WikiDer > Franz Koenigs

Franz Koenigs
Franz Koenigs gemalt von seinem Schwiegervater Leopold von Kalckreuth (1855–1928)

Franz Wilhelm Koenigs (Kierberg (in der Nähe von Brühl), 3. September1881Köln, 6. Mai1941) war ein deutscher Geschäftsmann und Kunstsammler der sich mit seiner Familie in den Niederlanden niederließ und Koenigs-Kollektion Konfiguration.

Biografie

Koenigs' Haus in Haarlem (Foto von 1978)

Franz Koenigs wurde in Deutschland geboren in eine wohlhabende römisch-katholische Familie von Rheinisch Textilhersteller und Bankiers. 1914 heiratete er Anna von Kalckreuth, Tochter des deutschen Malers Leopold Graf von Kalckreuth.[1] Mit ihr hatte er drei Söhne und zwei Töchter.

1922 ließ er sich mit seiner Familie in den Niederlanden nieder. Nach dem Frieden von Versailles Bis 1919 mussten sich deutsche Unternehmen mit allen möglichen Beschränkungen des Handels mit Frankreich und Großbritannien das galt nicht für den Handel mit und über die Erster Weltkrieg neutrale Niederlande. 1920 gründeten Koenigs und sein belgischer Cousin Rhodius Amsterdam das N.V. Rhodius Koenigs Handelsgesellschaft um diese Handelsbeschränkungen zu umgehen. Das Unternehmen fungierte hauptsächlich als Kreditinstitut für die deutsche Industrie. Koenigs wurde Direktor dieser Firma.

1923 zog die Familie nach Haarlem und beteiligt Florapark 8[2]. Hier sammelte Koenigs eine umfangreiche Kunstsammlung, die hauptsächlich aus Zeichnungen von alte Meister: das Koenigs-Sammlung. Ab 1933 wurde ein Teil dieser Sammlung in Ausstellungen im Museum Boijmans in Rotterdam ausgestellt[2].

Nach dem Börsencrash von 1929 und die folgende Weltwirtschaftskrise am anfang des die 30er Koenigs geriet in finanzielle Schwierigkeiten. Unter dem Druck eines drohenden Konkurses beschloss er 1933, Geld bei der Siegfried Kramarsky geführte Bank Lisser & Rosenkranz[3]. Dafür wurde die Kunstsammlung 1935 verpfändet, wobei Koenigs eine Leihgabe an das Boymans Museum (derzeit Museum Boijmans Van Beuningen) wurde gegeben.

Das Darlehen von 1,3 Millionen Gulden trat am 5. Juni 1935 in Kraft und war 5 Jahre gültig. Am 9. Februar 1939 erhielten Koenigs und seine Familie die niederländische Staatsangehörigkeit. Versuche des in Deutschland geborenen Juden Kramarsky, sich als niederländischer Staatsbürger einzubürgern, scheiterten jedoch und am 1. September 1939 floh Kramarsky mit seiner Familie in die Vereinigte Staaten. Am 2. April 1940 haben die Aktionäre von Lisser & Rosenkranz weitergehen zum Liquidation von der Bank, woraufhin die Sammlung zum Verkauf angeboten und von Van Beuningen gekauft und dem Museum Boijmans geschenkt wurde. Einige wurden im Januar 1941 an Nazi-Deutschland verkauft.

Krieg und Tod

Kurz nach der deutschen Invasion der Niederlande wurde Koenigs festgenommen und mehrere Tage zum Verhör festgehalten. Auf Druck von Helmut Wohltat Beauftragter für De Nederlandsche Bankschied Koenigs aus dem Vorstand der Rhodius Koenigs Trading Company aus, wo er weiterhin Mitglied des Aufsichtsrats bleiben durfte. Trotz seiner Abneigung dagegen Nationalsozialismus dennoch trieb er Handel mit Nazi-Deutschland weiter und bekleidete Aufsichtsratsmandate bei Krupp und Bayer. Er starb am 6. Mai 1941, als er auf dem Kölner Bahnhof zwischen Zug und Bahnsteig landete. Gerüchte, dass es sich um Mord oder Selbstmord handelte, wurden nie bewiesen.