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Conrat Meit oder Meyt (Würmer, 1470/1485 - Antwerpen, 1550/1551) war ein Bildhauer die gehörte zu den Nordische Renaissance. Er arbeitete lange Zeit in den Niederlanden, unter anderem am Hof von court Margarete von Österreich.
Leben und Arbeiten
Über Conrads Ausbildung ist wenig bekannt. Sicher ist, dass er vor 1506 am Kurfürstenhof war Friedrich III. von Sachsen "der Weise" wurde angestellt. Dann Lucas Cranach der Ältere vor Gericht in Wittenberg Meit arbeitete in seinem Atelier.
Er setzte seine künstlerische Laufbahn in Mecheln wo er zum Hofbildhauer am Hofe der Margarete von Österreich ernannt wurde. Laut Archiv arbeitete er dort von 1512 bis 1530. In ihrem Auftrag schuf Meit sein berühmtestes Werk: die monumentalen Grabdenkmäler für Margarete von Österreich selbst und ihren bereits verstorbenen Ehemann. Filibert II. von Savoyen und seine Mutter Margarete von Bourbon. Diese Denkmäler wurden in der Klosterkirche errichtet, ebenfalls im Auftrag von Margarete von Österreich, der Nikolaus von Tolentine-Kirche, im Brou, ein Vorort von Bourg-en-Bresse in der aktuellen Region Auvergne-Rhône-Alpes.
Nach Margarethas Tod arbeitete Meit zwischen 1531 und 1534 an einem monumentalen Grabmal Philibert von Chalon, Prinz von Oranien, der in der Kirche von Lons-le-Saunier musste eingerichtet werden. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen der Mutter des verstorbenen Prinzen und seinem Nachfolger René von Nassau die Arbeit wurde nie abgeschlossen. Einige der 25 Lebensgröße Skulpturen blieben eine Weile in Lons, sind aber heute bis auf eine Ausnahme spurlos verschwunden. Ein erhaltener Teil ist die schöne Porträtbüste in Weiß Carrara-Marmor von "Unserer Lieben Frau von Loreto", die heute in der Kathedrale St. Michael und St. Gudula wird in Brüssel aufbewahrt. Nach seiner Rückkehr aus Frankreich lebte und arbeitete Meit bis zu seinem Tod in Antwerpen. Er trug zur Neueinrichtung des 1533 zerstörten Feuers bei Kathedrale Unserer Lieben Frau. Die dort entstandenen Arbeiten wurden vermutlich schon während der Bilderstürmerei von 1566 verloren. In seiner Antwerpener Zeit lieferte er unter anderem ein reich modelliertes Sakrament Turm und ein Mausoleum für die Abtei Tongerlo. Diese monumentalen Werke verschwanden während der Französische Revolution.
Conrat Meit ist vor allem als Übergangsfigur zwischen spätgotischer Skulptur und Renaissance. Wie sein Zeitgenosse, der Maler Jan Gossaert, war er einer der ersten Bildhauer im Norden, der den menschlichen Akt nach klassischem Vorbild einführte. Aufgrund des kleinen Maßstabs, in dem er normalerweise arbeitete, und der verwendeten Materialien - insbesondere Holz und Alabaster - sein Werk hat jedoch nicht den heroisch-klassischen Charakter seiner italienischen Kollegen. Seine "Kleinplastiken" sind jedoch sehr wohlgeformt und wegen ihrer feinen Details und kostbaren Materialien begehrte Sammlerstücke für königliche Sammler. Künstler wie Lucas Cranach der Ältere und Albrecht Dürer haben seine Arbeit sehr geschätzt. Dürer schrieb über Meit:...gute[…] bildtschniczer mit annahmen Conrad, desgleichen ich kein gesehen hab, der dienet des kaisers reisenden, Frau Margareth. (...der gute Schnitzer namens Conrad, dem, wie ich noch nie begegnet bin, im Dienste der Kaisertochter Lady Margaret arbeitet.)
Nach seinem Tod wurde Meit sehr schnell vergessen. Dies liegt zum Teil daran, dass seine vielen kleinen Werke aus unzugänglichen königlichen Sammlungen verschwunden sind. Die monumentaleren Werke befanden sich an abgelegenen Orten (Tongerlo, Bourg-en-Bresse, Lons-le-Saunier) oder wurden früh durch Kriege und Plünderungen verloren. Als er im 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurde, passte zudem seine "internationale" Karriere nicht so gut zur damals sehr stark "nationalistisch" entwickelten Kunstgeschichtsschreibung.
Literaturverzeichnis
- Renate Eikelmann (veröffentlicht): Conrat Meit. Bild der Renaissance - „desgleichen ich wenig gesehen …“ Hirmer, München 2006, ISBN 978-3-7774-3385-1
- Joseph Duverger, Conrad Meijt, Brüssel, 1934.
- Georg Troscher: Conrat Meit von Worms. Ein Rheinischer Bildhauer der Renaissance, Urban, Freiburg im Breisgau, 1927.
- Konstanz Löwenthal: Conrat Meit. Ann Arbor (Michigan) Univ. Mikrofilme International, 1981; Originalausgabe: New York, Univ., Diss. 1976
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