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Bert ter Schegget
Bert ter Schegget 1982.

Gijsbertus Hendricus (Bert) ter Schegget (Amsterdam, 24. Juli1927Amsterdam, 9. November2001) war ein reformiertTheologe, Pastor und kirchlicher Professor Christliche Ethik in Führen.

Biografie

Junge Jahre

Ter Schegget war der Sohn eines Pfarrers; sein Vater Jan war einer von denen, die sich kennengelernt haben Jan Buskes, Kleijs Kroon und andere hatten den reformierten Kirchen in den Niederlanden den Rücken gekehrt und in Anlehnung an Pfr. J. G. Gelbe Kirchen (bekannt von der 'sprechenden Schlange') engagierten sich für den 'Reformierten Kirchen im Hersteld Verband'. Das HV-er traten 1946 der reformierten Kirche bei, blieben aber einige Zeit später noch als "Gruppe" erkennbar. Pater Jan ter Schegget hatte wie sein Sohn Bert und wie Leute wie Buskes, Kroon und andere immer eine etwas experimentelle Frömmigkeit, um nicht zu sagen Orthodoxie gepaart mit einem Widerstand gegen Autorität und einem starken Gerechtigkeitsgefühl in dieser Welt und dem, was daran falsch war.

Curacao

Ein wichtiges Element in Ter Scheggets Entwicklung waren seine Jahre auf Curaçao; daher auch sein Ruf als „linker“ Prediger. Es war nicht so sehr die Predigtstätte selbst – von meist weißen, wohlhabenden Shell-Leuten – als seine regelmäßigen Ausflüge in die Nähe Venezuela. Sicher ist, dass er von den schmerzlichen Gegensätzen zwischen Arm und Reich nachhaltig betroffen war. Somit ist nach Ter Schegget die Erschaffung von am Anfang nie beabsichtigt. Hier begegnete er zum ersten Mal dem, was als LateinamerikanischTheologie der Befreiung.

Berlin

Nach Curaçao nahm Ter Schegget einen Appell an die Studentenschaft von (West-)Berlin an. Das waren die Jahre, in denen man lieber einen Ausländer für diese Stelle suchte als einen Deutsche. Ein Ausländer könnte leichter die Grenze überqueren, hin und zurück. Zwei Seelen würden für immer in Ter Scheggets Brust wohnen: Beide wussten sehr gut, dass weder der Westen noch der Osten den Zustand der Erlösung und des Paradieses durchbrochen hatten.

Fall Ter Schegget

Der Name von Ter Schegget hängt vor allem mit dem in den 1970er Jahren so genannten "Fall Ter Schegget" zusammen, nämlich der Tatsache, dass er bis zu sechs Mal für eine Professur übergangen wurde, weil er "verlassen" war, marxistisch oder sogar a Atheist wäre. Auch würde es ihm an wissenschaftlicher Objektivität mangeln.

Insbesondere das Universität Amsterdam, das heißt: die oft ganz links, nicht selten auf der dann CPN orientierte Theologiestudenten waren von der Ankunft Ter Scheggets begeistert. Aber eine Stelle nach der anderen, die Nase von Ter Schegget übersprang die Wut der Studenten, aber auch einiger Professoren, die Ter Schegget wohlgesinnt waren. Es gab sogar ein umfangreiches schwarzes Schablonenbuch mit dem Titel Der Fall Ter Schegget.[1] Die Ausgabe war hoch; In einem „offenen Brief“ an die reformierte Synode sprachen die „Amsterdammer“ von einem Berufsverbot für Ter Schegget, dass sie nicht „akzeptieren“ würden.[2]

Als er eintrat 1981 wurde doch nach Leiden berufen, er war schon 54 Jahre alt und eigentlich schon im Zwielicht; er hatte sich seine Sporen als Prediger verdient in Vreeland, auf Curacao, in Berlin und als Theologe an der Sozialakademie Der Horst im Driebergen. Ter Schegget übte auch viele Predigttätigkeiten im Land aus und war ein fleißiger Publizist und ein erbitterter Debattierer.[3][4]

Lehrer

Zu seinen Beeinflussern zählt Ter Schegget vor allem Prof. K. H. miskotte, damals Professor in Leiden, nicht in Amsterdam, wo Ter Schegget selbst studierte. Aus Respekt vor Miskotte benannten er und seine Frau Mies ihren ersten Sohn nach dem alten Meister: Heiko. Außerdem war Ter Schegget ein echter barthian (zum schweizerischKarl Bartho, der vielleicht größte deutschsprachige Theologe seit Luther). Ter Schegget hat sicher auch viel von Marx gelernt und stand unter seinem Einfluss, aber er hielt sich auch auf Distanz, wenn auch die, die ihn als verrückten Marxisten sahen, das anders sahen. Ebenfalls Friedrich Nietzsche und der marxistische Atheist Ernst Bloch Ter Schegget zählte zu seinen Lehrern.

Führen

Wie berichtet, erhielt Ter Schegget 1981 endlich die lang ersehnte Berufung in Leiden, wo er nach Ansicht der noch gespaltenen Synode weniger Schaden anrichten konnte als im Kamin der kommunistischen Brutstätte Amsterdam. Mit der Ironie, die damals für ihn charakteristisch war Loyalität-JournalistA. J. Lehm die reformierte Synode, die nach zehn Jahren nun plötzlich ohne ist ANGELEGENHEIT saß.

Den etablierten Leidener Amtsanwärtern des Reformierten Bundes in der Reformierten Kirche gefiel seine Ernennung nicht. Als kirchlicher Professor stellte er ihnen polemisch die Frage, "dass sie ihm den ganzen Marx wegwerfen könnten, unter einer Bedingung: dass sie etwas Besseres wüssten". Der Marxismus war in den Augen der „Bonders“ atheistisch und daher zu verabscheuen – für Ter Schegget war er ein Mittel, den Armen gerecht zu werden und unter der Kritik des Evangeliums die bestehenden Verhältnisse, die diese Armut aufrechtzuerhalten, festzusetzen.

Für die dann schon zusammen-unterwegs-gehend reformierte, reformierte und lutherische Kirchen wurde deutlich, dass die niederländische Regierung nicht mehr allen förderfähigen Universitäten a FakultätTheologie wollte offen halten. Budgetkürzungen sowie sinkende Studentenzahlen für Theologie machten Kürzungen, ja sogar Halbierungen erforderlich. BildungsministerDeetman überließ es den Kirchen, wo und wie.

In den anschließenden großen Tumult war auch der bereits pensionierte Ter Schegget involviert. Er trat stark für das Recht ein nicht Schließung der theologischen Fakultäten überall; Kürzungen müssten notfalls durch gemeinsame Nutzung oder den Austausch von Stühlen gefunden werden. In diesen überrationalen Zeiten, zumindest an der Akademie, a Seele bewahrt werden.

Leiden, Groningen, Utrecht, Universität Amsterdam, VU Universität, Kampen: Nur drei durften bleiben. Für Ter Schegget war nur Kampen überflüssig. In einer emotionalen Synodensitzung am 14. November1998 zu Vogelwelt im Alphen aan den Rijn wurde sogar das Besteck von Wilhelm von Oranien fügte hinzu, dass diese in 1575 verkauft hatte, um Leiden mit einer Pfarrerschule zu helfen.[5] Es war alles vergeblich. Weder in Leiden noch an der Universität Amsterdam, Ter Scheggets Alma Mater, Theologie würde überleben.

Freunde, Seelenverwandte, Verbündete, Gegner

Ter Schegget war bekannt und beeindruckend für seine geschickte Feder und seine scharfe Zunge. Es war nicht immer klar, wo aus „Schwören“ ein „Gebet“ wurde und umgekehrt[6]. Wegen seines Temperaments waren die Beziehungen zu seinen Kollegen ein Hit und Miss. In seinen Artikeln machte er kein Blatt vor den Mund und in seinen Predigten trafen die Leute manchmal härter, als er es beabsichtigt hatte, oder er meinte es so und dann mussten die Leute es so nehmen, wie er es sagte. Ter Schegget selbst gab zu, dass ihm nicht gefiel, was er zu sagen hatte zeggen in Pfefferminz-Geschmack verpackt.

In der Diskussion über Ter Scheggets Biographie[7] im Loyalität Der ehemalige Chefredakteur Jan Greven bezeichnete Ter Schegget als „begabten Streiter“ und als jemanden, „der nicht an seinem Recht zweifelte“. Für die einen war Ter Schegget, so Greven, „ein Salonsozialist und eine Gefahr für die Kirche“, für andere „ein begnadeter Seher, der die Gemeinde unermüdlich an ihr einziges Existenzrecht erinnerte: den Einsatz für eine gerechtere Welt“.[8].

Zu denen, die zu seinen Seelenverwandten und Verbündeten gezählt werden können, gehören Jan van Kilsdonk, Tom Nachbarschaft, Kleijs Kroon, Krijn-Schlacht, Wim Kist, Huub Oosterhuis, Willem Aantjes, Ted (F. O.) van Gennep, Fred Keesen, Ernst Stern und Jan Buskes. Er kannte diesen sehr linksgesinnten Pastor von klein auf und bewunderte ihn. Schon als Junge dachte Ter Schegget: 'Solange Buskes dauert, kann ich es nicht verraten'.

Ter Scheggets Verhältnis zu seinem Vorgänger in Leiden war entschieden distanzierter Hendrikus Berkhof, bis dr.ir. Jan van der Graaf, Prof. J. Sperna Weiland und Alexander Johannes Bronkhorst. Letzteres (Professor Kirchengeschichte und Missionswissenschaft in Utrecht) leitete viele Jahre das Komitee für theologisch-wissenschaftliche Ausbildung, kurz TWO. Bronkhorst lehnte in den 1970er Jahren wiederholt die Kandidatur für eine Professur für Ter Schegget ab. Zwar entschied sich die reformierte Synode für einen Kandidaten, aber dieser musste erst vom TWO-Ausschuss nominiert werden.

Letzten Jahren

Allmählich wurde es ruhiger um Ter Schegget. Er gestand, dass keines seiner Kinder mehr mit ‚Kirche‘ zu tun hatte[9]. In diesem Interview bestreitet er, ein „Pessimist“ zu sein; er erkennt in sich „ein tiefes Unbehagen“, „einen Schleier von Melancholie“, aber „ich darf hoffen um der Hoffnungslosen willen“ und „ich bin zum Aufgeben verdammt“.

Auf 9. November1989 In Berlin fiel die Mauer und dann brach das gesamte kommunistische Reich zusammen. Ter Schegget war nie ein Bewunderer des "real existierenden" Sozialismus gewesen, aber dieser Zusammenbruch gab ihm keine Hoffnung, zumal er das in kürzester Zeit fandest Russland an ihre Stelle traten wuchernder Kapitalismus und Korruption.

Ter Schegget musste auch feststellen, dass seine Veröffentlichungen kaum Leser fanden, schon gar nicht bei der jüngeren Generation. Er schrieb, wie gesagt, nur »für seine eigene Gemeinde«. Die politische Landschaft war durcheinander geraten – von Ost gegen West über libertär/christlich bis hin zu fundo-islamisch. Im Jahr 2001 wurde die Zwillingstürme in Folge eines radikal-islamischen Terroranschlags mit Tausenden von Toten; zwei Monate später, genau zwölf Jahre nach dem Mauerfall, starb Ter Schegget im VU-Krankenhaus von Herzinsuffizienz.

Nachwirkungen

Auf 31. Oktober2010 (Reformtag) wurde die Biographie von Ter Schegget (433 Seiten) veröffentlicht und Autor E.D.J. de Jongh veröffentlichte die ersten Exemplare im roter Hut in Amsterdam: einer an die Witwe Mies, einer an Willem Aantjes. Auch der sehr betagte Widerstandskämpfer Hebe Charlotte Kohlbrugge war dort.

Doktorand

Ter Schegget betreute in seinen Leidener Jahren sieben Doktoranden, darunter keine einzige Frau.

Literatur

(kurz)

  • Der Appell an die Stadt der Zukunft – Ethik der Revolution (Diss.), 1970
  • Partisanen der Armen: Avantgarde der Revolution Gottes, 1971
  • Das Geheimnis des Menschen, 1972
  • Klassenkampf und Streik: eine theologische Motivation, 1973
  • Das Lied des Menschensohnes; Studie über den Christuspsalm in Philipper 2.
  • Schlüsselwörter von Marx, 1977
  • Die andere Möglichkeit: Biblische Theologie für die kritische Gemeinde, 1979
  • Theologie und Ideologie: ein Anstoß zu verantwortungsvollem Theologisieren unter entfremdenden gesellschaftlichen Verhältnissen, 1981
  • Achtsam: Erinnerungen und Skizzen, 1981
  • Gebet als Herz der Ethik, Antrittsrede in Leiden, 1982
  • Die Moral der Kirche: Essays zur Ethik des Paulus nach Römer 12 und 13. 1985
  • Vollmacht bei Impotenz: Zur Berufung der Christengemeinde in die Politik 1988
  • Die tiefste Verpflichtung: das Vaterunser als Seufzer, 1991
  • Ein Herz unter der Gürtellinie – zur Bergpredigt 2001