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Heinrich Geuer
Heinrich Geuer
Heinrich Geuer
persönliche Daten
Vollständiger NameHeinrich Johann Joseph Geuer
GeborenKöln, 13. Mai1841
VerstorbenUtrecht, 1. November1904
GeburtslandDeutschland
Beruf(e)Glaser, Grafiker, Maler und Zeichner
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Heinrich Johann Joseph Geuer (Köln, 13. Mai1841[1]Utrecht, 1. November1904) war ein Deutsch-Niederländer Glaser, Grafiker, Maler und Zeichner. Ab 1871 arbeitete er in Utrecht.[2]

Leben und Arbeiten

Geuer wurde in Köln als Sohn von Heinrich Joseph Geuer und Elisabeth Sülzen geboren. Er heiratete Josephina Johanna Hubertina Stein. Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor Frits Geuer (1878-1961) geboren.

Geuer begann seine Karriere bei einer Lithographie in seiner Heimatstadt, wo er Lithographien für kunsthistorische Publikationen anfertigte. Mit achtzehn Jahren begann er für den Glaskünstler Friedrich Baudri in Köln zu arbeiten, später arbeitete er für den Glaskünstler Oidtmann in Linnich. 1871 wurde Geuer von der in die Niederlande gebracht plebaan Gerard van Heukelum. Van Heukelum hatte die St. Bernulphus Gilde gegründet, um das Interesse an Kirchenkunst zu steigern. Zunächst durften nur Geistliche beitreten, aber auch Architekten und Künstler traten der Zunft bei. Unter ihnen der Architekt Alfred Tepec, Bildhauer Friedrich Wilhelm Mengelberg, Goldschmied Gerard Bromo und Geuer, die zusammen Utrechter Quartett werden genannt.[3] Gemeinsam arbeiteten die vier unter anderem am Bau und der Einrichtung des Sankt-Nikolaus-Kirche im jutphaas (mit Van Heukelum als Baupastor), de St. Willibrord-Kirche in Utrecht und den Kirche St. Johannes der Täufer im Arnheim.

Geuer hatte sein eigenes Atelier am Zonsteeg und ab 1874 die Herenstraat in Utrecht. In seiner Blütezeit arbeiteten etwa dreißig Leute im Studio, darunter die Brüder Sodenkamp, Bart van der Leck und Hein de Vos. Geuer gestaltete Fenster, hergestellt Kartons und oft gemalt die Porträts. Manchmal stellte er seine Familienmitglieder als Heilige dar. Aufgrund der Verwendung von billiger belgischer Farbe anstelle der qualitativ besseren deutschen Farben und oft falscher Erwärmung des Glases werden viele der grisaille und die Umrisse von Geuers Fenstern verblassten.[4]

Geuer erhielt das Kreuz Pro Ecclesia et Pontifice (Silber). Er starb 1904 im Alter von 63 Jahren. Das Atelier wurde bis 1908 von seinem Sohn Frits weitergeführt.

Arbeiten (Auswahl)

Bilder

Siehe auch

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