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Hubertus Johannes Matthias Hermans (Maastricht, 9. Oktober1937) ist ein NiederländischPsychologe und emeritierter Professor in der Persönlichkeitstheorie zum Radboud-Universität in Nijmegen, international bekannt als Entwickler des sogenannten "dialogische Selbsttheorie":[1]
Lebenszyklus
Hermans ist Sohn eines Bäckerehepaares in Maastricht. In den Jahren 1960-1965 studierte er he Psychologie an der damaligen Katholischen Universität Nijmegen, die spätere Radboud-Universität. 1967 promovierte er mit einer Arbeit zum Thema "Motivation und Leistung".
Ab 1965 arbeitete Hermans als Mitarbeiter im psychologischen Labor der Universität Nijmegen. 1973 wurde er als Dozent an der Persönlichkeitstheorie und ab 1980 zum Professor im gleichen Fachgebiet an derselben Universität.
Für seine wissenschaftlichen Verdienste um die Gesellschaft wurde Hermans 2002 berufen Ritter im Orden des Niederländischen Löwen.
Von 1961 bis 2007 war Hermans verheiratet mit Els Hermans-Jansen, a Psychotherapeut, mit dem er bei der Entwicklung des ZKM zusammengearbeitet hat. Seit 2008 ist er mit Agnieszka Hermans-Konopka verheiratet, die in Warschau mit Hilfe des ZKM über Emotionsforschung promovierte. Gemeinsam entwickeln sie die Dialogical Self Theory im International Institute for the Dialogical Self (IIDS).
Arbeit
Psychologische Tests
Aus seiner Dissertation sind zwei psychologische Tests stammt aus
- das Leistungsmotivation-Test (PMT) von 1968, und
- den Leistungsmotivationstest für Kinder (PMT-k) von 1971.
Diese Tests wurden häufig im niederländischen Sprachraum angewendet, sowohl in der Unternehmensberatung als auch in Erziehungs- und Bildungskontexten.
Als Reaktion auf die statische und unpersönliche Natur psychologischer Tests entwarf er das sogenannte Selbstkonfrontationsmethode (ZKM) 1974.[2] Die Anwendung dieser Methode in der Praxis führte 1996 zur Gründung des Vereins für ZKM-Praktiker (VvZB) mit über 250 Mitgliedern.
Das polyphone Selbst
Hermans widmet sich der Erforschung und Entwicklung dialogischer Beziehungen nicht nur zwischen Individuen, Gruppen und Kulturen, sondern auch zwischen den verschiedenen Ich-Positionen, die im dialogischen Selbst des Individuums entstehen. Er glaubt, dass dialogische Beziehungen zwischen Individuen, Gruppen und Kulturen nur möglich sind, wenn das Individuum zu produktiven dialogischen Beziehungen mit sich selbst fähig ist.
In den 1990er Jahren entwarf er die Dialogische Selbsttheorie, die den amerikanischen Pragmatismus von William James und die Russische Dialogische Schule von Michail Bachtin.
In diesem Licht, Biennale Internationale Konferenzen zum dialogischen Selbst organisiert. Seit 2002 ist Hermans Präsident der International Society for Dialogical Science (ISDS), in der diese Theorie im Mittelpunkt steht, und seit 2006 Chefredakteur der Internationale Zeitschrift für Dialogische Wissenschaft (IJDS). Einige seiner Veröffentlichungen wurden ins Englische, Spanische, Portugiesische, Italienische, Deutsche, Polnische, Russische und Japanische übersetzt.
Wissenswertes
1980 geriet Hermans in Konflikt mit dem damaligen Leiter der Volkskundeabteilung der Meertens-InstitutJ. J. Fuchsgrube, als Reaktion auf ein Buch, das Hermans über das Blasen der Mittwinterhorn. Das Polemik wurde im gekämpft Folklore-Bulletin (Juni 1981) und führte zur Aufnahme einer Figur in Voskuils Buch Der Schreibtisch.
Bibliographie (Auswahl)
- Hermans, H.J.M. (1967). Motivation und Leistung. Amsterdam: Swets & Zeitlinger.
- Hermans, H.J.M. (1971). Leistungsmotiv und Versagensängste in Familie und Ausbildung. Amsterdam: Swets & Zeitlinger. ISBN 90-265-0136-6 .
- Hermans, H.J.M. (1974). Wertebereiche und ihre Entwicklung: Theorie und Methode der Selbstkonfrontation. Amsterdam: Swets & Zeitlinger. ISBN 90-265-0188-9 .
- Hermans, H.J.M. (1976). Von der Versagensangst zur Verantwortung: Motivationsförderung in Aufgabensituationen in Schule und Familie. Lisse: Swets & Zeitlinger (9 Auflagen) ISBN 90-265-0219-2 .
- Hermans, H.J.M. (1980). Folklore als Zugang zu allgemeinen menschlichen Erfahrungen: Trennung und Einheit zwischen Mensch und Umwelt. Lisse: Swets & Zeitlinger. ISBN 90-265-0329-6 .
- Hermans, H.J.M., Hermans-Jansen, E. & Van Gilst, W. (1985). Die Grundmotive der menschlichen Existenz: ihr Ausdruck im persönlichen Leben der Wertschätzung. Lisse: Swets & Zeitlinger. ISBN 90-265-0615-5 .
- Hermans, H.J.M. (1988). Der geteilte Geist: über die Grundmotive unseres täglichen Lebens. Baarn: Nelissen (9 Ausgaben). ISBN 90-244-0557-2 . Els Hermans-Jansen wird als Co-Autorin ab der 4. Auflage erwähnt.
- Hermans, H.J.M. & Kempen, H.J.G. (1993). Das dialogische Selbst: Bedeutung als Bewegung. San Diego: Akademische Presse. ISBN 0-12-342320-1 .
- Hermans, H. J. M. (Hrsg.) (1995). Das Echo des Egos. Über das polyphone Selbst. Bärn: Ambo. ISBN 90-263-1382-9 .
- Hermans, H.J.M. & Hermans-Jansen, E. (1995). Selbsterzählungen: Sinnkonstruktion in der Psychotherapie. New York: Guilford Press. ISBN 0-89862-878-4 .
- Hermans, H. J. M. & Dimaggio, G. (Hrsg.) (2004). Das dialogische Selbst in der Psychotherapie. New York: Brunner & Routledge. ISBN 1-58391-855-8 .
- Hermans, H.J.M. (2006). Dialog und Missverständnis: Leben mit der zunehmenden Bevölkerung unseres inneren Raums. Soest: Nelissen. ISBN 90-244-09640 ; ISBN 978-90-244-09648 .
- Hermans, H. J. M. & Hermans-Konopka A. (Hrsg.) (2010). Dialogische Selbsttheorie. Positionierung und Gegenpositionierung in einer sich globalisierenden Gesellschaft Cambridge University Press ISBN 9780521765268
Bibliographie zum Werk von Hubert Hermans
- Beratungspsychologie vierteljährlich (2006). Sonderausgabe: Der dialogische Ansatz der Beratung in Theorie, Forschung und Praxis, voll. 19, Nr. 1, 1-120 Beratungspsychologie vierteljährlich
- Kultur & Psychologie (2001). Sonderausgabe: Kultur & das dialogische Selbst. Voll. 7, Nr. 3, 243-408. Kultur & Psychologie -- Inhaltsverzeichnis (1. September 2001, 7 [3])
- Gerritsen, A. (2007). Auf der Suche nach dem wahren Selbst – im Gespräch mit Hubert Hermans. Spiel, Band 59, 75-80.
- Identität: Eine internationale Zeitschrift für Theorie und Forschung (2004). Vermittelte Identität im aufkommenden digitalen Zeitalter: Eine dialogische Perspektive. Voll. 4, Nr. 4, 297-405.
- Zeitschrift für konstruktivistische Psychologie (2003). Sonderausgabe zum dialogischen Selbst. Voll. 16, Nr. 2, 89-213. [1]
- Louwe, J. J. & Nauta, J. F. (Hrsg.) (2006). Selbstuntersuchung mit Kindern und Jugendlichen: eine relationale Methodik. Utrecht: Agiel.
- Praktische Theologie: Niederländische Zeitschrift für Pastoralwissenschaften (2004). Sonderausgabe über die Methode der Selbstkonfrontation. Band 31, Nummer 1.
- Theorie & Psychologie (2002). Sonderausgabe: Das dialogische Selbst, voll. 12, Nr. 2, 147-280. Theorie & Psychologie
- Zeitschrift für Orthopädie (2002). Sonderheft zur Methode der Selbstkonfrontation und „das dialogische Selbst“ anlässlich der Emeritierung von Hubert Hermans als Professor. Band 41, Nummer 12.
- Van Loon, R. & Wijsbek, J. (2003). „Die Organisation als Geschichte. Dialog und Reflexion als Ausgangspunkt für die Entwicklung von Organisationen, Führungskräften, Teams und Mitarbeitern“. Assen: Van Gorcum.
- Wijsbek, J. (2009). "Sinnhaftigkeit, Selbstreflexion und Lebenskunst in dialogischer Perspektive". Leidschendam: Quist Publishers.
- Wijsbek, J. (2009). „Die dialogische Organisation“. Assen: Van Gorcum.
Externer Link
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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