WikiDer > Ideomotorischer Effekt
Es ideomotorischer Effekt oder Zimmermann-Effekt ist der psychologisch Phänomen, dass Menschen Muskelbewegungen machen, nachdem sie unbewusst in anderen oder weil sie unbewusst darüber nachdenken. Der ideomotorische Effekt erklärt die Wirkung von angeblichen paranormal oder übernatürlich solche Sachen Ouija-Brett, automatisches Schreiben, das Wünschelrute und Telekinese. Praktizierende dieser paranormalen Aktivitäten glauben oft, dass die erzeugten Bewegungen von einer Kraft außerhalb ihrer selbst stammen. Ideomotorische Effekte treten auch beim Fernsehen auf, Menschen, die sich aktiv in ihren Lieblingssportler einfühlen, zeigen Muskelverspannungen in den gleichen Muskeln wie der Athlet. Ebenfalls erleichterte Kommunikation,[1] wo ein im Koma liegender Patient mit Hilfe eines Familienmitglieds oder medizinischen Personals kommuniziert, kann durch den ideomotorischen Effekt erklärt werden. Es ist der Moderator, der den ideomotorischen Effekt erlebt, nicht der Patient. Mit anderen Worten, während der Moderator denkt, dass der Patient seine Hand bewegt, ist es der Moderator, der die Hand des Patienten unbewusst wie ein Ouija-Brett bewegt.
Der Begriff "ideomotorisch" wurde erstmals in einer Abhandlung von 1852 zur Frage, wie das Ouija-Board funktioniert, von dem englischen Physiologen und Anti-Spiritualisten William Benjamin Zimmermann. Darin erklärte Carpenter seine Theorie, dass Muskelbewegungen unabhängig von bewussten Emotionen oder Wünschen sein können. Der Effekt wird nach seinem Entdecker auch Carpenter-Effekt genannt. Wissenschaftliche Tests von u.a. Michael Faraday, Michel Chevreul, William James und Ray Hyman haben gezeigt, dass alle Arten von Phänomenen, die oft spirituellen oder psychischen Kräften oder "Energien" zugeschrieben werden, tatsächlich durch den ideomotorischen Effekt verursacht werden. Die Tests zeigen weiter, dass „ehrliche, intelligente Menschen unbewusst eine ihren Erwartungen entsprechende Muskelaktivität zeigen“ (Hyman 1999).
Mentalisten – wie der Brite Derren Brown – verwenden manchmal den ideomotorischen Effekt für bestimmte Teile ihrer Shows, beispielsweise zum Bewegen eines Pendels. Auch Brown beschreibt dieses Phänomen in seinem Buch Tricks des Geistes.
Siehe auch
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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