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August Gallien | ||||
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Porträt August Gallier von Alois Metz | ||||
| persönliche Daten | ||||
| Geboren | 22. Oktober1869 | |||
| Verstorben | 18. Oktober1921 | |||
| Geburtsland | Deutschland | |||
| Beruf(e) | Bildhauer | |||
| Leitdaten | ||||
| Stil(e) | bildlich | |||
| RKD-Profil | ||||
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August Gallien (Hanau-Großauheim, 22. Oktober1869 – Berlin, 18. Oktober1921) war ein DeutscheBildhauer, der vor allem für seine Tierskulpturen bekannt ist.
Leben und Arbeiten
Georg August Gaul war der Sohn des Steinmetz Philipp Gaul, in dessen Unternehmen er von klein auf arbeitete. Er begann seine Ausbildung im Alter von dreizehn Jahren an der Königliche Zeichenakademie im Hanau mit den Lehrern Max Wiese und August Offterdingen. Anschließend arbeitete er mehrere Jahre als Designer und Meißel in einer örtlichen Silberwarenfabrik. 1888 zog er mit Unterstützung seines ehemaligen Lehrers Wiese nach Berlin. Er arbeitete im Atelier des Bildhauers Alexander Calandrelli und besuchte Kurse an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin. Dort gelangte er in den Besitz einer Dauereintrittskarte für die Zoologischer Garten Berlin, was ihm erlaubte, exotische Tiere zu studieren. Berichten zufolge war er einer der hartnäckigsten Besucher des Zoos, da er am frühen Morgen beim Zeichnen gefunden wurde. 1893 fertigte er seine erste Tierskulptur an.
Von 1894 bis 1898 arbeitete er gelegentlich im Atelier des damals berühmtesten Berliner Bildhauers Reinhold Begas, der ihn in die Umsetzung der Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal gegenüber der Berliner Schloss. Gallien war für zwei Löwen verantwortlich. 1897 erhielt er ein Stipendium für eine Studienreise nach Italien von der Akademie der Künste. Von 1897 bis 1898 arbeitete er in Rom im Atelier des Bildhauers Louis Tuaillon und er schloss sich dem Kreis um den Bildhauer an Adolf von Hildebrand, der mit dem Berliner Bildhauerschule ein genaues Gegenteil von Begas. Im Jahr 1898 Gallien, einschließlich Max Liebermann, Max Slevogt, Lovis Corinth, Louis Tuaillon, Fritz Klimsch und Walter Leistikow, an die Gründer der Berliner Session. Der große Durchbruch kam für Gallien mit seiner Tierskulptur Lowin während der Sezessionsausstellung von 1901.
Die Künstler gehörten zu seinem Freundeskreis Heinrich Zille und Ernst Barlach. Auf geschäftlicher Ebene arbeitete Gaul mit dem Berliner Verleger, Kunsthändler und PatronPaul Cassirer, mit dem er enge Freunde wurde. Barlach nannte Cassirer und Gallier "Paulchen und Gaulchen". Gallien starb 1921, kurz nach seiner Ernennung zum Berliner Senator Akademie der Künste. Gallien ist begraben bei Friedhof Dahlem in Berlin.
Arbeiten (Auswahl)
- Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal (1894/1997) in Berlin - die Löwen sterben Bayern repräsentiert
- Bismarck-Nationaldenkmal (1897/1901) in Berlin - ein Leopard
- Löwe (1904), Alte Nationalgalerie in Berlin
- Wisente (1910/1913, Kunsthalle zu Kiel im Kiel
- Entenbrunnen (1911), Renaissance-Theater in Berlin
- Pinguinbrunnen (1912), Hamburger Stadtpark in Hamburg
- Eselreiter (1912), Skulpturenpark des Städel Museums im Frankfurt am Main
- Kämpfende Wisente (1912) in Kaliningrad (damals Königsberg)
- Stadt-Hirsch (1912) in Berlin-Schöneberg
- Flyer-Denkmal (1923), auf dem Wasserkuppe in dem Rhön - der Adler
- Schaf, Klöpperhaus in Hamburg
Literatur
- Hans Rosenhagen: Porträt von August Gaul, Paul Cassirer, Berlin (1905)
- Emil Waldmann: August Gallien, Paul Cassirer, Berlin (1919)
- Paul Cassirer: Alte Tierfabeln mit Steinzeichnungen von Aug. Gallien, Panpresse, Leipzig (1919)
- Ursel Berger: Der Tierbildhauer August Gaul(Katalog), Nicolai, Berlin (1999) ISBN 3-87584-858-6
- Hilde Eich: August Gallien: 22. Oktober 1869 - 18. Oktober 1921, Museum Großauheim, Hanau (2003) ISBN 3-00-012032-7
- Josephine Gabler: Werkverzeichnis der Skulpturen von August Gaul, Jaron-Verlag (2007), ISBN 978-3-89773-569-9
Fotogallerie
Berlin, Löwe Bei der Alte Nationalgalerie

Stadt-Hirsch, Berlin

Wisente, Kiel
Löwen des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals

Kämpfende Wisente, Königsberg

Eselreiter, Frankfurt am Main

Schaf, Hamburg
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