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Ignaz Holzbauer
Titelseite der Originalpartitur von Holzbauers Oper Günther von Schwarzburg (1777)

Ignaz Jacob Holzbauer (Wien, 17. September1711Mannheim, 7. April1783) war ein österreichischKomponist. Er leistete wichtige Beiträge zum Musikleben des 18. Jahrhunderts in Wien und Mannheim, wo er über 25 Jahre lang (1753–1778) spielte. Kapellmeister war dabei Wahlen Gericht von Karel Theodor von Bayern. Dort gehörte er neben unter anderem Johann Stamitz, Frantisek Xaver Richter und Anton Fils, an die erste Generation von Komponisten der Mannheimer Schule.

Leben

Holzbauer wurde als Sohn eines Wiener Lederhändlers geboren und interessierte sich schon in jungen Jahren für Musik. Er erhielt dabei keine Unterstützung von seinem Vater, der ihn wollte Rechte wollte studieren. Holzbauer hielt an seinem Bildungswunsch fest, als Musiker und trat dem Knabenchor der Stephansdom, Wo ist er Singen-, Klavier-, Violine- und Cellounterricht bekam, was er mit seinem eigenen befriedigte Kompositionen. Durch Selbststudium hat er sich selbst gemacht Johann Joseph FuxMusikabhandlungGradus ad Parnassum besitzen. Holzbauer gelang es, mit Fux in Kontakt zu treten, der, nachdem Holzbauer ihm eine abgeschlossene Musikübung vorgelegt hatte, von ihm begeistert war und ihm eine Reise schickte Italien um sein musikalisches Wissen zu erweitern.

Nach kurzer Verabredung mit Graf Thurn-Valsassina von Laibach (Ljubljana) und eine Reise nach Venedig Holzbauer wurde zum Kapellmeister des Grafen Rottal von Holešov in . ernannt Mähren. Seine Oper Lucio Papirio Dittatore wurde dort 1737 hingerichtet und im selben Jahr heiratete er de Sänger Rosalie Andrews. Im selben Jahr reiste das junge Paar für drei Jahre nach Italien, wo sie Städte wie Mailand und Venedig. Für die Wiener Aufführung von Johann Adolf Hass's BallettIpermestra Holzbauer komponierte die Ballettmusik, in Zusammenarbeit mit Franz Hilverding. In den Jahren 1746-1750 wurde er zum Burgtheater in Wien als Komponist von Ballettmusik.

Holzbauer folgte 1751 Giuseppe Antonio Brescianello auf wenn Oberkapellmeister in bei der Württemberger Gericht in Stuttgart, aber beteiligte sich an Gerichtliche Intrige. Sein Glück war die erfolgreiche Aufführung seiner Oper Il figlio delle selbst im Theater von schwetzingen, das Sommerresidenz von Kurfürst Karel Theodore, der ihn zum Kapellmeister des Theaters in Mannheim machte. Seine Musik dominierte die Theaterbühne in Mannheim, aber auch in Italien war seine Musik beliebt: Holzbauer ging regelmäßig zu Rom und Turin für die Aufführung seiner Oper Ninetti und zu Paris und Mailand für die Produktion von Alessandro nell'Indie.

Ab den 1760er Jahren verstärkte Holzbauer die Verbindung zum Wiener Musikleben, wo im Burgtheater eine Reihe von Instrumentalwerken und seine OratoriumLa Betulia liberata wurde rausgebracht. In Mannheim folgte er dem Verstorbenen Carlo Grua als Leiter der Hofkapelle. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Hofkapelle zu einem der besten Orchester Europas. Obwohl sich der Schwerpunkt von Holzbauers Kompositionen auf die Kirchenmusik, verlor er die Oper nicht aus den Augen. Seinen größten Erfolg erzielte er mit der „ersten deutschen Oper“ Günther von Schwarzburg (1777), nach einem Libretto der Mannheimer JesuitAnton Klein. Als der Hof 1778 nach München abreiste, beschloss Holzbauer, in Mannheim zu bleiben, wo sein Einakter La morte di Didone wurde 1779 hingerichtet. Holzbauer hatte mit akuten zu kämpfen Taubheit und anderen Krankheitssymptomen, aber er schaffte es trotzdem, die Oper zu beenden tan Kredit (vor dem Hoftheater in München) kurz vor seinem Tod.

Arbeiten (Auswahl)

Opern

  • Hypermnestra (Teutsche Oper, 1741, Wien)
  • Günther von Schwarzburg, Singspiel in drei Unternehmen, Libretto: Anton Klein. Uraufführung: Mannheim, Hoftheater, 5. Januar 1777. Moderne Ausgabe: Denkmäler deutscher Tonkunst, viii–ix (1902)
  • La morte di DidoneSchauspiel in einer Kompanie, Libretto: Pietro Metastasi. Uraufführung: Mannheim, Nationaltheater, 6. Juli 1779.

Oratorien

  • La Passione de Ges Cristo, Libretto: Metastasio (1754)
  • Isaac, Libretto: Metastasio (1757, verschwunden)
  • La Betulia liberata, Libretto: Metastasio (1760)
  • Il guidizio di Salomone, Libretto: Mattia Verazi (1765)
  • Geschenk, Libretto: Verazi (verschwunden)

Symphonien

  • 6 Symphonien von 4 Parteien, op. 2 [s.n.] [s.l.]
  • 6 Symphonien auf 8 Partys, op. 3 (Breitenkopf, 1769)
  • 3 Sinfonien ein großes Orchester, op. 4 (Breitkopf, 1769)

Literatur

  • C. F. Cramer, Hrsg.: Musikmagazin (Hamburg, 1783–1786)
  • H.Werner: Die Sinfonien von Ignaz Holzbauer (Diss., Universität München, 1942)
  • K. Altmann: 'Ignaz Holzbauer als Messerkomponist', Mannheim und Italien (Mannheim, 1982) 223–43
  • P. Corneilson: 'Die Oper am Kurfürstlichen Hof zu Mannheim', Die Mannheimer Hofkapelle im Zeitalter Carl Theodors, Hrsg. L. Finscher (Mannheim, 1992), 113–29

Zitate

  • Über die Premiere von Günther von Schwarzburg (1777) schrieb in Mannheim Wolfgang Amadeus Mozart, der im Publikum saß: [...] die Musick von Holzbauer ist sehr gut. [...] am meisten wundert mich, daß ein so alter Mann, der holzbauer hat, noch soviel geist hat; denn das ist nicht zu glauben was in der Musick für feüer ist.

Externe Links

  • Zur Herstellung einer Faksimile-Ausgabe der Oper Günther von Schwarzburg[1]