WikiDer > Brienz-Rothorn-Bahn

Brienz-Rothorn-Bahn
Brienz-Rothorn-Bahn

Logo Brienz-Rothorn-Bahn

Brienzer Rothorn bahn.jpeg
BRB .Rothorn Kulm Bergstation

Gesamtlänge7,6 km
Spurweite800mm
Öffnen1892
Aktueller Statusin Benutzung
Gestelltyp tanAbt
Steigung im Gefälle250
Elektrifiziertnein, Dampf- und Diesellokomotiven
Anzahl der Spuren1

Das Brienz-Rothorn-Bahn (BRB) ist ein ZahnradbahnSystem Abt im Schweiz, die jedes Jahr nur im Sommer von Anfang Mai bis Ende Oktober von brienz zum Briezner Rothhorn fährt.

Geschichte

Nachdem zwei vorangegangene Projekte zum Bau eines Hotels am Rothaus gescheitert waren, plante der in Luzern lebende deutsche Ingenieur Alexander Lindner um 1889/90 mit Unterstützung touristisch interessierter Brienzer die Bergbahn. An diesem Punkt würde die Strecke den größten Höhenunterschied aller Bergstrecken überwinden. Als Bauherr und Architekt trat Theodor Bertschinger aus Lenzburg in die Gruppe ein. Während der Bauzeit von nur 16 Monaten zwischen Sommer 1890 und Herbst 1891 waren bis zu 640 Bauarbeiter, meist Italiener, beschäftigt.[1]

Die Strecke wurde am 17. Juni 1892 eröffnet. Es geriet bald in finanzielle Schwierigkeiten. Dies lag zum Teil an der Eröffnung des Schynige Platte-Bahn 1893 und Teile der parts Jungfraubahn 1898 und auch durch den Ersten Weltkrieg. Am 9. August 1914 wurde der Betrieb eingestellt und die Bahn stillgelegt. Im September 1916 erhielt die Bahn vom Bond die Genehmigung zum Abriss der Bahnanlage. Während der Vorstand die Abrisskosten hätte vorstrecken sollen, blieb der Abriss trotz kriegsbedingter Materialknappheit zurück.[2]

1931 wagten Kreditgeber die Wiedereröffnung der Strecke. Die Gleise sind trotz der langen Betriebspause noch in gutem Zustand. Später wurde bewusst auf eine Elektrifizierung der Strecke verzichtet, was sie zu einer besonderen Attraktion machte. Die Brienz-Rothorn-Bahn ist nun neben der Dampfbahn Furka-Bergstrecke die einzige dampfbetriebene Bahn mit festem Fahrplan.

Die Wartungs- und Betriebskosten der Dampfgesellschaft sind hoch, dennoch ist das Unternehmen finanzstark. Obwohl die Mitgliederversammlung vom 21. Juni 1968 einstimmig den Abbau der BRB und den Bau einer Standseilbahn beschloss, blieb die Zahnradbahn bestehen. Das Betriebskonzept von 1971 sah durch den Kauf von drei Diesellokomotiven Verbesserungen bei der Kapazitätserhöhung vor. Die sieben Dampflokomotiven aus der Zeit ihrer Gründung und Wiedereröffnung konnten verschont werden. Neue Dampflokomotiven konnten aufgrund des zu geringen Interesses der Industrie zunächst nicht beschafft werden.[3]

Dies änderte sich 1988, als die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur mit dem Bau der neu entwickelten Dampflokomotiven mit höherer Leistung beauftragt werden konnte. Zum 100-jährigen Jubiläum nahm die BRB 1992 mit Unterstützung eines Freundeskreises die ölbefeuerte Lok Nr. 12 in Betrieb. Später kamen drei weitere Lokomotiven hinzu.[4]

Inzwischen wurde auch das Schienennetz erneuert. Schienen und Gestelle mit einem größeren Profil wurden eingeführt. Die normalen Schwellen wurden durch neue Schwellen im Y-Format ersetzt.

Routenverwaltung

Die Länge der Strecke beträgt 7,6 km und die Strecke überwindet bis zu 25 % Steigung auf 1678 m Höhe. Die Fahrzeit beträgt ca. eine Stunde bei einer Höchstgeschwindigkeit von 9 km/h. Der BRB-Abschnitt beginnt in Brienz, 566, direkt gegenüber dem Bahnhof der Zentralbahn. Nach Passieren der Wellenbergbrücke geht es durch den Burgerwald hinauf zum 18 m langen «Schwarzefluetunnel». Kurz darauf erreicht der Weg die Kreuzung Geldried (1019 m), wo sich Züge kreuzen können.

Bahnübergang Geldried

Nach der Station folgt der «Härdtunnel» mit einer Länge von 119 m.Der Name dieses Tunnels weist darauf hin, dass der Tunnel nicht aus dem Fels gehauen wurde, sondern weitgehend durch «Härd», also Erde, führt. Nach einem kurzen Stück durch den Wald ist der «Fluhtunnel» erreicht. Diese haben eine Gesamtlänge von 290 m und sind mit Öffnungen versehen, so dass man einen schönen Blick auf brienz die ... Die Mehr aus BrienzVom «Fluhtunnel» beginnt ein Nadelwald bis zur nächsten Station planalp auf 1341 m.Hier füllen sich alle Dampflokomotiven mit Wasser für die Fahrt nach oben. Von planalp Die Route führt über Almwiesen bis zum Alpensattel (Tal zwischen zwei Erhebungen/Hügeln/Bergen) "Mittlesten". Im Winter 1941/42 wurde das einzige bedeutende Eisenkunstwerk, die «Kühmadbrücke», von einer Lawine mitgerissen. Bis 1962 wurde an dieser Stelle jedes Frühjahr eine Holzbrücke errichtet und im Herbst wieder abgebaut. In diesem Jahr wurde er durch einen Erd- und Steindamm ersetzt, der weniger empfindlich gegenüber Naturgewalten ist. Nach dem Damm kommt man zum «Chüemad». Hier befindet sich die 40 m lange «Chüemadgalerie», direkt gefolgt vom 92 m langen «Chüemadtunnel». Kurz darauf erreichst du die Stelle des Kreuzes Kellner Staffel (1819 m). Von hier macht der Weg eine lange Linkskurve den Berg hinauf zur 100 m langen "Schönegggalerie". Es folgen die beiden „Schöneggtunnel“ mit einer Länge von 37 und 133 m. Kurz nach Verlassen des letzten Tunnels erreicht das Gleis die Endstation auf 2244 m Rothorn Kulm.

Lokomotiven

Die BRB-Lokomotiven sind beginnend mit eins nummeriert und stammen aus vier Generationen:

  • 1891/1892 Dampflokomotive der ersten Generation
  • 1933/1936 stärkere Dampflok der zweiten Generation
  • 1973/1975 Diesellokomotiven
  • 1992/1996 Ölbefeuerte Dampflokomotiven
Ölbefeuerte Dampflokomotive H 2/3 Nr. 14
Dampflokomotive H 2/3 Nr. 3 auf dem Steck-Firmengelände in Bowil
Nein.FahrtBaujahrHerstellerBemerkungen
1(ich)Dampflokomotive, kohlebefeuert1891SLM 688H 2/3, 1940: Kesselschaden, 1961: Teilebeschaffung, Abriss
1(II)SLM 722H 2/3, ex Glion–Rochers-de-Naye (GN) 4 Zahnradbahn, ex Monte-Generoso-Bahn (MG) 7, nicht in Betrieb, ordentlich im BRB-Depot gelagert
2SLM 689H 2/3, Dampflokomotive aus den "Dampfwurstboomern" und dem exklusiven "Salon Rouge". Im Winter 2010/2011 wurde die Maschine einer Generalüberholung (R3) unterzogen
31892SLM 719H 2/3, nicht in Betrieb, ordentlich verstaut im Außenlageropslag
4SLM 720H 2/3, nicht in Betrieb, ordentlich gelagert im BRB-Depot
51891SLM 690H 2/3, 1911 ex Wengernalpbahn 1, in Betrieb (Stand Juni 2012)
61933SLM 3567H 2/3
71936SLM 3611H 2/3, derzeit nicht in Betrieb, Pfahl zusammen mit Nr. 6 geplant
8Diesel hydrostatisch1973DIY BRBHm 02.02.1995 an die Montreux-Glion-Rochers-de-Naye-Bahn (MGN) verkauft; dort als Nr. 4. 2015 weiterverkauft an Ferrovia Monte Generoso.
91975Steck/MTUhauptsächlich für Materialtransport, BRB-Traktionsanteil 1991: 70 % / 2009: 11,55 %
10
111987
12Dampflokomotive, ölbefeuert1992SLM 5456H 2/3
141996SLM 5689H 2/3
151996SLM 5690H 2/3
161992SLM 5457H 2/3, 2005 Erwerb durch die Montreux-Glion-Rochers-de-Naye-Bahn (MGN) Bahn

Nummer 13 wegen der erklärung als Unglückszahl nicht benutzt.

Der Transport erfolgt hauptsächlich mit ölbefeuerten Dampflokomotiven, da diese am wirtschaftlichsten im Betrieb sind. Die Kohlelokomotiven benötigen zusätzlich zum Lokführer einen Heizer. Bei den ölbefeuerten Dampflokomotiven gibt es keinen Heizer. Wie das Foto der technischen Datentafel an der Talstation zeigt, benötigt eine Kohlelokomotive für eine Bergfahrt 300 kg Kohle und 2000 Liter Wasser. Das Wasser kann an mehreren Stellen im Tal entnommen werden. Dies geschieht in der Regel an den drei Haltestellen.

Die moderne Dampftechnik mit Ölfeuerung wurde von der SLM entwickelt und wird nun von der Dampflokomotiv- und Maschinenfabrik (DLM) weiterentwickelt und gebaut. Die Technologie nutzt a Auto steuern möglich. Der Kessel ist isoliert und kann mit einer zusätzlichen elektrischen Vorwärmeinrichtung bei einem Kesseldruck von 10 bar unbeaufsichtigt betrieben werden. Die Maschine ist somit in 10 Minuten einsatzbereit.

Galerie

Literatur

  • Claude Jeanmarie: Mit Kohle, Dampf und Schaufelradern. Verlag für Eisenbahn- und Strassenbahnliteratur, Basel 1971
  • Claude Jeanmarie: Das Brienzer Rothorn und seine Zahnradbahn . Verlag Eisenbahn, Villigen 1992, ISBN 3-85649-081-7
  • Kaspar Vogel: Die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik 1871–1997. Minirex, Luzern 2003, ISBN 3-907014-17-0
Siehe die Kategorie Brienz Rothorn Bahn von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema.