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Die Blendung von Simson | ||||
| Künstler | Rembrandt van Rijn | |||
| Jahr | 1636 | |||
| Technik | Öl auf Leinen | |||
| Maße | 206 × 276 cm² | |||
| Museum | Stadelmuseum | |||
| Ort | Frankfurt am Main | |||
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Die Blendung von Simson ist ein Gemälde des niederländischen Malers Rembrandt van Rijn, eingemalt 1636, Öl auf Leinwand, 206 x 276 Zentimeter groß. Es zeigt die biblische Geschichte von der Verblendung von simson, dessen ungeheure Kraft ihm kurz zuvor durch das Schneiden seiner Haare genommen worden war.
Das Gemälde war in der Sammlung der Stadelmuseum zu Frankfurt am Main. Nach einer Spendensammlung wurde es für die damals enorme Summe von 336.000 Mark von der österreichisch Familie Schönborn.
Einige Jahre zuvor, 1629-1630, hatte Rembrandt bereits ein Gemälde zum Thema Samson und Delilah gemalt.
simson
Simson war ein biblischer Held, der in . erzählt wird Richter 13-16. Mit der Hilfe Gottes, der ihn mit enormer körperlicher Kraft ausgestattet hatte, trat er im Namen des Volkes von . auf Israel Kampf gegen die Philister. wenn Nazarit allerdings durfte er sich nicht die Haare schneiden, sonst würde er seine körperliche Kraft verlieren.
Simson ließ sich jedoch von dem listigen Philister umdrehen Deliladie ihm das Geheimnis seiner Unbesiegbarkeit stahlen. Gegen eine Gebühr verriet sie ihn an ihre Philisterfürsten. Sie wiegte ihn auf den Knien in den Schlaf und ließ ihn sich sieben Haarsträhnen aus dem Kopf rasieren, so dass er seine enorme Kraft komplett von ihm ließ. Als Simson erwachte, packten ihn die Philister, löschten ihm die Augen aus und führten ihn in die Wüste, wo sie ihn an eine Mühle banden.
Später wurde er in den Tempel von geschickt Dagan gebracht, um das Volk bei einem Opferfest zu unterhalten. Dort bat er Gott - sein Haar war inzwischen nachgewachsen -, ihm seine Kraft noch einmal zurückzugeben. Als Gott seiner Bitte entsprach, riss er die beiden Tempelpfeiler ab, an die er gebunden war, um zusammen mit Tausenden von Philistern zu sterben.
Bild
Rembrandt lässt die Komposition seiner Malerei von Figuren dominieren, die in großem Tumult übereinander taumeln. Samson ist überfordert und kämpft wie ein in die Enge getriebenes Beutetier. Der Schmerz des ausgestoßenen Auges wird durch seine krampfhaft verdrehte Haltung, das hochgezogene Bein und die krummen Zehen in seiner Agonie äußerst realistisch dargestellt. Rembrandt schildert die Szene mit einer beispiellosen brutalen Grausamkeit. Es scheint fast, als würde ihm die Vorstellung dieser körperlichen Gewalt persönliche Freude bereiten. Der Fokus liegt ganz auf Samsons Schmerz und wird in seiner Intensität durch die Reaktionen der Täter und Umstehenden verstärkt, die eine brutale Rücksichtslosigkeit ausstrahlen.
Die grundsätzlich dramatische Wirkung von Die Blendung von Simson wird noch verstärkt durch die Caravaggistic Nutzung des Lichts. Der Kontrast zwischen hellem Hintergrund links und dunklem Vordergrund wird verwendet als Metapher für Simsons Schicksal: Er stürzt buchstäblich und im übertragenen Sinne vom Licht ins Dunkel. Der Anblick, der es ihm ermöglichte, die Schönheit von Delilah zu sehen, wurde ihm für immer genommen.
Delilah wird in der Kunstgeschichte oft als Prototyp einer weiblichen List dargestellt: Sie symbolisiert die schöne Frau, die durch ihre List einen mächtigen Mann zu Fall bringt. Rembrandt zeigt sie nachdrücklich als niedere Frau, mit der Schere in der einen Hand und Samsons Locken in der anderen, die sie gegen das Licht hält. Sie betrachtet seine Demütigung mit einem triumphierenden Blick. Er ist machtlos, Opfer seiner sexuellen Triebe.
Letzteres weist auch auf die moralische Botschaft des Gemäldes hin, die Rembrandt möglicherweise aus dem Mythos von Tityus der in der Hades wurde als Strafe für seine ungezügelte Lust gefoltert[1], welche Geschichte er aus der Arbeit von . kannte Karl von Mander[2].
Angebot an Huygens
Constantine Huygens war Sekretär des Stadthalters Friedrich Heinrich und bei seinen Kunstkäufen vermittelt. In den 1630er Jahren empfahl er den Oranien mehrere Werke des noch jungen Rembrandts als solche und betrachtete ihn mehr oder weniger als seinen Entdecker und Schützling. 1639 schenkte Rembrandt Huygens eine Leinwand, die angesichts der im Angebotsschreiben angegebenen Maße mit ziemlicher Sicherheit Die Blendung von Simson muss gewesen sein. Eine häufig gestellte Frage ist, ob Huygens das Gemälde akzeptiert hat. Im Wesentlichen gibt es zwei Anhaltspunkte dafür, dass dies nicht der Fall war: Zunächst gibt Rembrandt in seiner Korrespondenz an, dass er wusste, dass er die Leinwand gegen Huygens' Willen schickte. Eine weitere Kontraindikation ist, dass das Gemälde in den zahlreichen zeitgenössischen Quellen um Huygens nicht auftaucht. Darüber hinaus wurde vermutet, dass Huygens das Geschenk nicht annehmen wollte, weil er möglicherweise befürchtete, dass Rembrandt für ein so wertvolles Gemälde eine finanzielle Rendite erwartete, oder weil er sich nicht verpflichtet fühlen wollte, Rembrandts Karriere weiter voranzutreiben.[3]
Literatur und Quelle
- Duncan Bullet al.: Rembrandt - Caravaggio. Waanders Verlag, Zwolle/Rijksmuseum Amsterdam, 2006. ISBN 90-400-9129-3
Externe Links
- (und) Rembrandt und Delilah
- (und) Samson und Delilah in der Kunst
- (das) Das Gemälde auf der Website des Städelmuseums