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Edmond Deman

Edmond Deman (1857-1918) war ein Brüsseler Verleger französischsprachiger Werke und Kunstreproduktionen.

Dreifachporträt mit Edmond Deman (links), Léon Spilliaert (Mitte) und Emile Verhaeren (rechts) (1908)
Brief von Léon Spilliaert an Edmond Deman (18. Januar 1904)

Gemeinsam mit den Verlagen Paul Lacombiez und Sylvie Monnom er war der Hauptverleger der belgischen Literatur. Auch beim Layout dieser Publikationen wurde mit einer sorgfältigen Typografie und Illustrationen einer Reihe junger Künstler nach einer Neuerung gesucht. Diese enthielten Fernand Khnopff, Theo Van Rysselberghe, Felicien Rops, George Minne, Georges Lemmen und Charles Doudelet. Deman machte sich in bibliophilen Kreisen schnell einen Namen und der französische Schriftsteller konnte was Stephane Mallarme, auf Anregung von Emile Verhaeren, seine "Les Poèmes d'Edgar Poe" von ihm 1888 als Luxusausgabe herausgeben zu lassen. Deman hatte kurz zuvor "Les Soirs" veröffentlicht, eine Gedichtsammlung von Verhaeren.

Deman war der Hauptherausgeber des belgischen Symbolisten. Diese literarische Richtung war in Belgien ab den 1880er Jahren in vollem Gange, seit den 1890er Jahren arbeitete er eng mit der Literaturzeitschrift "Le Réveil" zusammen. Deman veröffentlichte unter anderem die Reihe "Collection du Réveil", in der "Les Villages Illusoires" von Emile Verhaeren und "Trois petites drames pour marionettes" von Maurice Maeterlinck wurden aufgezeichnet. Der Erlös wurde zwischen "Le Réveil" und Deman aufgeteilt.

Edmond Deman hat auch Arbeiten von Gustave Kahn und Fernand Crommelynck problematisch. Seit 1902 engagiert er sich als Schriftsteller und Maler Leon Spilliaert, deren Arbeit von vielen als zu depressiv empfunden wurde. In den Jahren 1903 und 1904 war Spilliaert bei Deman angestellt, über den er sich mit Émile Verhaeren anfreundete. Auch Edmond Demans Künstler gehörten zum Kreis der James Ensor, Georges Lemmen, Fernand Khnopff und Theo Van Rysselberghe.

Deman hat auch eine Reihe von nummerierten Büchern und Ausgaben aus seinem persönlichen Besitz von einigen Künstlern illustrieren lassen. Eine solche Anfrage wurde von diesen Künstlern wegen zu wenig Zeit, Inspiration oder Affinität zur Geschichte oder zum Text nicht immer begeistert aufgenommen. Solche außergewöhnlichen Drucke mit erhabenen Zeichnungen sind heute ein begehrtes Sammlerstück und wurden erst in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt.

Zwischen 1880 und 1912 veröffentlichte Deman 54 Bücher und fünf Alben mit Stichen und Lithographien.

Eine seiner Töchter, Gabrielle DemanSie war die erste weiße Frau, die überquerte Freistaat Kongo. Ihre jüngere Schwester Paule Deman hatte eine turbulente Beziehung zu Léon Spilliart und wurde Malerin.[1]