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Ketoacidose
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Ketoazidose
Codierungen
ICD-10E10.1-E14.1
ICD-9250.1
KrankheitenDB29670
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Ketoazidose, ebenfalls Ketose oder Acetonämie ist eine Sonderform von vorm Azidose die bei Menschen mit auftreten können Diabetes Mellitus. Bei Ketoazidose kommt es zu einer Akkumulation von Keto-Körper (Acetoacetat, Aceton und Beta-Hydroxybutyrat) im Blut, das dadurch sauer wird.

Der Körper hat Insulin benötigt Glucose aus dem Blut aufgenommen werden. Insulin sorgt dafür, dass Glukose viel schneller von den Zellen im Fettgewebe und den Muskelzellen zur Verbrennung aufgenommen werden kann. In Leber und Muskulatur sorgt Insulin dafür, dass Glukose umgewandelt und in Form von Glykogen. Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ I gibt es kein oder zu wenig Insulin, sodass der Körper trotz hoher Glukoseversorgung im Blut diese Glukose nicht zur Energieversorgung nutzen kann, sondern auf die Fettverbrennung umstellt. Ketose namens. Dafür Fettverbrennung sein Coenzym AMoleküle benötigt. Diese Coenzym-A-Moleküle werden aus Glucose gebildet. Da der Körper jetzt jedoch keine Glukose verwenden kann, muss er Proteine ​​abbauen, um diese Coenzym-A-Moleküle zu bilden. Zusammenbruch Protein (unter anderem in der Muskulatur zu finden) führt zur Übersäuerung. Darüber hinaus werden bei der Fettverbrennung Ketone zur Energiegewinnung aus den Körperfetten gebildet. Normalerweise werden die Fettsäuren in Acetyl-CoA umgewandelt (durch Acyl-CoA-Synthetase, Carnitin und Beta-Oxidation zu 1 FADH2, 1 NADH und 1 Acetyl-CoA). Das wäre dann im Krebs Zyklus reagieren mit Oxalacetat zu Zitronensäure, um Pyruvat in CO . umzuwandeln2 (siehe Krebs-Zyklus). Beim Typ-1-Diabetes besteht jedoch ein absoluter Glukosemangel in der Zelle, so dass die Glukoneogenese und nicht der Krebs-Zyklus Vorrang haben. Die Gluconeogenese verwendet jedoch so viel Oxalacetat bei der Umwandlung zu Phosphoenolpyruvat und weiter zu Glucose, dass es im Krebs-Zyklus nicht mehr verfügbar ist. Als Ergebnis können die AcetylCoAs im Krebs-Zyklus nicht weiter reagieren und sie bilden Ketonkörper, indem sie mit anderen AcetylCoAs zu Acetoactetat und daraus Aceton und 3-Hydroxybutyrat reagieren. Diese Ketone gelangen in den Blutkreislauf. Normalerweise sind die Ketone selbst nicht gefährlich und sind Treibstoff für die Fettverbrennung; Da jedoch etwas Glukose für die Fettverbrennung benötigt wird und sich aufgrund des Insulinmangels nicht in den Zellen befindet, werden die Ketone jetzt nicht verbrannt und die Ketone reichern sich an. Da Ketone sauer sind, übersäuert das Blut und es kommt zu einer Übersäuerung.

Die Symptome der Ketoazidose, zusätzlich zu denen von a Hyperglykämie wie viel trinken, viel urinieren und Müdigkeit, auch Übelkeit. Aufgrund der hohen Konzentrationen von Ketonen gelangen diese Ketone im Urin und es gibt Ketonurie. Außerdem gehen beim Ausatmen auch Ketone verloren, was sich dadurch bemerkbar macht, dass der Atem nach Äpfeln oder Aceton riecht (je nach Art der Ketone). Wenn die Ketoazidose zu lange anhält, kann der Patient erbrechen. Wenn das passiert, sind die Chancen, den Blutzucker weiter zu stören, so groß, dass sofort ein Arzt aufgesucht werden sollte. Dies ist auch ein Hinweis auf eine akute Krankenhauseinweisung, insbesondere wenn es sich um Kleinkinder handelt.

Diagnose

Ob ein ketogener Zustand vorliegt, kann heutzutage vom Patienten selbst mit geeigneten selbstüberwachenden Messgeräten festgestellt werden. Darüber hinaus gibt es Streifen, die in den Urin getaucht werden und durch Verfärbungen auf das Vorhandensein von Ketonen hinweisen. Diese Methode ist jedoch viel weniger genau, aber wenn der Streifen Ketone erkennt, muss auch darauf reagiert werden.

Wenn der Blutzucker während der Messung zu hoch ist und ein hoher Ketonspiegel vorliegt, ist dies ein sehr starkes Indiz dafür, dass die vorhandene Glukose nicht verbrannt wird und der Körper deshalb zur Fettverbrennung gezwungen wurde. Wenn sowohl ein zu hoher Blutzucker als auch eine große Menge an Ketonen nachgewiesen werden sollen, liegt eine Ketoazidose vor.

Generell gilt: Ketonkonzentrationen unter 1,0 mmol/l sind gut, bei über 1,0 sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Für Patienten, die mit Diabetes vertraut sind, wurde oft ein Protokoll zum Umgang mit Ketoazidose erstellt; dies kann beispielsweise besagen, dass hohe Blutzuckerwerte in Kombination mit Ketonen (diese beginnen ab 17 mmol/l) zunächst mit erhöhten Insulindosen zu Hause behandelt werden können.

Liegen zusätzlich neurologische Symptome (Abwesenheit, Bewusstseinsstörungen etc.) vor, ist sofortige ärztliche Hilfe von großer Bedeutung, denn in diesem Fall Hirnödem anwesend sein kann. Diese Komplikation macht Ketoazidose zur Haupttodesursache bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes[1].

Therapie

Bei Diabetikern beginnt die Behandlung immer mit der Gabe von Insulin, vorzugsweise ultrakurzwirksam, da es nicht nur kurzwirksam, sondern auch sehr schnell wirkt. Dies führt fast immer dazu, dass der Blutzuckerspiegel sinkt und die Kohlenhydratverbrennung wieder beginnt und die Ketone aufgebraucht werden können, wodurch die Ketonkonzentration sinkt.

Tritt zusätzlich Erbrechen auf, wird versucht mit ORS (evtl. über eine Ernährungssonde durch die Nase) und eine Insulininfusion (wenn der Patient bereits eine Insulinpumpe hat, kann diese verwendet werden) zur Normalisierung des Blutzuckers Wenn das nicht funktioniert, wird zusätzlich zur Insulininfusion auch eine Glukose-Infusion angeschlossen.

Sobald sich der Blutzucker normalisiert hat, wird die normale Diabetesbehandlung wieder aufgenommen. Die Übelkeit und die Neigung zum Erbrechen sind dann verschwunden.