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Kamp Vaihingen
Campingplatz Vaihingen
KZ Außenlager Vaihingen
Camp Vaihingen (Deutschland)
Campingplatz Vaihingen
InbetriebnahmeAugust 1944
Befreiung16. April 1945
OrtVaihingen
Verantwortliches LandNazi Deutschland
Koordinaten48° 57′ N, 8° 57′ O
AdministratorSS
Zahl der Todesopfer1700

Campingplatz Vaihingen (deutschː KZ-Außenlager Vaihingen) war eine Tochtergesellschaft der KonzentrationslagerNatzweiler-Struthof. Es wurde im August 1944 gegründet und bestand bis zum 16. April 1945. Die Einwohner von Vaihingen das Lager Wiesengrund genannt.

Arbeitslager

Das Lager wurde als Arbeitslager errichtet. Erster Kommandant war Friedrich Berlinghof, ihm folgte Wilhelm Lautenschlager. Das Lager bestand aus vier Baracken. Insgesamt waren etwa 5.000 Menschen in diesem Lager.

In einer unterirdischen Fabrik werden Teile der MesserschmittFlugzeuge gebaut werden. Dazu würden auch die bestehenden Minen genutzt. Dieser Plan trug den Codenamen Stoffel. Am 9. August 1944 wurden 2.189 polnische Juden aus dem Konzentrationslager vertrieben Auschwitz ins Lager Vaihingen überführt. Sie kamen aus einem Lager in Radom (Polen) und wurden in Auschwitz extra ausgewählt, weil sie noch stark genug waren, um zu arbeiten. Unterwegs wurden sie gewaschen und entlaust. Am 11. August kamen sie in Vaihingen an; zwei Männer waren unterwegs gestorben. Die Zwangsarbeiter mussten in den Minen und Ausgrabungen arbeiten. Auf Wunsch des Bürgermeisters wurden 24 Mann zum Bau von Luftschutzkellern eingesetzt.

SS-Krankenhaus

Ab Oktober 1944 wurde das Lager in ein SS-Krankenhaus umgewandelt. Kranke Häftlinge aus umliegenden Lagern wurden nach Vaihingen gebracht, dort aber kaum versorgt. Zu dieser Zeit wurde auch eine fünfte Baracke gebaut. Die Häftlinge wurden in anderen Lagern eingesetzt. Die Kranken hatten zwanzig verschiedene Nationalitäten. Der erste Krankentransport traf am 10. November ein. Insgesamt 25 Transporte brachten zwischen November 1944 und März 1945 2.442 schwerkranke Häftlinge nach Vaihingen.

Im Januar 1945 brach in das Lager ein Typhus von. Es gab viele Opfer. Das Lager musste im April evakuiert werden. Die 515 Gefangenen, die noch laufen konnten, fuhren mit dem Zug ins Konzentrationslager Dachau.

Befreiung

Am 7. April wurde das Lager von französischen Truppen befreit. Es stellte sich heraus, dass noch etwa 650 Häftlinge anwesend waren. Am 9. und 10. April wurden die französischen, niederländischen und belgischen Gefangenen evakuiert und nach Speyer gebracht, und am 13. April wurden die Polen, Russen und Deutschen nach Neuenburg gebracht. Alle mussten rein Quarantäne bis Anfang Juni. Hinzu kamen 128 Patienten, die nicht mehr transportiert werden konnten. Sie wurden in ein Krankenhaus in Vaihingen eingeliefert. Die 84 Verstorbenen wurden auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt. Am 16. April war das Lager leer und die Baracken wurden in Brand gesteckt.

Friedhof

Ungefähr 1.700 Menschen starben in diesem Lager. Die Massengräber wurden nach dem Krieg gefunden. Nicht alle Opfer konnten identifiziert werden, 1267 anonyme Opfer wurden auf dem Friedhof umgebettet, der 1958 in der Nähe des Lagers angelegt wurde, um den Opfern eine letzte Ruhestätte zu geben. Mehr als 230 Opfer wurden in ihr eigenes Land zurückgeführt.

Alphabetisch nach Namen. Wenn ein Lager mehrere Rollen hatte, ist es in der "höchsten" Gruppe.

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Siehe auch: Liste der Konzentrationslager der Nazis · Japanische Lager in Niederländisch-Ostindien · Liste der japanischen Lager