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Das Genk Schule ist ein Überbegriff für eine Reihe von Künstlern, die bzw. für eine Malerei aus der zweiten Hälfte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die malerische ländliche Ecken der BelgierGenk (dann noch Genck geschrieben) und Umgebung.
Unter den Künstlern, die Landschaftsmalerei es gab keine strukturierte Verbindung über eine Künstlervereinigung und tatsächlich bezieht sich der Begriff nur auf den mit Genk verbundenen Teil ihres ouvres.
Neben dem malerischen Dorfkern von Genk mit neugotische Kirche, war vor allem die umliegende Landschaft und dann weitgehend menschenleere, karge Umlandheide, die die Künstler in die Limburger Kempen brachte: Gelees, Houthalen, Kelchterhöfe, Stabhuf, Zutendaal, auffrischen, Asche, geradeaus…
Künstler kamen nach Genk, und bei der nächsten Gelegenheit brachten sie wiederum andere mit. Das Hôtel de la Cloche war die beliebteste Residenz der Landschaftsmaler. Ab den 1840er Jahren entstand das Hotel aus einer kleinen Herberge des ehemaligen Bürgermeisters Remans. Der Name und Ruhm des Hotels wird durch einen faszinierenden Artikel bestätigt, der article Oktave Maus 1890 nach dem Tod des Direktors Jean Gilkens dem Hotel gewidmet. Dieser Artikel von L'Art Moderne listet eine Reihe von Künstlern auf, die zwischen 1870 und 1880 in Genk tätig waren und die die größten Namen in der Geschichte der belgischen Landschaftsmalerei sind. Später, ab den 1890er Jahren, Hôtel des Artistes, geführt von Emile Van Doren und seine Frau und seine Tochter, ein furchtbarer Konkurrent des Hôtel de la Cloche. Neben diesen beiden berühmtesten Hotels waren mehrere kleine Hotels und Unterkünfte über das kleine Zentrum des Kempendorp, das damals Genk war, verteilt.
Edmond Tschaggeny war einer der ersten Künstler, die Genk besuchten. Zu seinen Skizzen gehören Zeichnungen aus dem Jahr 1846. Zwischen 1854 und 1859 kehrte er auch einige Male zurück François Roffiaen entdeckte die Limburger Kempen sehr früh und stieg in den 1850er Jahren in das abgelegene Kempener Bauerndorf ab. Dies macht Genk zu einem der frühesten bekannten Künstlerdörfer des Landes, zusammen mit unter anderem Tervuren wo die Pleinairisten ihre Staffeleien benutzen en plein air gepflanzt.
Wichtige Förderer für die Genker Landschaft waren: Evariste Zimmermann und Joseph Coosemans die von ihrer Position an der Lütticher Akademie bzw. der Hochschule für Bildende Künste in Antwerpen ihre Schüler ins unberührte Genk schickten.
Das internationale Interesse an Genk begann bald, mit Jules Breton (1827-1906) als einer der ersten ausländischen Besucher im Jahr 1859, gefolgt von Elinor Barnard (1872-1949), Henry Taylor Wyse (1870-1951) und James Riddel (1857-1928).
Es sind mehr als zweihundertfünfzig Künstler bekannt, die in der Zeit von 1840 bis 1940 in Genk tätig waren und daher als Teil der Genker Schule gelten. Zu den bekanntesten gehören Louis Dubois, Louis Artano, Theodore Fourmois, Alphonse Asselbergs, Edouard Hubertic, Alfred De Knyff, Edmond De Schamphleer, Emile Van Doren, Armand Maclot, Euphrosin Beernaert, Louise Heger, François Roffiaen, Isidore Verheyden, Ludovic Janssen, Willy Minders, Theodore Baron, François Halkett, Elinor Barnard, Anna Bocho, Herman Richiro, Maurice Mareels e.v.a. Eventuell auch die Arbeit Und Campine von Theo Van Rysselberghe gemalt aus der Sammlung des Museums der Schönen Künste Gent bei Genk.
Es Emile Van Doren-Museum beherbergt eine schöne Sammlung von Landschaftsgemälden, die die Geschichte der Genker Schule illustrieren.
Verwandte Malschulen sind die Schule von Tervuren, Molse-Schule und der Kalmthoutse-Schule.
Literatur
- A. Keersmakers, ua, Das Bild der Kempen in der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, in: Vlaanderen, 28, 169, März-April 1979.
- Edmond Tschaggeny. Maler auf der Durchreise in Houthalen-Helchteren (Ausstellungskatalog), Houthalen (C.C. de Drij Berlings), 1988.
- Kristof Reulens, Genk mit den Augen eines Malers. Die Landschaft des 19. Jahrhunderts in den Limburger Kempen auf Leinwand festgehalten, in: Heidebloemke, Band 69, Nr. 1, 2010: S. 45–49.
- Kristof Reulens, Jos Geraerts (u.a.), Genk mit den Augen eines Malers. Landschaftsmaler in den Limburger Kempen, Davidsfonds Leuven, 2010 ISBN 978 90 5826 749 8
- Kristof Reulens, Auf den Spuren des Meisters. Joseph Coosemans und Studenten in Genk, Emile Van Dorenmuseum Genk, 2012 ISBN 978 90 8146 774 2
- Kristof Reulens, Unter dem Mikroskop. Künstler und Wissenschaftler auf Entdeckungsreise in Genk (1800-1914), Emile Van Dorenmuseum Genk, 2013 ISBN 978 90 8146 776 6
- Kristof Reulens, Au revoir Bruxelles. Emile Van Doren und Marten Melsen auf der Suche nach Inspiration, Emile Van Dorenmuseum Genk, 2014 ISBN 978 90 8146 777 3
- Kristof Reulens, Emile Van Doren (1865-1949) Biographie eines Malers und seiner Landschaft, Stichting Kunstboek, 2015 ISBN 978 90 5856 511 2