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Jan van der Linden
Für den Maler siehe Jan van der Linde

Johannes Jacobus (Jan) van der Linden (Schiedam, 17. Februar1907 - Nieuwegein, der 4. November1993) war ein NiederländischArchitekt.

Leben und Arbeiten

Sein Vater, der Chemiker Dr. Charles Florent van der Linden, war Direktor der Stearinfabrik 'Apollo'. Nach dem 5 jährigen HBS im Den Haag Jan van der Linden studierte Chemie und Jura in Amsterdam. Beide Studien brach er vorzeitig ab. Im Oktober 1930 meldeten er sich mit seinem Bruder Kees bei der Bauhaus im dessau dort Architektur zu studieren. Unter dem Druck der politischen Entwicklung musste das Bauhaus im September 1932 seine Pforten schließen. Ein Teil der Ausbildung wurde übertragen auf Berlin, aber im April 1933 schloss die Polizei auch die Schule in Berlin. Die Brüder Van der Linden konnten ihre Ausbildung nicht abschließen, sondern etablierten sich als Architekten. In den Krisenjahren folgten einige kleinere Einsätze in Deutschland und die Niederlande. 1934-1935 reiste Jan van der Linden nach Chili Direktor einer Möbelfabrik zu werden, die sich jedoch bei der Ankunft als bankrott herausstellte. Van der Linden arbeitete als Lehrer und Architekt in Valparaíso und kehrte nach einiger Zeit in die Niederlande zurück. Als er zurückkehrte, etablierte er sich mit seinem Bruder als Architekt auf der Keizersgracht in Amsterdam. Van der Linden wurde Sekretär von Architectura et Amicitia (1940-1955). Während des Krieges weigerte er sich, der Kulturraum. Dadurch konnte er nur kleinere Innenrenovierungen durchführen. Mit dem Wiederaufbau begann zwei Jahrzehnte mit vielen Aufgaben. Sein Bruder Kees verließ das Büro und wurde Lehrer an der Freie Schule und Lehrer Anthroposophie zum Akademie für Architektur in Amsterdam. Jan erweiterte sein Büro in Amsterdam und würde unter anderem mit Herman Knijtijzer, W J. Saarberg und Wim Quist. 1952 eröffnete er zusammen mit A. Overeijnder ein Schreibtisch in Rotterdam. Er baute unter anderem das Büro von Sanquin (bis 1998 Städtischer Blutspendedienst) in Amsterdam (mit Bildern von Jan Wolkers), zahlreiche Wohnhäuser, Fabrikhallen, Bankfilialen und Geschäfte für u.a. vorgeburtlich. 1966 beendete Van der Linden seine Tätigkeit als Architekt und widmete sich ganz der Anthroposophie. Er gründete zusammen mit seiner Frau – the textile artistkunst Ernee 't Hooft - das Iona-Stiftung in Amsterdam, einer gemeinnützigen Einrichtung auf der Grundlage der Anthroposophie.

Literatur

Hinweis: Das Archiv von Jan van der Linden befindet sich im Het Nieuwe Instituut in Rotterdam, es ist vollständig inventarisiert und weitgehend digitalisiert.Marty Bax: Bauhaus Lecture Notes 1930-1933. Sprache Englisch. Herausgeber: Amsterdam, Architectura et Natura, 1991. Simone Divendal hat über die Brüder Van der Linden recherchiert und darüber im Ausstellungskatalog der Bauhausexpo im Museum Boymans van Beuningen veröffentlicht Niederländische Bauhaus-Studenten, darunter die Brüder Van der Linden, 2019.

  • Drei Werke von J. J. van der Linden, Architekt B.N.A., Henke, C.J., Bouwkundig Weekblad, 1953