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Carl Heymann
Carl Heymann
Carl Heymann
Geboren6. Juli1852
Verstorben6. Dezember1922
GeburtslandFlagge von Deutschland Deutschland
Beruf(e)Pianist, Klavierpädagoge, Komponist
Portal  Portalsymbol  Klassische Musik

Carl Heymann (Filehne, 6. Juli1852Haarlem, 6. Dezember1922) war ein Deutscher Klaviervirtuose, der lange Zeit in den Niederlanden blieb.[1]

Er ist Sohn von Isaac Heymann, ein Kantor preußischer Abstammung und Rebecca Göttinger. Die Familie ließ sich 1856 in Amsterdam nieder. Schwestern Louise Heymann und Sophie Heymann waren bekannte Sänger; Schwester Johanna Heymann war ein bekannter Pianist.

Seine musikalische Ausbildung erhielt er zunächst von seinem Vater und dann von Robert Collina, Gustavus Adolf Heinze und Anton Berlin. Schon früh konnte er an der Konservatorium in Köln Biene Ferdinand Hiller und Breuning. Zu dieser Zeit gab er auch Konzerte wie in Odeon am 5. September 1865, ein paar Tage später, bewertete ihn die New Israelite Weekly als "einen jugendlichen Virtuosen (Schnelligkeit, Kraft, Reinheit, Leichtigkeit)". Er spielte zu dieser Zeit auch sein eigenes Werk. Er bewies ein außergewöhnliches Talent für das Klavierspiel und würde einer der größten Pianisten werden, wurde vorhergesagt. Die Geschichte besagt, dass er einmal in der Hauptrolle gespielt hat Frankfurt am Main, wo Franz Liszt war anwesend. Er bezeichnete Heymann als "Er hat mich überlistet". Er wäre so groß wie Anton Rubinstein. Leider störten sein angeschlagener Körper, er hatte eine Nervenkrankheit oder psychische Beschwerden, seine Karrierechancen. Sein Studium musste er nach vier Jahren aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Es folgte eine Kunstreise durch Deutschland mit August Wilhelmy (1871/1872), aber auch eine Lehrtätigkeit in Berlin musste krankheitsbedingt (vorübergehend) ausgesetzt werden. Ab 1875 war er Musikdirektor in Bingen am Rhein, machte er wieder Konzertreisen und durfte unter anderem für den deutschen Kaiser spielen. Ein Landgraf von Hessen ernannte ihn zum Hofmusiker. Um 1870 gelang es ihm Joseph Rubinstein an der arbeiten DR. Hochs Konservatorium von Joachim Raffi. Die Krankheit breitete sich weiter aus, sodass kaum noch Aufführungen organisiert werden konnten. 1881/1882 veranstaltete er eine Abschiedstournee, die ihn unter anderem nach Wien, London, St. Petersburg und Prag gebracht. Dann wurde es still um den Pianisten.

Einer seiner Studenten in Frankfurt am Main war Edward MacDowell; Heymann ernannte ihn zu seinem Nachfolger an der Musikschule in Frankfurt, falls Heymann sich abmelden musste.

1973 spielte Willem Noske ein weiteres Werk von ihm in einem Programm vergessener Komponisten wie Gerrit Jan van Eijken, Frans Coenen, Daniel Long, Samuel de Lange und Charles Smulders.[2]

Eine Reihe von Kompositionen wurden von ihm veröffentlicht:

  • Drei Stucke für Pianoforte (Opus 2, Sulzer, 1871)
  • Drei Lieder (Opus 3, erschienen Schott, 1872)
  • Defilirmarsch zur Erinnering an der Feldzug 1870-1871
  • Drei Lieder (Neue Liebe, Mailid und An die blaue Himmelsdecke)
  • Klavierkonzert
  • Drei Streichquartette
  • Klavierquartett
  • Sonate für Klavier und Violine
  • Lieder
  • symphonisches Repertoire
  • Elfenspiel (Opus 7, Simrock, 1881)
  • Gondoliera (Opus 4, Sulzer, 1872)
  • Im Fruhling (Opus 5.1, Luckhardt, 1881)
  • Vier Fantasiestücke (Opus 8, Senff, 1881)
  • Mamamenschanz
  • Zum Abschied für Klavier (Lichtenberger, 1878)
  • Zwölf Lieder für dreistimmigen Frauenchor mit Clavierbegleitung (Opus 9, Peters, Leipzig)