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Kloster Neuzelle Kloster Neuzelle | ||||
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Klosterkirche St. Maria | ||||
| Land | ||||
| Region | Brandenburg | |||
| Platz | Neuzelle | |||
| Koordinaten | 52° 5′ N, 14° 39′ O | |||
| Religion | katholische Kirche | |||
| klösterlicher Orden | früher: Zisterzienser | |||
| Eingebaut | 1268 | |||
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Es Kloster Neuzelle (Kloster Neuzelle (Nova Cella)) war einer in der Markgrafschaft Niederlausitz gelegene Abtei der Zisterzienser. Die Abtei wurde im 13. Jahrhundert von den Haus Wettin gegründet und bestand bis 1817, als das Kloster Preußisch Regierung wurde aufgelöst. Durch die Enteignung gelangte der Besitz des Klosters in die Hände des staatlichen Stifts Neuzelle, das 1955 von der Deutsche Demokratische Republik wurde aufgehoben. 1996 wurde sie als Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes neu gegründet Brandenburg.
Die Klosterkirche ist heute Pfarrkirche der römisch-katholischen Pfarrei Neuzelle. Die Klosterbrauerei Neuzelle braut noch heute Bier nach alter Zisterzienser-Tradition.
Geschichte




Mittelalter
Das Kloster Neuzelle wurde am 12. Oktober 1268 von Markgrafen erbaut Heinrich der Gelassene zum Gedenken an seine zwei Tage zuvor verstorbene Frau Agnes gegründet. Der Zweck des Klosters war das Gebiet zwischen den Oder und die Schlaube für die Christentum und wirtschaftlich entwickeln. Das Kloster Neuzelle war ein Vorposten des Mutterklosters Altzella (Cella) in der Nähe der Stadt Nossen im Sachsen.
Die Klosteranlage wurde zwischen 1300 und 1330 auf einem Bergsporn im Odertiefland errichtet. Das dreischiffigHalle Kirche der Abtei wurde in einem für die Region typischen Stil erbaut Backsteingotik gebaut.
Im Mittelalter beherbergte das Kloster Neuzelle eine umfangreiche Herrschaft. Zum Kloster gehörten mehr als 30 Dörfer in der Niederlausitz und auch einige Dörfer in der Mark Brandenburg. Auch die Stadt Fürstenberg an der Oder und die Burg Schiedlo an der Mündung der Neiße waren im Besitz der Zisterzienser.
Im Jahr 1429, während des Hussitenkrieges, fiel ein Heer aus Böhmen in das Gebiet ein und zerstörte neben der Stadt Guben auch das Kloster Neuzelle. Weil sich die Mönche weigerten, dem römischen Katholizismus abzuschwören und die Lehren der Reformatoren von Jan Hus zu übernehmen, wurden sie gefoltert, ermordet oder entführt. Seitdem werden die Mönche als Märtyrer verehrt, allen voran der Abt Petrus (1408-1429). Unter Abt Nikolaus II. von Bomsdorf (1432-1469) wurde das Kloster wieder aufgebaut
Die neue Zeit
Neuzelle überlebte als einziges Kloster in der Niederlausitz die Reformation wie eine katholische Insel in einer rein protestantischen Umgebung. Fast alle Untertanen der Herrschaft des Klosters Neuzelle hielten sich an die Lehren von . um 1550 Martin Luther eingesteckt. Neue Mönche kamen nun hauptsächlich aus Nordböhmen und es blieb katholisch Oberlausitz und studierte an der Karls-Universität zu Prag. Das Kloster wurde in die böhmische Ordensprovinz der Zisterzienser eingegliedert. Als die Niederlausitz 1636 von der Katholischen Habsburger im Rahmen der Frieden von Prag an das sächsische und evangelische Haus Wettin abgetreten werden musste, wurde eine gesonderte Bestimmung erstellt, in der die Kurfürsten auch den Fortbestand des Klosters garantierten.
Im Zuge der Dreißigjähriger Krieg die Klosteranlage wurde stark beschädigt. Die Mönche kehrten zwei Jahre nach der Westfälischer Frieden zurückgebracht und ihr Hab und Gut zurückgeholt. Zwischen 1655 und 1658 ließ Abt Bernardus die wiederaufgebauten Gebäude von italienischen Künstlern mit Fresken und Stuckaturen ausstatten. Sein Nachfolger ließ die Anlage im Stil des süddeutschen Barock umbauen. Die prachtvolle Renovierung der gotischen Hallenkirche ließ das Bauwerk jedoch unverändert. Fast alle heute noch existierenden Gebäude des Komplexes sind das Ergebnis dieser barocken Renovierung. Die Kirche selbst gilt als bedeutendster Kirchenbau der Niederlausitz.
19. Jahrhundert bis heute
Nach dem Wiener Kongress kam die sächsische Niederlausitz Preußen. König Friedrich III ließ das Zisterzienserkloster 1817 enteignen und ihm eine öffentliche Bestimmung geben. Von nun an wurden die Gebäude und Grundstücke des Klosters als Stift Neuzelle von der Regierung verwaltet. Die ehemalige Klosterkirche blieb katholisch und wurde 1947 zur Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau. Die ebenfalls zur Abtei gehörende Laienkirche zum Heiligen Kreuz wurde den Protestanten übergeben.
Am 2. September 1892 zerstörte ein Großbrand das Klostergebäude. Obwohl der Brand bereits die Kirche getroffen hatte, blieb das Gebäude auf wundersame Weise von der Zerstörung verschont. Ein zweites Mal entging die Kirche 1945 der totalen Zerstörung, als Neuzelle drei Monate lang an vorderster Front stand.
Aufgrund der neuen deutschen Grenzen 1945 wurden die Nieder- und Oberlausitz von ihrem alten Bischofssitz nach Breslau abgeschnitten. Die Kirche von Neuzelle war nun weithin der einzige ehrwürdige Kirchenbau für Katholiken. Das Gotteshaus entwickelte sich zu einem Wallfahrtsort für die vertriebenen deutschen Katholiken aus dem Osten, um hier bei Unserer Lieben Frau von Neuzelle Trost zu suchen.
1955 wurde das staatliche Stift Neuzelle aufgelöst und 1996 als Stiftung neu gegründet.
Seit 1969 wurden in der Kirche mehrere Renovierungsarbeiten durchgeführt, die dem Inneren wieder seinen alten Glanz erstrahlten. Seit 1993 wurde das Äußere der Kirche restauriert.
Ab 1993 wurde die ehemalige und weitgehend erhaltene Klosteranlage saniert. 2004 der barocke Klostergarten und die Orangerie nach Umbau wiedereröffnet.
Passionsdarstellungen des Heiligen Grabes
In den Jahren 1751-1753 beauftragte der Künstler Joseph Felix Seifrit Abt Gabriel mit der Erstellung einer Sammlung lebensgroßer, gemalter Holzszenen. Sie repräsentieren das Leiden, den Tod und die Auferstehung Christi. Bis ins 19. Jahrhundert wurden sie während der Leidenszeit in der Klosterkirche untergebracht. Dann wurden sie wieder weggeräumt. 1997 wurden 229 der ursprünglich 242 Teile wiederentdeckt und von 2011 bis 2014 restauriert. Ein Teil des einzigartigen Ensembles ist im neu eröffneten Museum Neuzelle zu sehen.
Organ
Die heutige Orgel der Kirche wurde 1906 von Wilhelm Sauer aus Frankfurt an der Oder gebaut. Das Instrument mit konischen Schubladen hat 24 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Aktion ist pneumatisch. Die Orgel wurde im Zeitraum 1999-2001 restauriert.
Externe Links
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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