WikiDer > Jan de Graan
Jan de Graan (Amsterdam, 10. September1852 – Den Haag, 8. Januar1874) war ein sehr bekannter Violinist und wurde beschrieben als Wunderkind. Er starb in jungen Jahren.
Biografie
Jan de Graan war ein Sohn des Amsterdamer Goldschmieds und Caféleiters Jan de Graan (1828–1866) und Johanna Augustijn (1822–1863). Sein Vater sah das musikalische Talent seines Sohnes und ließ ihn viel studieren, um dieses Talent zu entwickeln. De Graan erhielt schon in jungen Jahren Geigenunterricht bei Herrn C. Fischer in Amsterdam.[1] Von 1860 bis 1867 war er Schüler von Frans Coenen. Er erwies sich als sehr talentiert. De Graan trat im Alter von sechs Jahren zum ersten Mal öffentlich auf, wahrscheinlich am 2. Januar 1859 in59 Theater Frascati.
Johannes Kneppelhout (1814-1885) wollte das Talent von Jan de Graan, das er im Herbst 1864 erwarb Amsterdam Spiel gehört, finanzielle Unterstützung. Dies wurde von Jan de Graans Vater abgelehnt. Nach dem Tod seines Vaters Johannes Kneppelhout immer noch Vormund von Jan de Graan. Kneppelhout stammte aus einer ansehnlichen und wohlhabenden Leidener Familie. Er interessierte sich besonders für alle Kunstformen und gab viel Geld für die Ausbildung von Künstlern aus, überzeugt vom Wert einer guten Ausbildung. Aus diesem Grund nahm er auch Jan de Graan unter seine Fittiche. 1867 gab es Gerüchte über eine homosexuelle Beziehung zwischen De Graan und Kneppelhout. Homosexualität war zwar seit 1811 nicht mehr strafbar, wurde aber noch nicht wirklich akzeptiert und De Graan war auch noch minderjährig. Die Gerüchte wuchsen zu einer Hetzkampagne, die es Kneppelhout fast unmöglich machte, Jan de Graan noch in den Niederlanden auf seinem Anwesen De Hemelsche Berg zu haben. Oosterbeek erhalten. Das Ehepaar Kneppelhout erlitt dadurch schwere Reputationsschäden. Ob es eine homosexuelle Beziehung gab, wurde jedoch nie bewiesen.
Kneppelhout ließ De Graan bei dem HBS-Lehrer Herrn Dirksen zu Hause wohnen te Den Haag. Dort lernte er seinen besten Freund Cornelis Johannes Eggink kennen, bei dem De Graan von 1867-1869 studierte Joseph Joachim zu Hannover, einer der größten Geiger dieser Zeit. Er gab eine Reihe von Konzerten in London und trat bereits 1865 in die Kristallpalast auf. Joachim feuerte Jan de Graan wegen Fehlverhaltens, De Graan hatte wenig Lust aufs Studium. De Graan zog dann im Alter von 17 Jahren zu Paris und er wurde von Kneppelhout bei einem Maler untergebracht David Artzo, die Kneppelhout ebenfalls unter seine Fittiche genommen hatte. Auch dort weigert sich De Graan, sein Studium wieder aufzunehmen, was Kneppelhout zur Verzweiflung treibt. Bereits 1870 begann sich De Graans Gesundheitszustand zu verschlechtern und er hustete ununterbrochen. In Hannover wurde ihm in diesem Jahr die Stelle des Sologeigers/Konzertmeisters angeboten, die er aus gesundheitlichen Gründen nicht annehmen konnte. Es folgten mehrere Krankheitsjahre in verschiedenen Kurorten u.a. in Bonn, im Pisa und in Gais (Schweiz), letzteres begleitet von Otto Scholderer. Ab 1870 trat De Graan selten auf. Sein letzter Soloauftritt war am 8. Januar 1873 während einer Quartett-Soirée te Haarlem. Seine Kräfte ließen nach. Beim 36. Zukunftskonzert (Maatschappij De Toekomst) am 26. November 1873 gehörte De Graan zu den ersten Geigen und die "Rheinische" Symphonie Nr. 3 Es-Dur von Robert Schumann gespielt. Das "Feierlich" wurde gewissermaßen sein Schwanengesang. De Graan ist wieder bei Herrn Dirksen eingezogen Den Haag. Er starb in Den Haag im Alter von 21 Jahren an Tuberkulose im Haus Hoogstraat 11, wo er von Frau Maria Henriette von Weckerherlin-Händel (Ehefrau des Staatssekretärs für Königin Sophie) und sein Freund Cornelis Johannes Eggink. Zwei Tage später, am 10. Januar, wurde er mit großem Interesse auf dem Friedhof beigesetzt Alte Eiche und Dünen in Den Haag.
Speziell für Jan de Graan links Johannes Kneppelhout in den Konzertsaal Oosterbeek bauen. Leider starb Jan de Graan, bevor er dort auftreten konnte. Kneppelhout schrieb ein Buch über Jan de Graan mit dem Titel "Ein berühmter Junge. In Erinnerung an Jan de Graan, geboren in Amsterdam am 10. September 1852, gestorben in Den Haag am 8. Januar 1874". Darin beschreibt er den geschlossenen Charakter von De Graan. Willem Nicolaï, Direktor der Königlichen Musikschule in Den Haag, wo De Graan einen Teil seiner Ausbildung absolvierte, schrieb in der Musikzeitschrift Caecilia einen Nachruf auf ihn. In der Halle des Königliche Konzerthalle in Amsterdam hängt ein großes Porträt von Jan de Graan, gemalt von David Artzo. Kneppelhout schrieb auch den Text auf De Graans Grabstein:
- Du warst mein Stolz, meine Freude, mein schweres Kreuz zware
- Kind ohne Zuhause
- gefeierter Suonatore, dessen weiches Licht
- Frühe Morgenröte, Rennerträge!
- Hier stiller Leidender, verloren, zum Abschied geküßt.
- Habt eure heilige Ruhe!
- Dein Kummer ist weg, deine Jugend ist für immer, aber,
- Ah! Dumm deine Saite.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
|