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Lood(II,IV)oxide
Blei(II,IV)oxid
Strukturformel und Molekülmodell
Einheitszelle von Blei(II,IV)-oxid
Blei(II,IV)-oxidpulver
Allgemeines
MolekularformelPN3Ö4
IUPAC-NameBlei(II,IV)oxid
Andere NamenBleitetraoxid, rotes Blei, rotes Blei
Molmasse685,598 G/Maulwurf
CAS-Nummer1314-41-6
BeschreibungRot-orangefarbener Feststoff
Warnungen und Sicherheitsvorkehrungen
OxidierendSchädlichGesundheitsschädlichGefährlich für die Umwelt
Achtung
H-SätzeH272 - H302 - H332 - H360Df - H373 - H410
EUH-SätzeNein
P-SätzeP201 - P220 - P273 - P308 P313 - P501
VerkehrKontakt und Exposition vermeiden
LagerIm Kunststoffbehälter mit dicht schließendem Verschluss.
Physikalische Eigenschaften
AggregatzustandFest
FarbeOrange Rot
Dichte8,3 g/cm³
Schmelzpunkt500 °C
Geometrie und Kristallstruktur
Kristallstrukturtetragonal
Wenn nicht anders angegeben normale Bedingungen gebraucht (298.15k oder 25 °C, 1 Bar).
Portal  Portalsymbol  Chemie

Blei(II,IV)oxid oder Blei rot (lateinisch: minium) ist a anorganische Verbindung von führen und Sauerstoff Mit als Bruttoformel PN3Ö4. Die Substanz erscheint bei Raumtemperatur als orange-rot Pulver, die unlöslich ist in Wasser. Blei(II,IV)-oxid kommt in der Natur als seltenes MineralMinimum.

Synthese

Blei(II,IV)oxid kann hergestellt werden durch de Kalzinierung von Blei(II)-oxid bei einer Temperatur von 450 bis 480 °C:

Dieses Verfahren ist jedoch nicht zur Herstellung von hochreinem Blei(II,IV)-oxid geeignet, da das Endprodukt mit erheblichen Mengen Blei(II)-oxid verunreinigt ist. Zur Reinsubstanzherstellung wird das vorhandene Blei(II)-oxid mit Kaliumhydroxid, wodurch ein wasserlöslicher Bleikomplex entsteht:

Eine alternative Kochmethode ist die Verbrennung von Blei(II)-carbonat:

Kristallstruktur

Blei(II,IV)-oxid ist a Oxid das kristallisiert in a tetragonales Kristallsystem. Es gehört Raumgruppe P42/mbc. Beim Abkühlen auf −100 °C ändert sich die Struktur in a orthorhombisch. Diese strukturelle Veränderung ist jedoch recht gering: Die Bindungsabstände und Bindungswinkel in dem Einheitszelle nur geringfügig ändern.

In der Kristallstruktur kommt Blei in zweierlei vor Oxidationsstufen: II und IV.

Funktionen und Reaktionen

Blei(II,IV)-oxid ist in Wasser praktisch unlöslich. Es löst sich gut in (verdünnten) Säuren, einschließlich Salzsäure und Essigsäure.

Beim Erhitzen über 500 °C kommt es zur Zersetzung zu Blei(II)-oxid:

Wenn Blei(II,IV)oxid gelöst wird in Salpetersäure, dann wird nur das zweiwertige Blei in das entsprechende Blei(II)-nitrat, während Blei(IV)oxid zurück gelassen:

Anwendungen

Blei(II,IV)-oxid wurde auch als Farbstoff verwendet und wird daher als Bleirot bezeichnet. Diese orange-rot gefärbte rote Mine wurde früher als Imprägniermittel beispielsweise Holz und Metall an feuchten Orten. Das Gewebe sorgt dann dafür, dass die Feuchtigkeit noch besser abgestoßen wird.

Van Gogh verwendete den roten Farbstoff in Gemälden, aber er verblasst unter dem Einfluss des Sonnenlichts. [1]

Blei(II,IV)oxid wird auch in der Pyrotechnik für Knistereffekt und typische Farben.

Toxikologie und Sicherheit

  • Blei(II,IV)-oxid ist eine Bleiverbindung, die den Stoff giftig macht.
  • Der Stoff reagiert sehr heftig mit unedlen Metallpulvern.
  • Heutzutage ist es Unternehmen aufgrund der natürlichen Verschmutzung gesetzlich verboten, Blei(II,IV)-oxid zu verwenden. Deshalb wurde es durch andere ersetzt Lead-Typen.
  • Aufnahme in den Körper kann Symptome von Bleivergiftung zur Folge haben.
  • Die Aufnahme im Magen wird beschleunigt, da Blei(II,IV)-oxid sehr gut löslich ist Magensäure (Salzsäure).

Externe Links