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Königsboden
Gebiete der drei privilegierten Güter in Zevenburgen:
Szeklerland
Zevenburger Sachsen - Königsboden
Ausschüsse unter der Autorität von Adel und Klerus

Das Königsboden (ungarisch: Kiralyfold, Latein: Fundus regius - wörtlich "King's Ground") ist der Name eines ehemaligen Gebiets, das zwischen den Olt und der Großer Tarnava im Zevenburgen. In alten Urkunden und auf alten Karten wird die Stadt als westlichster Punkt des Königsbodens bezeichnet spröde (rumänisch: Orăștie) und als östlichster Punkt das Dorf Draas (rumänisch: Drăușenic) Biene Rupie angegeben.

Die Bezeichnung Königsboden weist auf die besondere Rechtslage hin, die das Gebiet im Mittelalter genossen. Von dem 12. Jahrhundert diese relativ dünn besiedelte Region wurde von deutschen und flämischen Siedlern zurückerobert. Der ungarische König Geza II zu diesem Zweck zogen ab 1146 bewusst Siedler aus der Deutsches Kaiserreich. Die Gegend, die in mittelalterlichen Quellen terra regis (Latein für "Land des Königs") oder Funda-Regis ("Gründung des Königs") war königliches Eigentum. Die sogenannte Zevenburger Sachsen die den Königsboden bewohnten, unterstanden nur der Autorität des Königs von Ungarn, der sie 1224 übergab Goldene Lizenz oder Diplom Adreanum mit weitreichenden Privilegien sowie einer gewissen Autonomie. Diese Rechte galten später auch für das östlichere Gebiet Burzenland Um die Stadt herum Brasov und umso nördlicher Nösnerland runden Bisritz. Das Goldene Lizenz ist das weitreichendste und aufwendigste Gesetz, das deutschen Siedlern in Osteuropa je verliehen wurde.

Land und Höfe wurden den ersten Siedlergruppen auf dem Königsboden zugeteilt. Die Zevenburger Sachsen gründeten hier ihre ältesten Städte und Dörfer. Später wurden als Verwaltungseinheiten die sogenannten Sieben Stühle und der Sächsische Landesuniversität in Zevenburgen als ihre politische Vertretung. Die Gegend wurde wegen ihrer Bewohner oft als Vaak bezeichnet Sachsenland angegeben.

Über mehrere Jahrhunderte hinweg war der Königsboden – von wenigen kurzen Unterbrechungen abgesehen – eine wichtige Grundlage für die Rechtsstellung der Zevenburger Sachsen. Nach der österreichisch-ungarischen Ausgleich 1867 fielen diese Privilegien jedoch weg und der Königsboden erhielt eine rein historische Bedeutung. Nach dem Erster Weltkrieg die Gegend fiel wie der Rest von Zevenburgen durch die through Vertrag von Trianon (1920) auf Rumänien und wird größtenteils von Rumänen bevölkert.