaltung gesetzlicher und sonstiger Anforderungen
9.1.3 Analyse und Entwicklung--
9.2Interne AnhörungInterne AnhörungInterne Anhörung
9.2.1 Allgemeines9.2.1 Ziele der Internen Revision
9.2.2 Internes Auditprogramm9.2.2 Interner Auditprozess
9.3ManagementbewertungManagementbewertungManagementbewertung
9.3.1 Allgemeines--
9.3.2 Input zur Managementbewertung--
9.3.3 Ergebnis der Managementbewertung--
10VerbesserungVerbesserungVerbesserung
10.1AllgemeinesAllgemeinesVorfall, Nichtkonformität und Korrekturmaßnahmen
10.2Nichtkonformität und KorrekturmaßnahmenNichtkonformität und KorrekturmaßnahmenKontinuierliche Verbesserungen
--10.2.1 Ziele der kontinuierlichen Verbesserung
--10.2.2 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
10.3Kontinuierliche VerbesserungenKontinuierliche Verbesserungen-

Siehe auch

Literatur