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Robert Schumann
Dieser Artikel behandelt den Komponisten Schumann. Sehen Robert Schuman für den Politiker.
Robert Schumann
Robert Schumann im Jahr 1839
Vollständiger NameRobert Alexander Schumann
Geboren8. Juni 1810
Verstorben29. Juli 1856
GeburtslandFlagge von Deutschland Deutschland
StilKlassisch, Romantik
Beruf(e)Komponist, Dirigent
(und) IMDb-Profil
(und) Allmusic-Profil
Portal  Portalsymbol  Klassische Musik

Robert Schumann[1] (Zwickau, 8. Juni 1810Endenich (Biene Bonn), 29. Juli 1856) war ein Deutsch Komponist, Pianist, Dirigent und Musikkritiker in der Zeit der Romantik.

Lebenszyklus

Robert-Schumann-Denkmal in Zwickau

Schumann wurde geboren in Zwickau am Hauptmarkt 5 als fünftes Kind von Friedrich August Gottlob Schumann (1773–1826) und Johanna Christiane Schnabel (1770–1836). Sein Vater war Buchhändler, Schriftsteller, literarischer Übersetzer und Herausgeber und das stimulierte Roberts literarisches Interesse. Er hatte eine Schwester Emilie (1796–1825) und drei Brüder, die alle drei in den Buchhandel einstiegen: Eduard (1799–1839), Carl (1801–1849) und Julius (1805–1833).

Frühe Periode

Im Alter von sieben Jahren erhielt Robert Schumann seinen ersten Klavierunterricht. Da war ein Konzertflügel gekauft und sein Vater versucht (vergeblich) Carl Maria von Weber als Klavierlehrer für seinen Sohn. Bis zum Alter von achtzehn Jahren besuchte Robert das Lyzeum seiner Heimatstadt. Robert Schumann schrieb später: „Ich genoss eine sorgfältigste und liebevolle Erziehung“.

Im Alter von zwölf Jahren schrieb er seine ersten Kompositionen, Psalm 150 und der Ouvertüre mit Chor für Solisten, Chor und Orchester mit obligatorisch Klavierpart. Sein zweites kreatives Arbeitsfeld war der Literatur: er schrieb schon in jungen Jahren Gedichte, Reden und Artikel. In der Buchhandlung seines Vaters hatte er Zugang zu den neuesten Werken der bekannten Schriftsteller und Dichter seiner Zeit.

1825 beging seine Schwester Emilie Selbstmord und zehn Monate später starb auch sein Vater. Auf Wunsch seiner Mutter, aber hauptsächlich auf Anraten seines Kurators Gottlob Rudel, er hat - ohne großes Interesse - zuerst studiert Rechtswissenschaft in Leipzig und Heidelberg. Besuch eines Konzerts von Niccolò Paganini in Frankfurt am Main war ausschlaggebend für seine Entscheidung, sich ganz der Musik zu widmen.

Schumann studierte Klavier bei den berühmten Friedrich Wieck, aber eine Fingerverstauchung hinderte ihn daran, eine Karriere als Klavier zu verfolgen Virtuose oder Konzertpianist. Schumann lebte wie die anderen Studenten bei Wieck in Leipzig. Dort lernte er Wiecks Tochter kennen Clarawen er später heiraten würde. Biene Heinrich Dorn in Leipzig studierte er 1831 Musiktheorie.

Der Davidsbundler

Sein umfangreiches literarisches Interesse äußerte sich in Publikationen gegen "filistreuse" (schmale) Zerfallserscheinungen im Bereich der Musik. Zusammen mit Clara Wieck und einigen anderen Künstlern gründete er die Neue Zeitschrift für Musik on, für die er 1835 die volle Verantwortung übernahm. Es wurde zum bedeutendsten Musikmedium in Deutschland. In dieser Zeitschrift schrieb er seine Artikel unter verschiedenen Pseudonyme. 'Eusebius' war nachdenklich und sensibel, 'Florestan' stark, inspirierend und enthusiastisch, 'Meister Raro' ausgeglichen und versöhnlich. Er nannte diese Figuren „Davidsbündler“ (Mitglieder des Davidbundes).

Robert und Clara

Robert und Clara Schumann, 1847

Nach einer kurzen Engagement mit Ernestine von Fricken Schumann fühlte sich stark bis Clara Wieck angezogen. Seine Liebe zu ihr führte zu jahrelangen Konflikten mit seinem Klavierlehrer, ihrem Vater Friedrich Wieck, der besonders stolz auf seine Tochter war. Sie war sein Augapfel und eine vielversprechende Pianistin, die Krönung seiner Lehre. Es kam zu einem offenen Riss. Wieck hatte Schumann verboten, Clara zu treffen und ging mit ihr auf Konzertreise. Aber Clara bleibt in Schumanns Werken aus dieser Zeit präsent. 1837 verlobte sich das Paar gegen den Willen von Vater Wieck. Wiecks Intrigen führten Schumann in eine Nervenkrise und melancholische Anfälle. Die Erlaubnis zur Heirat wurde durch das Gericht erzwungen. Am 12. September 1840, dem Tag vor Claras 21. Geburtstag, konnte das Ehepaar endlich die Dorfkirche von betreten Schönefeld Heiraten.

Im selben Jahr wurde Schumann von der Universität Jena bis um Ehrendoktor ernannt und er lernte kennen Franz Liszt. Die ersten Ehejahre waren die glücklichsten in Schumanns Leben. Das Ehepaar lebte bis 1844 in Leipzig.

Clara trat weiterhin auf und ihre Karriere als Pianistin entwickelte sich schnell. Die Einnahmen aus ihren Konzerten waren für das Ehepaar unverzichtbar und da sie oft Werke Schumanns spielte, trug sie zu seinem Ruf als Komponistin auch im Ausland bei. Auf einer Konzertreise 1844 nach Russland für Konzerte in Petersburg und Moskau die Schumanns wurden von der Familie von . übernommen Zar Nikolaus I erhalten. Es störte Robert jedoch, dass Clara auf diesen Tourneen die Hauptrolle spielte und dass er nicht mehr als ihr begleitender Ehemann zu sein schien. Sie waren auch in den Niederlanden. Als sie zu sich kam Prinz Friedrich, Bruder von König Wilhelm IIBei Hofe habe der Prinz, einer oft nacherzählten Anekdote zufolge, Schumann gefragt, "ob er auch musikalisch sei".[2]

Lieder, Sinfonien und Kammermusik

Inzwischen hatte er sich zu einem produktiven Komponisten von Format entwickelt. Schumann schrieb bis 1839 ausschließlich Klaviermusik. Dann kamen die großen Klavierzyklen, mit denen er berühmt werden sollte. 1840 war das Jahr der Liederzyklen: er hat in diesem Jahr 138 Lieder geschrieben, darunter Liederkreis, An. 39, Frauenliebe und -leben, An. 42 und Nähere Liebe, An. 48. Erst nach der Heirat wurde die Breite des kompositorischen Schaffens erweitert. Im Jahr 1841 wurde die Symphonie Nr. 1 in B-Dur An. 38, die "Frühlingssinfonie". Die Premiere im Gewandhaus in Leipzig unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy war einer der größten Erfolge in Schumanns Karriere.

1842 wurde sein Jahr Kammermusik mit den dreien Streichquartette, An. 41. Schumann hat auch insgesamt etwa zwei- bis dreihundert Lieder geschrieben, von denen fünfzig bis hundert bekannt geworden sind. Als er 1843 den weltlichen OratoriumDas Paradies und die Peric, An. 50 triumphierte, lief seine Arbeit als Kompositionslehrer am neuen Konservatorium nicht gut.

Spannungsfeld Dresden

1844 verließ das Ehepaar Schumann Leipzig für Dresden. In dieser Zeit hatte er mehrere Begegnungen mit Richard Wagner. 1847 wurde er Dirigent des Chores „Liedertafel“ in Dresden. Es Revolutionsjahr 1848 wurde zu einem der produktivsten Schumanns: Er vollendete seine OperGenoveva auf einem hausgemachten Libretto, fing an zu schreiben beiläufige Musik vor dem Manfred von Lord George Gordon Byron und beendete den dritten Teil der Szenen aus Goethes Faust. Doch die Familie Schumann fühlte sich in Dresden zunehmend isoliert, weil sie sich über den Musikgeschmack des konservativen Dresdner Publikums ärgerte. Zum Beispiel nahm Schumann 1850 das Angebot von Ferdinand Hiller ihn zu seinem Nachfolger als Stadtmusikdirektor zu ernennen Düsseldorf einreichen.

Musikdirektor in Düsseldorf

In Düsseldorf war Schumann verantwortlich für die Abonnementkonzerte des Städtischen Allgemeinen Musikvereins, die Proben der verschiedenen Chöre und Berater für besondere musikalische Feste in zwei römisch-katholischen Kirchen. Er war sehr ehrgeizig und das erste Konzert, bei dem Clara als Solistin auftrat, war ein überwältigender Erfolg. Seine Schweigsamkeit, seine starke Kurzsichtigkeit, die damals nicht mit einer Brille korrigiert werden konnte, seine sanfte Stimme und die fehlende pädagogische Fähigkeit, Orchestermitglieder zu motivieren, führten zu einem Mangel an Disziplin im Orchester. Im November 1853 wurde ihm mitgeteilt, dass er nur seine eigene Arbeit durchführen könne: eine fristlose Entlassung.

Letzten Jahren

Schumann war zunehmend beunruhigt von akustische Halluzinationen, die begleitet wurden von Depression und Angst vor Visionen. Am 27. Februar 1854 sprang er während des örtlichen Karnevals in innerer Aufruhr in den Rhein. Er wurde von Brückenaufseher Joseph Jüngermann und einigen unbekannten Umstehenden gerettet, von denen einige vermutlich ein niederländischer Skipper sind.[3] Er wurde Wahnsinn erklärt und in eine Anstalt für psychisch Kranke in Endenich (bei Bonn) eingeliefert. Dort lebte er bis zu seinem Tod im Jahr 1856 in völliger Isolation. Auch seine Frau Clara hat ihn hier erst zwei Tage vor seinem Tod zum ersten Mal besucht.

Stil

Robert Schumann ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten Komponisten der Musikzeit Romantik. Er hinterließ nicht nur eine Vielzahl bedeutender Klavierwerke und Lieder, sondern erkundete mit seinen späten Chor- und Orchesterwerken oft neue Möglichkeiten.

Museen

Mehrere Museen widmen sich dem Werk und Leben Schumanns und manchmal auch seiner Frau Clara. Da sind zum Beispiel die Schumannhaus Bonn, das Schumannhaus Leipzig und der Robert-Schumann-Haus in Zwickau. Es gibt auch Museen mit einer Teilsammlung über ihn, wie das Brahms-Institut in Lübeck und Brahmshaus in Baden-Baden.

Siehe auch

Veröffentlichungen

  • (das) Robert Schumann-Scriptures über Musik und Musiker - Ausgwählt und herausgegeben von Josef Häusler, Universal Bibliothek Nr. 2472 (3) Stuttgart, ISBN 3-15-002472-2
  • (das) Gerd Nauhaus/Ingrid Bodsch (Hrsg.): Clara und Robert Schumann. Ehetagebucher, StadtMuseum Bonn, Bonn und Strömfeld-Verlag, Frankfurt-Basel 2006, ISBN 3-86600-002-2

Über Robert Schumann

  • (NL) Henk Stam: Rauben. Schumann, J. H. Gottmer, Haarlem/Antwerpen, 1948
  • (und) Alan Walker (Hrsg.): Robert Schumann. Der Mann und seine Musik. Barrie & Jenkins, London, 1972.
  • (das) Siegfried Kross: Robert Schumann im Spannungsfeld von Romantik und Biedermann, in: Bonner Geschichtsblätter Band 33 (1981), Bonner Heimat- und Geschichtsverein und Stadtarchiv Bonn
  • (NL) Tim Dowley, Jos van Leeuwen (Hrsg.): Schumann, Gottmer, Haarlem, 1988.
  • (das) Barbara Meier: Robert Schumann, rororo Monographie Nr.50522, Rowohlt Verlag Reinbek, 4. Auflage 1995, ISBN 3-499-50522-3
  • (und) John Daverio: Robert Schumann. Vorbote eines "neuen poetischen Zeitalters", Oxford University Press, 1997, ISBN 0-19-509180-9
  • (das) Günther Spione: Robert Schumann, Philipp Reclam jun., Stuttgart, 1997, ISBN 3-15-010435-1
  • (das) Leander Hotaki: Die Motto-Sammlung von Robert Schumann. Übertragung, Kommentar, Einfuhrung, Freiburg i.Br. 1998, ISBN 3-7930-9173-2
  • (das) Ernst Burger: Robert Schumann – Eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten, Schott Verlag Mainz 1998, ISBN 3-7957-0343-3
  • (und) Eric Friedrich Jensen: Schumann, Oxford University Press, 2001, ISBN 0-19-513566-0
  • (das) Arnfried Edler: Robert Schumann und Seine Zeit, Laaber-Verlag, 2. Auflage 2002, ISBN 3-89007-538-X
  • (das) Wolfgang Boetticher: Robert Schumann – Leben und Werk, Noetzel Verlag 2004, ISBN 3-7959-0804-3
  • (das) Udo Rauchfleisch: Robert Schumann – Eine psychoanalytische Annäherung, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht 2004, ISBN 3-525-01627-1

Externe Links

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