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Frits Gaillard
Frits Gaillard
Frits Gaillard
Vollständiger NameFrederick William Gaillard
Geboren12. Dezember1875
Verstorben11. Oktober1939
GeburtslandFlagge der Niederlande Die Niederlande
Beruf(e)Cellist
Portal  Portalsymbol  Klassische Musik

Frederick William (Frits) Gaillard (Den Haag, 12. Dezember1875Los Angeles, 11. Oktober1939) war ein Holländer Cellist.

Er war der Sohn des Klavierstimmers Cornelis Gaillard und Maria Louisa Elisabeth Jambroes. Er heiratete Alida Johanna Peijra. Tochter Alida/Ali Gaillard (geboren 1897) war Pianistin. Eine weitere Tochter Frederika Wilhelmina (Willy) Gaillard (geb. 1898) war Geigerin und verheiratete Geigerin Godfried Devreeseihr Sohn war Zoon Frederik Devreese, Komponist und Dirigent. Der Name Frits Gaillard lebte in der Person seines Sohnes Frederik Andreas Gaillard (gest. 1991), ebenfalls Cellist und Dirigent vom Kammerorchester Ars Nova et Antiqua in Den Haag.

Seine Musikausbildung erhielt er an der Königliches Konservatorium von Den Haag, er bekam Cellounterricht bei Joseph Giese. Dann begann er eine Reihe von Solokonzerten, die ihn von England bis um Lettland. Er war auch Solocellist der Palastorchester (Palast der Industrie) von Johannes Meinardus Coenen und bekleidete diese Position ab 1905 auch in der Concertgebouw-Orchester, als er dort mehrere Jahre spielte. Er würde 62 Solokonzerte mit dem Orchester geben (sie kennen ihn als Frits Willem Gaillard). Von der Saison 1910-1911 bis einschließlich 1918/1919 war er Lehrer an der Wintergarten in Den Haag, spielte aber bis etwa 1922 in Amsterdam. Er spielte mit Christian Timmner/Louis Zimmermann, Johan Herbschleb und Herman Meerloo/Jan Tak auch im Concertgebouw Quartett. Er ging zuerst zu Düsseldorf und dann in die USA. Ab 1923 spielte er in der Los Angeles Philharmoniker und ging 1938 in den Ruhestand. Er gab die amerikanische Erstaufführung des Cellokonzerts von in Los Angeles Eugen d'Albert, die er bereits 1904 in den Niederlanden gespielt hatte.

Frits Gaillard ist in Cellokreisen vor allem durch seine Angaben zu Aufführungen der Sechste Suite für Cello ohne Begleitung von Johann Sebastian Bach. Diese Suite wurde vermutlich von Bach für die fünfsaitige Viola pomposa (große Bratsche) komponiert, wo die Akkorde relativ leicht waren, während sie auf dem modernen viersaitigen Cello schwer zu spielen sind.[1]