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Luc De Grauwe

Luc Désire Marie De Grauwe (Gent, 10. Juni1948) ist ein BelgierLinguist Professor am Institut für Sprachwissenschaft und am Deutschen Institut der of Universität Gent. Seine wissenschaftlichen Interessen umfassen (historische) Lexikologie, Wortkonstruktion, Phraseologie, Mittelalter und Mediävistin Textanalyse, Theodistik, Bibelübersetzungen, die alten Germanische Sprachen (es gotisch, Althochdeutsch, Altsächsisch, Altniederfränkisch/alt holländisch) und Variationslinguistik (diatopie/Dialektologie).

Es überrascht nicht, dass er vor seiner Emeritierung am 1. Oktober 2013 mehrere Kurse zur zeitgenössischen und historischen germanischen Sprachwissenschaft unterrichtete:

  • Geschichte und Typologie der germanischen Sprachen
  • Deutsche Sprachwissenschaft "Struktur und Semantik"
  • Deutsche Sprachwissenschaft "Phraseologie/Wortbildung"
  • Deutsche Linguistik: Variationslinguistik
  • Geschichte und Kultur des deutschsprachigen Raums
  • Alte Sprachen: Altsächsisch, Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch, Gotik und Altniederfränkisch
  • Deutsche Wirtschaftstexte für mehrsprachige Studierende der Wirtschaftskommunikation

De Grauwe war unter seinen Schülern als etwas exzentrischer, aber gutherziger Lehrer bekannt, der neben seiner Tätigkeit als Professor auch ein echter Gentenaar ist.

De Grauwe ist auch bekannt für die Kontroverse um das Urteil " Hebban olla vogala nestas hagunnan inase hic andu thu. Was können wir jetzt machen?", das als das allererste geschriebene Niederländisch gilt. De Grauwe glaubt jedoch, dass dies ein Kents Dialekt geht.

2011 und 2012 machte De Grauwe zusammen mit seinem Kollegen Gunnar De Boel Schlagzeilen, als sie ihre neue Hypothese über die Etymologie der Welt Fahrrad angekündigt. Ihnen zufolge hat das Wort seinen Ursprung in der Deutsche und es stammt vom Präfix . ab dreckig 'Vize-'. Sie gehen davon aus, dass ein Fahrrad in bestimmten Regionen in Deutschland Viez-Pferd oder 'Last'Pferdwurde 'Ersatzpferd' genannt, das später Single wurde dreckig wurde gekürzt (Aussprache ist sehr ähnlich zu Fahrrad). Dieses Wort wurde übernommen in Niederländisch, wo die Sprecher die ursprüngliche Bedeutung nicht mehr erkannten, im Deutschen aber durch . ersetzt wurde Fahrrad. Obwohl das Wort Viez-Pferd wurde nie beglaubigt, es gibt andere Wortformen mit diesem Präfix im in Rheinisch gefunden.[1]

Arbeit (Auswahl)[2]

  • Das Wachtendonck-Psalmen und Glossen. Eine lexikologisch-wortgeographische Studie mit Nachweis der kritischen Lektüre von Texten und Glossaren (2 Bde., Gent 1979-1982, LIV 592 S; Königliche Akademie für niederländische Sprache und Literatur).
  • "Das historische Verhältnis Deutsch-Niederländisch 'revisited'. Zur Nicht-Existenz von Einheitsareelen im Sprachbewußtsein des Mittelalters und der Novizen Neuzeit", Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 35 (1992) 191-205
  • "Die Deklination des 'schwierigen' Deutsch(en). Zu einer defizienten Regel in den Grammatiken des Gegenwartsdeutsch", in: Festschrift für Pierre Hessmann = Germanistische Mitteilungen 52 (2000) 99-114
  • "Welche Sprache hat Karl V. gesprochen?", Transaktionen der Gesellschaft für Geschichte und Archäologie in Gent 54 (2000), 17-29
  • "Eigenständigkeit einst und jetzt. Zu einigen Parallelen in Geschichte und Gegenwart des 'Flämischen' und des Niederdeutschen", in: Vulpis Adulatio. Festschrift für Hubertus Menke zum 60. Geburtstag, hg. v. Robert Peters, Horst P. Pütz, und Ulrich Weber (Heidelberg: C. Winter 2001) 299-313
  • "'Ist es nicht gutes norwegisches Holz?" Verweiswörter und jüngere Entlehnungen aus dem Nordischen ins Westgermanische", in: Sprachkontakt und Areallinguistik: Europa, hg. von Torsten Leuschner = Sprachwissenschaft online 8 (2001), Nr. 1/2001, 9 S.
  • "Jesu mîn trô(o)st. Die bekannte Vorstellung des 'Christus concolator', bes. in the geistlichen Spielen des Mittelalters", in: 'Et responseeat' - Studien zum deutschen Theater des Mittelalters. Festschrift für Prof. DR. Johan Nowé anlässlich seiner Emeritierung, hg. v. Katja Scheel (Universitätsverlag Leuven 2002)
  • "Theodistik. Zur Begründung eines Faches und ein Plädoyer für eine kontinentalwestgermanische Sicht auf die neuzeitliche Bifurkation Deutsch/Niederländisch", in: Die Deutsche Schrift und die Regionen. Entstehungsgeschichtliche Fragen in neuer Sicht, Frau von Raphael Berthele, Helen Christen, Sibylle Germann und Ingrid Hove (Berlin, New York: Walter de Gruyter 2003) 127-156
  • mit Gunnar De Boel: "Fahrrad 'Ersatzpaard': Die etymologische Frage neu aufgegriffen und geklärt?", in Zeitschrift für niederländische Sprache und Literatur (2011), Nr. 127(4), S. 327-342.