WikiDer > Frans Casper Snitger
Frans Casper Snitger (Alkmaar, 12. November1724 - Groningen, 12. November1799) war ein Holländer Orgelbauer die hauptsächlich aktiv war in Groningen, aber auch in Friesland, Drenthe, Overijssel und Holland. Er hat beides gebaut Kirchenorgeln auch Sekretariatsorgane in der norddeutschen Orgelbautradition.
Biografie
Frans Casper Snitger wurde 1724 in Alkmaar als Sohn des Orgelbauers geboren Franz Caspar Schnitger (1693-1729) und Anna Margaretha Debberts (1693-1761). Er war ein Enkel des berühmten Orgelbauers Arp Schnitger. Als Franz Caspar Schnitger 1729 bei der Arbeit an der Orgel der Martinikerk van Groningen, fragte seine Witwe den Orgelbauer Albertus Antoni Hinszo (1704-1785), ob er die Arbeit übernehmen würde. 1732 heiratete sie Hinsz und machte Frans Casper zu seinem Stiefsohn.
Als Hinsz älter wurde und sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, übernahm Snitger hauptsächlich Wartungsaufgaben von ihm. Snitger hat im Namen seines Stiefvaters nie Verträge über den Neu- oder Umbau von Orgeln unterschrieben. Snitger bekam auch nicht die tägliche Leitung des Baus des Instruments in Outhuizermeeden (1780-1785), aber Hinsz' Vorarbeiter Matthijs Hansen Harddorff (1747-1802). Es gibt ein nicht zu lobendes Statement von Jacob Wilhelm Lustig (1706-1796), Organist der Martinikerk in Groningen, bekannt über Snitger. Wenn das Organ von Auszug nach Abschluss einer Renovierung durch die Firma Hinsz im Jahr 1785 – ein Projekt, an dem Lustig als Berater beteiligt war – forderte der Organist der Stadt Groningen in einem ausführlichen Schreiben die Kirchenvorsteher auf, das Instrument künftig jährlich warten zu lassen und durch eine Orgel abzustimmen Baumeister. Allerdings hat er dafür nicht Snitger nominiert, sondern Hinsz' ehemaligen Mitarbeiter Heinrich Hermann Freytag:
Die renovierte Orgel muss auf jeden Fall in einer jährlichen Auktion ausgeschrieben werden, empfehlen Sie daher unter Ausschluss des guten Halses F.C. Snitger, Monsr: H.H. Nur Freitag; eine Person mit einzigartigen Fähigkeiten, die die Fürsprache anderer verdient.
Bis 1785 lag die Bedeutung von Snitger im Orgelbau von Hinsz vor allem in der Instandhaltung. Vor allem nach 1780 stimmte Snitger viele Orgeln und erhielt dafür die Beträge. Als Hinsz starb, stand Snitger plötzlich vor der mühsamen Aufgabe, ein eigenes Geschäft zu führen. Er tat alles, um die umfangreiche Kundschaft seines Stiefvaters intakt zu halten, aber er war nur teilweise erfolgreich. Außerdem war Snitger bereits sechzig Jahre alt und unverheiratet geblieben. Er ging deshalb eine Partnerschaft mit dem viel jüngeren Freytag ein, ab 1788 begegnen wir Snitger fast ausnahmslos als Orgelstimmer und Unterhaltsgeldempfänger.
Snitger war genau wie seine Eltern und Großeltern Lutheraner angehoben. Er ging zur Kirche in die Evangelisch-Lutherische Kirche von Groningen und hatte dort seit 1784 eine eigene Kirche Grabgewölbe. Außerdem mietete er jedes Jahr einen Kirchenplatz für 2 Gulden und 10 Stuiver. Hinsz tat das auch jahrelang, allerdings kostete sein Sitz 3 Gulden im Jahr. Bezeichnend ist, dass Snitger 1785 als neuer Besitzer der Orgelfabrik den Sitz von Hinsz in der Kirche nicht übernahm. Der Sitz von Hinsz wurde innerhalb eines Monats nach seinem Tod nach Freytag verlegt.
Snitger lebte in der Harderingestraat in Groningen, direkt neben dem Kirchengebäude der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde und der Werkstatt von Hinsz. Das Anwesen war im Besitz der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Snitger lebte bis zu seinem Lebensende in diesem Haus. Snitger wurde am 18. November 1799 auf dem Grabplatz Nummer 53 der Evangelisch-Lutherischen Kirche beigesetzt.
Organe
Von Snitger & Freytag sind die Orgeln folgender Kirchen bekannt:
| Jahr | Platz | Kirche | Statue | Anleitungen | registriert | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1785 | Groningen | Groninger Baptistenkirche | ich/p | 8 | Neubau, H. H. Freytag und F.C. snitger | |
| 1785–1786 | Godlinze | Pankratiuskirche | Renovierung, H. H. Freytag und F.C. snitger | |||
| 1786 | Kämpfen | Äußere Kirche | reparieren, H. H. Freytag und F.C. snitger | |||
| 1786 | Zwolle | Evangelisch-Lutherische Kirche | reparieren, H. H. Freytag und F.C. snitger | |||
| 1787 und 1805 | Zwolle | Große oder St. Michaelskirche | IV/P | 64 | reparieren, H. H. Freytag und F.C. Snitger / Reparatur, H.H. Freytag | |
| 1788 | sich beteiligen | Reformierte Kirche Meeden | reparieren, H. H. Freytag und F.C. snitger | |||
| 1788–1789 | Kämpfen | Oberkirche | III/P | 46 | Verlängerung mit Pedal und Brustwerk, H.H. Freytag und F.C. snitger | |
| 1790–1792 | 't Zandt | Kirche 't Zandt | II/p | 12 | Bekehrung, S.H. Freytag und F.C. snitger | |
| 1790–1792 | Bierum | Sebastianskirche | ich/p | 10 | Neubau, H. H. Freytag und F.C. snitger | |
| 1791 | See | Mennonitische Kirche | Platzierung der bestehenden Kabinettorgel, H.H. Freytag und F.C. snitger | |||
| 1792–1793 | Zuidhorn | reformierte Kirche | ich/p | 12 | Neubau, H. H. Freytag und F.C. snitger | |
| 1792 | Kämpfen | Wallonische Kirche | reparieren, H. H. Freytag und F.C. snitger | |||
| 1793 | Ezinge | Kirche von Ezinge | ich/p | Platzierung der alten Orgel, H.H. Freytag und F.C. snitger | ||
| 1793 | Groningen | Martinikerk | III/P | 47 | reparieren, H. H. Freytag und F.C. snitger | |
| 1793 | Roden | Katharinenkirche | reparieren, H. H. Freytag und F.C. snitger | |||
| 1794 | Leens | Peterskirche | reparieren, H. H. Freytag und F.C. snitger | |||
| 1793–1795 | Zuidbroek | Peterskirche | II/P | 28 | Neubau, H. H. Freytag und F.C. snitger | |
| 1796–1798 | Bellingwolde | Magnuskirche | II/p | 17 | Neubau, H. H. Freytag und F.C. snitger | |
| 1796 | Outhuizermeeden | St. Mary `s Kirche | reparieren, H. H. Freytag und F.C. snitger | |||
| 1798–1799 | Enkhuizen | Zuiderkerk | II/P | 20 | Neubau der Rückseite, Umbau des Hauptwerks, H.H. Freytag |
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|