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Dicyandiamid | ||||
| Strukturformel und Molekülmodell | ||||
Dicyandiamid | ||||
| Allgemeines | ||||
| Molekularformel | C2huh4Nein4 | |||
| IUPAC-Name | Dicyandiamid | |||
| Andere Namen | Cyanoguanidin; DCD; DCDA | |||
| Molmasse | 84,08 G/Maulwurf | |||
| CAS-Nummer | 461-58-5 | |||
| EG-Nummer | 207-312-8 | |||
| PubChem | 10005 | |||
| Beschreibung | weißes kristallines Pulver | |||
| Physikalische Eigenschaften | ||||
| Aggregatzustand | Fest | |||
| Farbe | Weiß | |||
| Dichte | 1,4 g/cm³ | |||
| Schmelzpunkt | 211 °C | |||
| Löslichkeit im Wasser | 41,3 g/l | |||
| Log(pau) | −1,5 | |||
| Wenn nicht anders angegeben normale Bedingungen gebraucht (298.15k oder 25 °C, 1 Bar). | ||||
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Dicyandiamid oder Cyanoguanidin ist ein weißes kristallines Pulver. Es ist ein Amin, abgeleitet von Guanidin. Das ist es auch dimer von Cyanamidaus dem es zubereitet werden kann.
Die weltweite Produktion von Cyanoguanidin im Jahr 2002 wird auf 40.000 Tonnen geschätzt[1].
Eigenschaften
Beim Erhitzen zersetzt sich der Stoff und bildet unter anderem giftige Gase Ammoniak.
Der Stoff reagiert heftig mit starken Oxidationsmitteln, wie z Ammoniumnitrat, mit Brand- oder Explosionsgefahr.
Anwendungen
- Im Dünger: Beim Einsatz von Kalkdünger entsteht im Boden Dicyandiamid (Calciumcyanamid). Dabei entsteht im Boden freies Cyanamid, das teilweise zu Dicyandiamid weiterreagiert. Dies verlangsamt die Nitrifikation durch NitrosomonasBodenbakterien von Ammoniumverbindungen bis zu Pflanzenschädlingen Nitrit. Das Dicyandiamid wird im Boden selbst abgebaut in Harnstoff[2].
- In der Vergangenheit wurde Dicyandiamid zusammen mit starken Oxidationsmitteln als Sprengstoff verwendet.
- Es ist ein Baustein bei der Synthese von Kunststoffen, Düngemitteln, Pharmazeutika und anderen technischen Chemikalien.
- Die heftige Reaktion mit starken Oxidationsmitteln findet paradoxerweise auch bei Feuerlöschanlagen als Alternative zu Halone. Ein Beispiel ist es Statistik-X System der amerikanischen Firma Fireaway LLC[3]. Diese besteht aus einer feinen Mischung von Kaliumnitrat und Dicyandiamid, zusammen mit einem oder mehreren anderen Hilfsstoffen in einem Edelstahlbehälter gepresst. Wenn der Behälter zu Beginn eines Brandes aktiviert wird, wird das Gemisch freigesetzt und entzündet, wodurch ein feines Aerosol wird aus Feststoffpartikeln sowie Inertgasen (Stickoxiden, Kohlendioxid) gebildet. Sowohl diese Gase als auch das Aerosol helfen, das Feuer zu löschen. Das freie Kaliumradikale im Aerosol reagieren Partikel mit den freien Radikalen im Feuer zu stabilen Verbindungen und unterbrechen so die Kettenreaktion, die das Feuer eigentlich ist. Bei dem Additiv handelt es sich um ein „Kältemittel“, das die Verbrennungstemperatur des Gemisches möglichst niedrig halten soll. Das System ist in festen Containern zum Schutz von Räumen oder Objekten vor Feuer sowie in kleinen tragbaren Kapseln („First Responder“) erhältlich, die die Feuerwehr in einen brennenden Raum werfen kann, um mehr Zeit für die Evakuierung oder die Versorgung mit anderen zu haben Löschmittel zu erhalten. Das System produziert keine giftigen Stoffe in schädlichen Konzentrationen, verbraucht keinen zusätzlichen Sauerstoff und verursacht keine zusätzlichen Schäden in den Räumen, in denen er freigesetzt wird[4].
Externe Links
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |