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Isenburg ist der Name von zwei Landkreise innerhalb der Heiliges Römisches Reich.
Landkreis Oberisenburg
Landkreis Niederisenburg
Landkreis Isenburg
Isenburg-Meerholz (bis 1775)
Landkreis Niederisenburg
Der Kern der ursprünglichen Grafschaft der Geschlecht Isenburg ist das Schloss Isenburg in der Nähe Neuwied im Rheinland-Pfalz. Durch die vielen Erbschaften innerhalb dieser Familie geht diese Grafschaft komplett verloren. Mit dem Aussterben von Isenburg-Grenzau 1664 kommt die Grafschaft in Miteigentum der Gräber von Wied und die Grafen von Walderdorff. Der Landkreis Niederisenburg ist Teil des Keur-Rhein Kreits.
Artikel 24 der Rheinanleihengesetz vom 12. Juli 1806 wird der dem Fürsten von Wied-Runkel gehörende Teil der Grafschaft Niederisenburg unter die Hoheit des Herzogtums gestellt Nassau-Usingen und das Fürstentum Nassau-Weilburg: das Mediatisierung. Obwohl der Graf von Walderdorff nicht erwähnt wird, fällt auch er unter die Mediatisierung. 1811 verzichtete der Graf von Walderdorff auf seine Rechte auf Niederisenburg Wiener Kongress 1815 tritt Nassau das Gebiet an die Königreich Preußen.
Landkreis Oberisenburg
Der Zweig Rembol der Familie Isenburg beteiligt sich 1213/45 mit anderen an der Herrschaft Büdingen und der Landkreis Cleeberg im Hessen. Dies führt zur Bildung eines neuen Landkreises Büdingen, der auch Isenburg-Büdingen oder Oberisenburg genannt wird. Es dauert etwa 150 Jahre, bis das stark geteilte Territorium in Besitz genommen wird. Ein Meilenstein ist der Erwerb einer Beteiligung an Birstein 1335.
Weiterentwicklung des Landkreises
Das Aussterben der Gattung Falkenstein im Jahr 1418 bringt tiefgreifende Veränderungen in der Karte der Region. Der Teilungsvertrag vom 28. Mai 1420 sieht mit Gräfin Anna von Sayn gemeinsam: Assenheim, Dreieichenhain, Halb-Vilbel und eine Reihe von Dörfern. Als sich Isenburg 1433 mit Sayn teilt, bekommt Isenburg halb Assenheim, Dreiichenhain, Offenbach und eine Reihe von Dörfern. 1486 verkauft der Graf von Sayn seinen Anteil an Isenburg, 1425 erwirbt der Hof Gründau durch Tausch und 1438 den letzten ausländischen Anteil an Birstein. 1442 wird Diether I. zum Grafen erhoben. Diese Expansionsphase endete 1476 mit dem Erwerb der Ronneburg und des Hofes Langendiebach.
Die Teilung 1521
Die Expansion des Landes war auch möglich, weil die Erstgeburt seit 1287 strikt befolgt wurde. Wird diese Anordnung im 16. Jahrhundert nicht mehr eingehalten, beginnt die Zersplitterung des Landes, 1521 erfolgt eine erste Teilung:
- Philips bekommt Ronneburg und Kelsterbach (ausgestorben 1601)
- Jan V bekommt Birstein
Isenburg-Ronneburg (1521-1601)
Graf Anton van Isenburg-Ronneberg leitet die Reformation ein und erbt 1559 nach dem Aussterben der Grafen von das Amt Schönrein Rieneck. Später folgte auch in Isenburg-Birstein die Reformation. Am Ende des sechzehnten Jahrhunderts entstand ein Kampf zwischen Lutheranern und Calvinisten. Isenburg-Ronneburg wird 1585 lutherisch, Isenburg-Birstein 1596 Calvinist. Graf Hendrik van Isenburg-Ronneburg unterdrückt die Calvinisten und als er das Ende naht, verkauft er 1600 das Amt Kelsterbach mit Langenen Hessen-Darmstadt um zu verhindern, dass die Birstein-Linie den Calvinismus wieder einführt. Außerdem vermacht er seinen Schwiegersöhnen unrechtmäßig sein Land. Der Graf von Isenburg-Birstein musste deshalb Militärpersonal einsetzen, um die Nachfolge in der Grafschaft zu sichern. Kelsterbach bleibt verloren.
Isenburg (1601-1628)
Diese ungeteilte Zeit läuft gut. 1601 wurde eine günstige Aufteilung des Landgerichts Ortenberg mit den anderen Klägern, der Grafschaft Stolberg und der Grafschaft Hanau, errichtet. Jeder bekommt 1/3 Anteil. Die Regierungsführung wird verbessert und der Calvinismus wird im gesamten Landkreis eingeführt.
Die Unterländer von 1628 bis 1684
Die Grafschaft wird 1628 in fünf Teile geteilt, in der Mitte der Dreißigjähriger Krieg. Das Land wird zur Beute feindlicher Armeen und auch die Mitglieder der verschiedenen Zweige bekämpfen sich wegen der Erbschaftsfrage. Der älteste Sohn Wolfgang Hendrik erhält das Amt Dreiechenhain mit Offenbach als Wohnsitz. Er übernimmt auch den Anspruch auf Kelsterbach, der an Hessen-Darmstadt verloren ging. 1630 wird er von kaiserlichen Truppen aus seinem Besitz vertrieben.
- Wolfgang Hendrik bekommt mit Offenbach das Büro von Dreiichenhain
- Philips Ernst bekommt Büdingen (ausgestorben 1635)
- Willem Otto bekommt Birstein (ausgestorben 1667)
- Lodewijk Arnold beteiligt sich an Wächtersbach (ausgestorben 1662)
- Johan Ernst beteiligt sich an Wächtersbach
Am 7. Juli 1635 verleiht der Kaiser dem Landgrafen von Hessen-Darmstadt die gesamte Grafschaft Büdingen. Erst 1642 gelang es den Isenburgern, ihr Land durch eine Hessen-Darmstadt-Siedlung zurückzubekommen. Sie müssen dann endgültig auf ihre Ansprüche an Kelsterbach und ihren Anteil am Büro Kleeberg verzichten.
1667 starb Willem Otto, Graf von Büdingen und Birstein, wodurch drei der fünf 1628 gegründeten Linien erloschen waren. Die beiden verbleibenden Linien schließen 1684 einen neuen Teilungsvertrag.
- Johan Lodewijk von der ehemaligen Linie Offenbach bekommt Birstein und Offenbach
- Die Söhne von Johan Ernst aus der ehemaligen Linie Wächtersbach erhalten Büdingen, Wächtersbach, Meerholz und Marienborn
Die älteste Linie Isenburg Birstein hat den Schwerpunkt der Besitzungen südlich des Mains im Dreieich. Die jüngere Linie Isenburg-Budingen hat den Schwerpunkt der Besitzungen im alten Kreisgebiet des Büdinger Rijkswoud.
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