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Kolumba
Kolumba
Kolumba
OrtKöln, Kolumbastraße 4
ArtMuseum für religiöse Kunst
Etabliert1853
Eröffnungsdatum15. September2007 (Neubau)
Menschen
DirektorStefan Kraus
KuratorBarbara von Flüe, Christina Nägler (Restaurierungsatelier)
Bilder
Ausgrabung bleibt Columba-Kirche
Webseite
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Kolumba (früher Diözesanmuseum) ist ein Museum für kirchliche Kunst in der Deutsche Stadt Köln. Es ist eines der ältesten Museen der Stadt und befindet sich seit 2007 in den Ruinen der Kirche Saint Columba und einem modernen Gebäude des Architekten Peter Zumthor. Die Kollektion stammt aus der Erzdiözese Köln.

Geschichte

Das Museum wurde 1853 von der Christlicher Kunstverein für das Erzbistum Köln. Ein Jahr später eröffnete die erste Ausstellung im Gebäude aus dem 15. Jahrhundert Gurzenich. Erst 1989 wurde die Verwaltung vom Erzbistum Köln übernommen. Das Museum war ursprünglich ein traditionelles bischöfliches Museum mit Räumen voller religiöser Statuen und Gemälde in einem Gebäude in der Nähe des Kölner Dom (Thomaskapelle am Roncalliplatz). Nach der Zerstörung des Gebäudes während der Zweiter Weltkrieg, das Museum befand sich in einigen Räumen in der Nähe des Kirche St. Gereon. Nach Fertigstellung des Neubaus 2007 entschied man sich für einen anderen Aufbau mit nahezu leeren Hallen, in denen einige Meisterwerke die ganze Aufmerksamkeit erhalten.[1]

Gebäude

Das heutige Museumsgebäude wurde von 2003 bis 2007 nach einem Entwurf des renommierten Schweizer Architekten Peter Zumthor errichtet. Es minimalistisch Stilgebäude enthält die Überreste der Kirche von Saint Columba, im Mittelalter die größte Pfarrkirche aus Köln. Die romanisch-gotische Kirche wurde 1945 fast vollständig zerstört, woraufhin der Architekt Gottfried Böhm baute 1949 eine kleinere Kapelle inmitten der Trümmer ("Madonna in der TrummernDer Neubau von Zumthor respektiert diese Bestandsstrukturen: Sowohl die mittelalterliche Ruine als auch die Böhmische Kapelle sind heute fester Bestandteil des Museums.[2] Die Wände sind aus verputztem Beton und hellgrau perforiert Backstein ("Kolumba-Steine") mit Stahlfenstern. Besonderes Augenmerk wurde auf den Lichteinfall in den Fluren und Treppenhäusern gelegt. Die Böden sind von Granatwerfer, Terrazzo und Jura Kalkstein. Die Möbel in den 16 Museumsräumen sind größtenteils aus Holz und haben ebenfalls ein minimalistisches Design.[3] Das Museumsgebäude wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Deutschen Architekturpreis des Deutschen Architekturmuseums in Frankfurt am Main (2008) und den Architekturpreis der Stadt Köln (2010). Peter Zumthor erhielt 2009 den Pritzker-Preis.

Sammlung

Museumshalle

Die Sammlung besteht hauptsächlich aus religiösen Gemälden, Zeichnungen, Drucken, Skulpturen, Reliefs und angewandter Kunst von der Spätantike bis zur Gegenwart. Nur wenige Meisterwerke sind dauerhaft ausgestellt; andere Werke rotieren oder sind Teil von Wechselausstellungen. Die Objekte werden nicht chronologisch präsentiert, wodurch eine interessante Wechselwirkung zwischen alter und zeitgenössischer Kunst entsteht.

Einige Highlights aus der Kollektion:

  • das Hermann-Ida-Kreuz, ein Prozessionskreuz aus dem 11. vergoldet Bronze (mit einem Römer Juwel als Christushaupt);
  • ein Elfenbein aus dem 12. Jahrhundert Kruzifix im romanischer Stil;
  • Stefan LochnersMadonna mit dem Veilchen (15. Jahrhundert);
  • anonym: Madonna im Erkerfenster (15. Jahrhundert);
  • anonym: Mann der Schmerzen (16. Jahrhundert);
  • August Macke: Sankt Georg und der Drache (1912);
  • Paul Thek: Schrein (1969);
  • Jannis Kounellis: Zivile Tragödie (1975);
  • eine umfangreiche Sammlung von Werken des japanischen Künstlers Leiko Ikemura.

Siehe auch

Mediendateien zu diesem Thema finden Sie auf der Seite Kolumba (Museum) auf Wikimedia Commons.