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Harsewinkel
Harzladen
Stadt in DeutschlandFlagge von Deutschland
Wappen von Harsewinkel
Harsewinkel (Nordrhein-Westfalen)
Harzladen
Ort
ZustandFlagge des deutschen Bundeslandes Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen
KreisGütersloh
RegierungsbezirkDetmold
Koordinaten51° 58′ N, 08° 14′ O
Allgemeines
Oberfläche100,59 km²
Einwohner(31-12-2018[1])25.147
(250 Einwohner/km²)
Niederländer(09-05-2011[2])34 (0,14%)
Höhe65 m
BürgermeisterSabine Amsbeck-Dophide (SPD)
Wirtschaft
GewSt Hebesatz370% (2020[3])
Andere
Postleitzahl33428
Vorwahlen05247
02588 (Greffen)
05241 (östl. Hofe in Marienfeld)
NummernschildGT
Stadt3 Bezirke
Gemeindenummer05 7 54 016
Webseitewww.harsewinkel.de
Lage Harsewinkel in Gütersloh
Karte Harsewinkel
Portal  Portalsymbol  Deutschland

Harzladen ist eine Stadt und Gemeinde in dem DeutscheZustandNordrhein-Westfalen, liegt in den Kreis Gütersloh. Die Stadt hat 25.147 Einwohner (31. Dezember 2018)[1] auf einer Fläche von 100,59 km². Benachbarte Städte umfassen Borgholzhausen, Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück.

Stadtplan

OrtsteilPopulation
(31-12-2006)[4]
Population
(01-01-2020)[5]
Bezirke

Administrative Teilung von Harsewinkel

Harzladen16.76717.856
Marienfeld4.5354.901
Greffen3.0323.122
GESAMT:24.55625.879

Außerdem liegen auf Harsewinkeler Gebiet die Weiler (deutsch: Bauerschaften) Beller, Rheda, Überems, Remse und Oyster.

Lage, Infrastruktur, Verkehr

Die Gemeinde liegt am Oberlauf des Flusses ems, in einer Region, die gerade dem Münsterland wird gezählt.

Nachbargemeinden

Harsewinkel grenzt an 7 weitere Gemeinden:

Beelen und Sassenberg liegen in der Kreis Warendorf, alle anderen Orte, sowie Harsewinkel selbst, im Kreis Gütersloh.

Straßenverkehr

Harsewinkel liegt an der Bundesstraße 513 Sassenberg - Gütersloh. Autobahnen sind weit von der Gemeinde entfernt: 16 km nordöstlich befindet sich die in the 2019 abgeschlossene Ausfahrt 18 der Autobahn A33 bei Steinhagen, und 6 km hinter Gütersloh Ausfahrt 24 der Autobahn A2. Die Ausfahrt 23 dieser Autobahn, bei Rheda-Wiedenbrück, ist Kilometer näher, aber um dorthin zu gelangen, muss man eine komplizierte Route über Herzebrock-Clarholz nehmen.

öffentlicher Verkehr

Harsewinkel ist mit Gütersloh über eine Schnellbuslinie verbunden, die werktags regelmäßig bis 20.00 Uhr verkehrt. Der öffentliche Nahverkehr wird durch (wenig häufige) Schul- und Telefonbusse ergänzt. Am Wochenende ist es möglich, auf bestimmten Strecken ein Taxi zum Preis eines Bustickets zu nehmen.

Es ist 1900 geöffnet Eisenbahnlinie, die durch Harsewinkel und Marienfeld verläuft, wurde 1977 nur für den Güterverkehr verwendet. In Harsewinkel zweigt ein Firmengleis von der Landmaschinenfabrik Claas ab; der Güterbahnhof dieser Fabrik heißt offiziell Bahnhof Harsewinkel West. Es gibt konkrete, bereits ausgearbeitete Pläne zur Sanierung der Bahnstrecke, sodass ab 2023 wieder Personenzüge zwischen Versmold und Gütersloh verkehren.

Wasserstraßen

Die südliche Grenze der Gemeinde bildet das Tal der (hier und da stark kanalisierten) ems, die hier nur mit Kanus und anderen kleinen Sportbooten befahrbar ist. Entlang der Ems gibt es mehrere Vogelschutzgebiete. Zahlreiche Bäche, die in die Ems münden, durchschneiden die Gemeinde.

Wirtschaft

Werksgelände claas

Der Ort ist Sitz des Unternehmens claas, das Landmaschinen herstellt (Anzahl der Arbeitsplätze in der Gemeinde (2018): ca. 3.000). Seit 2013 trägt Harsewinkel deshalb den halboffiziellen Spitznamen Mähdrescherstadt (Kombinieren Stadt).

Darüber hinaus sind einige mittelständische Unternehmen in folgenden Branchen angesiedelt:

  • Produktion und Handel mit Autoteilen
  • Herstellung von Wurst und anderen Fleischprodukten
  • Textil- und Bekleidungsindustrie
  • Abfallrecycling
  • Herstellung von Computermaterialien und Entwicklung von Software.

Außerdem sind in einer Gemeinde dieser Größe die üblichen kleinen und mittelständischen Unternehmen angesiedelt. Auch der Agrarsektor und der Tourismus sind von einiger Bedeutung.

Geschichte

In dem 11. Jahrhundert Harsewinkel und Greffen werden erstmals in einer kirchlichen Urkunde erwähnt. Der Name Hasewinkel geht zurück zu Altsächsisch haso (= Hase) oder hros (= Ross, Pferd) und Geschäft = Ecke.

Im 1185 Gründung des Klosters Marienfelde. Der erste Abt oder einer der ersten Äbte hier war Bernhard II. von Lippe[6]. Im 1592 hab den platz Marktrecht und wurde ein Wigbold ( beflecken).

Harsewinkel blieb von Katastrophen nicht verschont: Kriegsgewalt unter anderem im Munster Trial War ( Münsterische Stiftsfehde, 1450-1457), Plünderungen durch Soldaten in verschiedenen Kriegen des 16. Dreißigjähriger Krieg (1618-1648) und große Brände in den Jahren 1662, 1697 und 1716.

Die heutige Gemeinde befand sich vom Mittelalter bis zum Napoleonische Zeit in dem Fürstbistum Münster, und nach dem Sturz Napoleons sukzessive im Königreich Preußen und von 1871 in dem Deutsches Kaiserreich. Bei der Einverleibung in Preußen in 1803 das Kloster wurde säkularisiert (von der katholische Kirche enteignet). Im selben Jahr erhielt Harsewinkel Stadtrechte.

Die Gemeinde hatte Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts eine gewisse Textilindustrie. Die erste Hälfte des 19. Jahrhundert war eine Zeit großer Armut.

Mit dem Bau der Straße Gütersloh-Warendorf (1883) und dem Anschluss an das Eisenbahnnetz (1900) hielt die Industrie Einzug in Harsewinkel. Im 1919 Gründung der Firma Claas und 1925 einer Schuhfabrik, die bis etwa 1968 bestand.

Das Zweiter Weltkrieg ließ die Gemeinde praktisch unberührt. Allerdings gab es in der Gemeinde einige Arbeitslager für Kriegsgefangene aus Polen und später Frankreich; diese oft mißhandelten Männer sollten die zum Militärdienst einberufenen Bauernsöhne und Knechte ersetzen. Kurz nach der Kapitulation an die Alliierten (1. April 1945) begann in 1946, der Zustrom von Heimatvertriebene, wodurch die Einwohnerzahlen von Harsewinkel stark angestiegen sind. Viele von ihnen fanden Arbeit in der lokalen Industrie. In den 1950er Jahren wurde für sie in Harsewinkel eine evangelisch-lutherische Gemeinde gegründet, die damals fast ausschließlich römisch-katholisch war. 1973 wurden Harsewinkel und die umliegenden Städte zur heutigen Gemeinde vereinigt. Die guten Geschäftsergebnisse der Firma Claas in den Jahrzehnten ab 1950 haben teilweise zu wirtschaftlicher Prosperität in der gesamten Gemeinde geführt, da diese Gesellschaft jährlich relativ sehr hohe Steuerbeträge in die Gemeindekassen einzahlt.

Sehenswürdigkeiten

  • Historisch und als Kulturdenkmal ist es sehr wichtig in 1185 gegründet und in 1222 erst offiziell initiiert, zum Zeitpunkt der Reformation in dem 16. Jahrhundert wurde lutherisch, in 1803 säkularisierte ehemalige Kloster Marienfeld südlich des Zentrums des umliegenden Dorfes. Zu diesem Kloster gehört ein in Romantik im Stil erbaut, Anfang des 13. Jahrhunderts, Abteikirche mit Barock Innere. Die meisten Klostergebäude stammen aus der date 18. Jahrhundert. Eine sehr detaillierte Beschreibung dazu finden Sie in der deutschen Wikipedia: Kloster Marienfeld (Harsewinkel). Rund um die Klostergebäude führt ein Rundweg mit Informationssäulen (Route stehlen) ausgeschaltet. Die meisten Gebäude des weitläufigen Komplexes sind als Wohnraum, Gastronomie oder Konferenzzentrum eingerichtet.
  • Die St. Lucia-Kirche in Harsewinkel wurde 1860 im neugotischen Stil erbaut. Der Turm stammt aus dem Jahr 1904. Daneben steht ein großes Fachwerkhaus von 1712 (ehemaliges Wohnhaus der of Decken) und ein Bibliotheksgebäude aus dem Jahr 1812. Auch weiter weg ist die Umgebung dieser Kirche reich an malerischen alten Häusern. Von Zeit zu Zeit ist es möglich, eine Führung durch diese Kirche zu buchen. Außerdem wird auch der Kirchturm bestiegen und in diesem Turm wird eine Sammlung liturgischer Gewänder in einem bescheidenen Museum ausgestellt.
  • Die Johanneskerk in Greffen ist rund, während Mauerteile einer älteren gotischen Kirche stehen 1900 im neugotisch im Stil gebaut. Im Inneren sind ein barocker Altar und eine barocke Kanzel erwähnenswert.
  • In Greffen gibt es ein kleines Motorradmuseum mit ca. 200 Motoren Baujahr 1898- ca. 1950. Kann auf Anfrage besichtigt werden. Bis 2019 veranstaltete der Besitzer dieses Privatmuseums jährlich eine internationale Rallye für alte Motorräder, gebaut bis 1914, die Spökenkiekerfahrt, die bei Motorradfans aus ganz Norddeutschland viel Aufsehen erregte.
  • Östlich der Stadt, an der Straße nach Steinhagen, liegt das historische Sägewerk Meier Osthoff von 1883. Dieses Industriedenkmal kann auf Anfrage gelegentlich besichtigt werden.
  • In einem alten Fachwerkbauernhaus in Marienfeld befindet sich ein bescheidenes Regional- und Bauernmuseum. Der ehemalige Hühnerstall hier wurde zu einem Restaurant umgebaut.
  • Die Gemeinde verfügt über einige Naturschutzgebiete, insbesondere entlang der Ems und ihrer Nebenflüsse. Das Tal der Abrooksbach mitten in Harsewinkel hat sich in einen weitläufigen Stadtpark verwandelt.
  • Die Gemeinde hat einige touristische Radrouten für kurze und lange Radtouren ausgearbeitet.

Bilder

Partnergemeinden

Wichtige Personen in Bezug auf die Gemeinde

J. C. Rincklage, Porträt Freiherr vom Stein
  • Johann Christoph Rinkke, geboren am 19.10.1764 in Bellen bei Harsewinkel, gestorben am 19.6.1813 in Münster, Porträtmaler
  • Peter Poppelmann , geboren am 24. April 1866 in Harsewinkel , gestorben am 6. November 1947 in Dresden, Bildhauer hauptsächlich von Büsten und Grabdenkmälern
  • August Claas (Clarholz, 15. Dezember 1887 - Harsewinkel, 12. April 1982), Gründer des Familienunternehmens Claas
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