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Leendert Valstar | ||
| Vollständiger Name | Leendert Marinus Valstar | |
| Geboren | 10. August1908, Naaldwijk | |
| Verstorben | 4. September1944, Camp Vught | |
| Land | Die Niederlande | |
| Auch bekannt als | Bert de Vries | |
| Gruppe | Nationale Kampftruppen | |
Leendert Marinus Valstar[1] (Naaldwijk, 10. August1908 - Vugt, 4. September1944) war ein führendes NiederländischWiderstandskämpfer in dem Zweiter Weltkrieg und beging Dutzende erfolgreicher Raubüberfälle und war Mitbegründer der Nationale Kampftruppen.
Er war von Beruf Gärtner. 1931 heiratete er Neeltje Dekker, geboren am 1. Oktober 1904 in 's-Gravenzande.
Ausbruch des Zweiten Weltkriegs
Während der Maitage 1940 diente Valstar bei der berittenen Artillerie, sah jedoch keine Aktion. Er hielt Kontakt mit seinen Dienstfreunden und mit anderen, die bereit waren, Widerstand zu leisten. Ab August 1942 brachten er und seine Frau auch Menschen unter.
Im Frühjahr 1943 wurde die Nationale Organisation zur Hilfe für Verstecke (LO) ein Vertreter in Naaldwijk, um die Optionen für die Unterbringung von Untergetauchten zu erörtern. Dieses Henk Veldhuis traf Valstar zu Hause mit Leenderts Bruder Tinus, der im Vertrieb der illegalen Zeitung aktiv war Hochzeit.
Veldhuis hat Valstar über ein Team informiert meppel der einen Raub begangen hat Vertriebsbüros und Bevölkerungsregister. Nach Meppels Beispiel gründete Valstar daraufhin eine eigene Gruppe, die Westland Fighting Team, mit dem er erfolgreich das Büro für Lebensmittelversorgung in Kriegszeiten in Naaldwijk ausraubte. Verrat verhinderte jedoch geplante Razzien in Einwohnermelderegistern. Valstar musste fliehen, um einer Verhaftung zu entgehen.
Bert de Vries
Ab Juli 1943 führte Valstar als „Bertus de Vries“ ein Nomadendasein und widmete sich ganz der illegalen Arbeit. Im August 1943 wurden die regionalen Aktivitäten der verschiedenen Bürgerwehren in der Nationale Kampftruppen; zusammen mit Isaac van der Horst und Hilbert van Dijk aus Kampen und Liepke Scheepstraße aus Arnheim und Theo Dobbe aus Naarden schloss sich Valstar der nationalen Spitze an. Sein Tätigkeitsfeld wurde der Aufbau und die Organisation von Schlägern in den westlichen und mittleren Niederlanden.
Neben seiner nationalen Arbeit blieb er als Leiter seiner 15-köpfigen Bürgerwehrgruppe aktiv. Mit seinem Team verübte er unter anderem Raubüberfälle in: Capelle aan den IJssel, lopik, IJsselstein, Alphen aan den Rijn, Broek op Langedijk, Schrumpfen am Lek, Zwammerdam, Doesburg, Naaldwijk und Delft. Ziel der Raubüberfälle war entweder die Vernichtung von Personalakten (auch zugunsten der Arbeitsplan) oder die Erfassung von ration gutscheine, die über das LO an die Untergetauchten verteilt wurden. Auch Polizeistationen wurden „besetzt“, um Waffen zu beschaffen.
Vugt
Am 15. Mai 1944 stattete 'Bertus de Vries' seiner in lebenden Frau einen Besuch ab Delft hatte sich versteckt. Ein paar Tage zuvor hatte er gehört, dass sie nach vierzehn Jahren Ehe mit dem ersten schwanger war.[2] Auf dem Rückweg zum Bahnhof war Valstar in großer Not und erleichterte sich im Westplantsoen. Ein Streifenpolizist holte ihn ab, weil dort ein Sexualdelikt stattgefunden haben soll.[2] Der Polizist wollte ihn zur Polizeiwache bringen. Das gefiel Valstar gar nicht, denn er hatte drei Monate zuvor persönlich an einem "Pistol Crack" teilgenommen. Er erschoss den Beamten in der Nähe der Polizeistation und floh.[2] Er kommt jedoch nicht weit, denn ein anderer Agent schafft es, ihn festzunehmen.[2]
Im Hauptquartier wurde er im Februar desselben Jahres als an der "Razzia" in Delft beteiligt anerkannt. Am selben Abend wurde er in die Sicherheitsdienst (SD) nach Rotterdam gebracht. Er wurde bald als Leendert Valstar identifiziert, wegen eines Raubüberfalls in Naaldwijk gesucht und der Beteiligung an weiteren illegalen Arbeiten verdächtigt. Der SD ordnete eine verstärkte Überwachung an und Valstar wurde in die Haftanstalt im Konzentrationslager Vught.
Außerhalb des Lagers wurde alles versucht, um zu verhindern, dass Valstar zum Tode verurteilt wird. Mitte August 1944 ist Leenderts Vater überzeugt, dass sein Sohn die Todesstrafe nicht erhalten wird. "Mach dir keine Sorgen um Leen; er bekommt Leben statt Todesstrafe, sagte er zu seiner schwangeren Schwiegertochter Nelie."[3]
Der Kriegsverlauf wirkte sich jedoch zu Lasten der Häftlinge in Kamp Vught. Mitte August 1944 gelang den alliierten Armeen der Durchbruch in Normandie und rückte schnell in Richtung Belgien und die Niederlande vor. Am 3. September Brüssel befreit, am 4. September Antwerpen. Die Deutschen erstellten hastig einen Evakuierungsplan für Camp Vught. Kurz zuvor gab es auch eine Bestellung von Hitler verordnete, dass "Terroristen" ohne Gerichtsverfahren getötet werden sollten, die sogenannten Niedermachungsbefehl. Auf dieser Grundlage wurden kurz vor und während der Räumung 450 Widerstandskämpfer an der Hinrichtungsstätte in der Nähe des Lagers hingerichtet; das ist bekannt als Deppner Hinrichtungen. Leendert Valstar wurde am 4. September 1944 zusammen mit Isaac van der Horst, Jacques de Weert und sechzig andere. Von den rund 3.500 Häftlingen, die nach Sachsenhausen Kaum jemand hat den Krieg überlebt.
DR. L. de Jong beschreibt Leendert Valstar in Das Königreich der Niederlande im Zweiten Weltkrieg als "ein geborener Anführer und ein großartiger Organisator, der als Anführer seines eigenen Bürgerwehrteams durch seine große Gelassenheit und dadurch, dass er selbst den Gefahren nicht ausweicht, einen enormen Eindruck auf sein Volk macht".[4]
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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