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De drie bruiden
Die drei Bräute
Die drei Bräute
KünstlerJan Toorop
Jahr1893
TechnikKreide, Bleistift und Kohle auf Papier
Maße78 × 98 cm
MuseumKröller-Müller-Museum
OrtOtterlo
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Die drei Bräute ist ein Zeichnung des Niederländisch Maler Jan Toorop, Hergestellt in 1893, Kreide, Bleistift und Kohle auf Papier, 78 x 98 Zentimeter groß. Es ist eine Darstellung von drei Bräuten, die verschiedene Aspekte der Frau repräsentieren und gilt als eine der ersten echten[1]Symbolist Arbeit in der niederländischen Malerei. Unverkennbar ist auch der Einfluss der aufstrebenden Jugendstil und Jugendstil. 1893 wurde die Zeichnung im Nederlandsche Etsclub ausgestellt und von der Kunsthandlung Van Wisselingh erworben. Helene Kröller-Müller kaufte es 1919 bei einer Auktion und es befindet sich immer noch in der Sammlung des Kröller-Müller-Museum zu Otterlo.

Kontext

In den 1890er Jahren war Jan Toorop einer der ersten Maler in den Niederlanden, der sich eindeutig für die damals aufkommende Malereibewegung entschied. Symbolismus, teilweise unter dem Einfluss seiner Kontakte mit dem Belgier Gesellschaft Les Vingt verbundene Maler wie Fernand Khnopff und James Ensor. Der Dualismus zwischen den Geschlechtern war für ihn ein zentrales Thema. Das neoplatonisch Im 19. Jahrhundert fanden Ansichten über den Gegensatz zwischen Männern und Frauen durch die philosophischen Theorien der Nietzsche. Im Allgemeinen galt der Mensch sowohl in der Kunst als auch im gesellschaftlichen Leben als schöpferische Kraft. Emotional galt der Mann jedoch als weniger entwickelt und brauchte die Frau, auch wenn Muse, besonders als er Künstler war. Die Frau sollte diejenige sein, die aus reinem Denken und Sanftmut eher zur Vergeistigung gelangen könnte, so der Gedanke. Aufgrund ihrer Stellung hatte sie aber auch eine gewisse Macht und war für den Mann ebenso gefährlich.

Toorop wurde von solchen Ideen beeinflusst und fügte durch sein besonderes Frauenbild der bildenden Kunst in den Niederlanden der fin de siecle. Die drei Bräute ist ein typisches Beispiel dafür.

Bild

Toorop und seine Tochter Charley posieren bei Die drei Bräute, 1895.

Die drei Bräute fällt sofort durch seinen begrenzten Farbton auf: Die verschiedenen Elemente werden nur durch Weißtöne, mattes Schwarz und verschiedene Rostbrauntöne kombiniert. Die Szene ist stark symmetrisch aufgebaut, fast wie die Choreographie einer Ballettszene: Die drei weiblichen Protagonisten sind gleichmäßig in der Mittelebene verteilt, umgeben von einer großen Gruppe halbnackter Nymphewie Frauen. Links sehen wir ein paar Nonnen. Im Hintergrund eine Reihe von Figuren, die in identischer, sich wiederholender Form, wie Holzschnitte, fast hypnotisch wirkend ausgearbeitet sind.

Das mystische Thema der Braut war in der Malerei um 1900 sehr beliebt. Toorop zeigt drei, alle gekleidet in ein stark beleuchtetes weißes Gewand, aber jede mit einer ganz anderen Symbolik: Die Braut links, ordentlich gekleidet, hat ein unschuldiges, fast frommes, aber auch etwas ängstliches Aussehen; die mittlere Braut, halbnackt (und daher verletzlich) unter einem durchscheinenden Schleier, ist gekrönt und bereit für die Ehe; die Braut rechts sieht fast dämonisch aus und hat etwas Schreckliches. Für Toorop symbolisieren sie jeweils einen Aspekt der Weiblichkeit, wie er auch in und um die Ehe zum Ausdruck kommt.

Das Werk ist auch vollgepackt mit anderen symbolischen Motiven[2]: die weiße Blüte in der Mitte vorne (Fruchtbarkeit), Glocken, aus denen und in die die Zöpfe der Nymphen fließen, sich nach oben windende Rauchfahnen, gekreuzte Hände, Nonnen, die ihre Augen schützen, die Rosen (Reinheit), die Lilien ( Jungfräulichkeit, Madonna) usw. . Dennoch scheint der dekorative Aspekt manchmal über der Symbolik zu siegen, besonders in den vielen Wiederholungen, der detaillierten Ausarbeitung und fließenden, anmutigen Linien. Sie erzeugen eine zusätzliche Spannung zwischen den drei Bräuten, sowohl Bindung als auch Abstoßung, und rufen eine Andeutung von Geruch und Klang sowie eine Verbindung mit höheren Mächten hervor.

Vorläufige Studien

Literatur und Quellen

  • Paul Begheyn, Ruud Priem und andere: Jan Toorop studiert. Essays über seine Arbeit und Korrespondenz in der Sammlung des Museum Het Valkhof. Waanders Verlag Zwolle in Zusammenarbeit mit Museum Het Valkhof Nijmegen, 2009. ISBN 9789040084485

Externe Links

Nüsse

  1. In dem Sinne, dass es als Teil des Stroms der Symbolismus wie am Ende des neunzehnten Jahrhunderts.
  2. Übrigens ist es fast unmöglich, alle Motive in Toorops Werk zu interpretieren, nicht nur in Die drei Bräute aber in seinem gesamten uvre, zumal er zeitlebens kaum Erklärungen dazu abgegeben hat.