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von dir selbst | ||||
Die Band der Band von dir selbst (1906) | ||||
| Genre | LGBT | |||
| Zielpublikum) | Homosexuelle | |||
| Frequenz | Variierend | |||
| Auflage | Vermutlich 1500 | |||
| Erste Ausgabe | 1896 | |||
| Neueste Ausgabe | 1932 | |||
| Nationen) | ||||
| Sprache | Deutsche | |||
| Verlag) | Adolf Brand | |||
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von dir selbst war einer der ersten schwule Zeitschriften in der Welt und wurde 1896 zu 1932 herausgegeben von Adolf Brand im Berlin. Selbst getragene Marke Poesie und Artikel Biene. Weitere Mitarbeiter waren neben zahlreichen weniger bekannten und pseudonymen Autoren der Biologe und Philosoph Benedikt Friedländer, der Philosoph Theodor Lessing, Der Doktor Ernst Burchard und die Schriftsteller Edward Bertzo, Hanns Heinz Ewers, Georges Eekhoud, Kurt Hiller, Elisar von Kupffer, Erich Muhsam, John Henry Mackay, Klaus Mann und Thomas Mann. Fotos wurden aufgenommen von Wilhelm von Gloeden und Adolf Brand selbst, und in den Anfangsjahren Zeichnungen von fidus und Sascha Schneider. Das Magazin hatte vermutlich durchschnittlich 1500 Abonnenten pro Ausgabe, genaue Zahlen gibt es aber nicht. Die Untertitel waren Monatsschrift für Kunst und Leben (1896-'99), Zeitschrift für Freundschaft und Freiheit (1919) und Ein Blatt für männliche Kultur (1920-1931). von dir selbst bestand aus kulturellem, künstlerischem und politischem Material und das Magazin enthielt unter anderem: Poesie, Prosa, Aktfotografie, politisch Manifest und aktuelle Angelegenheiten.
Geschichte
Der Titel des Magazins, von dir selbst, ist der Klassik entlehnt Anarchist Arbeit Der Einzige und sein Eigentum (1844) von Max Stirner. In den ersten Jahren folgte das Magazin unter anderem der Philosophie Stirners Anarchist Ideologien. Im ersten Jahrzehnt lag der Schwerpunkt auf Literatur, Philosophie und bildender Kunst.
In dem zwanziger Jahre jedoch verschlechterte sich das Magazin und unterstützte die liberale Demokratie des Weimarer Republik und auch die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Während dieser Zeit wurden viele Kommentare zu den Nachrichten und aktuellen Ereignissen veröffentlicht. Adolf Brand widersetzte sich stark den Theorien von Magnus Hirschfeld, der Homosexualität salonfähig machen wollte, indem er die Veranlagung als „drittes Geschlecht“, eine Zwischenform zwischen männlich und weiblich, darstellte. Brand sah in dem Homosexuellen eine ausgesprochene männliche Figur. Eine berüchtigte Punktzahl von von dir selbst wurde aus diesem Anlass umbenannt diese Tante (Band 10, Nr. 9, 1925). Darin Hirschfeld und seine Wissenschaftlich-humanitäres Komitee hart angegriffen, sowohl mit Artikeln als auch mit einer giftigen Karikatur.
Adolf Brand musste regelmäßig gegen die Deutschen kämpfen Zensur. 1903 wurde eine Klage gegen . eingereicht von dir selbst zur Veröffentlichung des Gedichts eingereicht Die Freundschaft.[1] Die Klage wurde jedoch von Redakteur Brand gewonnen, da sich herausstellte, dass das Gedicht von . geschrieben wurde Friedrich Schiller. Aber auch mit gewalttätigen Kampagnen suchte Brand Öffentlichkeit. Zum Beispiel bedrohte er einen Abgeordneten mit einer Hundepeitsche und begann als Reaktion auf die Harden-Eulenburg-Affäre eine Polemik gegen KanzlerBernhard von Bülow, die er mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten bezahlen musste. Auch Abonnenten und Finanziers kehrten Adolf Brand und seiner Zeitschrift den Rücken. Es ist daher nicht verwunderlich, dass von dir selbst erschien sehr unregelmäßig: April 1896 bis Januar 1900, Januar bis Juli 1903; 1905 erschien nur die erste Hälfte des 5. Bandes und 1906 nur der 6. Band in einem Band. In der Zeit nach seiner Haftstrafe war Brand mit anderen Aktivitäten beschäftigt, darunter Fotografie und Belletristik. Erst am 15. November 1919 wurde die Zeitschrift mit Band 7 zunächst als Wochenschrift, ab 1921 wieder als Monatsschrift wieder aufgenommen. Auch die zwanziger Jahre zeigen eine chaotische Nummerierung: Die letzte Ausgabe erschien 1932 mit Band 13, Nummer 9. Aus dem Zeitraum 1921-1932 sind 47 Monatsnummern bekannt.
1933, als Adolf Hitler an die Macht kam, das Haus von Adolf Brand wurde durchsucht und alle Materialien für die Herausgabe von von dir selbst beschlagnahmt und Ernst Röhm gegeben.

von dir selbst, erste Ausgabe vom März 1896. Volltext. Sammlung IHLIA LGBT-Erbe.

Porträt von Adolf Brand nach einem Stich von Arnold Siegfried. von von dir selbst voll. 7 (1924)
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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