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Lügde
Lügde
Stadt in DeutschlandFlagge von Deutschland
Wappen von Lügde
Lügde (Nordrhein-Westfalen)
Lügde
Ort
ZustandFlagge des deutschen Bundeslandes Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen
KreisLippe
RegierungsbezirkDetmold
Koordinaten51° 57′ N, 09° 15′ O
Allgemeines
Oberfläche88,64 km²
Einwohner(31-12-2018[1])9.448
(107 Einwohner/km²)
Niederländer(09-05-2011[2])12 (0,12%)
Höhe105 m
BürgermeisterHeinrich Josef Reker (parteilos)
Wirtschaft
GewSt Hebesatz9448%
Andere
Postleitzahlen32668–32676
Vorwahlen05281, 05283
NummernschildLIPPE
Stadt10 Ortsteile
Gemeindenummer05 7 66 052
Webseitewww.luegde.de
Lage Lügde in Lippe
Karte von Luegdea
Portal  Portalsymbol  Deutschland

Lügde ist eine Stadt und Gemeinde in dem DeutscheZustandNordrhein-Westfalen, liegt in den Kreis Lippe. Die Gemeinde hat 9.448 Einwohner (31. Dezember 2018)[1] auf einer Fläche von 88,64 km².

Teile von Lügde

Dies sind, siehe Tabelle unten:

OrtschaftWaffePopulation
Elbrinxen1.093
Falkenhagen308
Harzberg64
HummersenD-NW-Lügde-Hummersen - Wappen.jpg378
Köterberg66
Lügde (Stadt)Wappen Luegde Ortsteil.png5.042
NieseWappen Niese-Koeterberg.png374
Rischenauinkl. BiesterfeldWappen Rischenau.png1.016
Sabbenhausen inkl. RatsicD-NW-Lügde-Sabbenhausen - Wappen.jpg841
WörderfeldWappen Wörderfeld.gif319

Bevölkerung: Abgeleitet aus Statistiken für das Jahr 2020, entnommen von der Website der Gemeinde[3]. Gesamte Gemeinde: 9.501 Personen, ohne Zweitwohnungsbesitzer.

Geographie, Infrastruktur

Die Gemeinde liegt teils an der Westflanke und teils in der Weserbergland, an der Grenze zwischen den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Ein nicht schiffbarer Nebenfluss der Weser, das Eimer. Lügde-stad liegt etwa 100 Meter über dem Meeresspiegel an diesem Fluss. Im äußersten Südosten der Gemeinde liegt Köterberg an den Flanken des etwa 496 Meter hohen gleichnamigen Hügels, dem höchsten Punkt der Gemeinde und des gesamten Landkreises Lippe.

Nachbargemeinden

Straßenverkehr

Lügde selbst liegt etwas abseits der Hauptverkehrsstraßen. Das gilt jedoch nicht für das Dorf Rischenau, das an einer Kreuzung von Hauptverkehrsstraßen liegt. Von hier führt die 11 km lange Nebenstraße nach Norden durch Elbrinxen nach Lügde; ostwärts eine 9 km lange Straße über Falkenhagen nach Polle (von wo aus man die Bundesstraße 83 links zu Bodenwerder und biege rechts ab auf Holzminden kann fahren); südwärts die Bundesstraße 239 entlang der Niese und der Nebenstraße nach Köterberg, 16 km nach Höxter; und westlich auf der B 239 nach Schwalenberg und Schieder.

Andere

Lügde hat seitdem 1892[4] über ein wenig Bahnhof zum Bahnstrecke Hannover - Soest. Im Rischenau ist Umsteigehaltestelle für mehrere Fernbuslinien, unter anderem nach Polle im Osten und von dort nach Holzminden, nach Höxter im Süden und nach Schieder und Schwalenberg im Westen. Überlandbusse (1 x stündlich in beide Richtungen während der Bürozeiten) verbinden Lügde mit Bad Pyrmont, Schieder-Schwalenberg, Blomberg und Lemgo.

Wirtschaft

Der Hauptwirtschaftszweig der Gemeinde Lügde ist vor allem wegen seiner Naturschönheit die Tourismus. Es gibt eine Fabrik in der Stadt, in der Wickeldraht Gemacht werden. Darüber hinaus sind in der Gemeinde nur kleine und mittlere Unternehmen von nur lokaler Bedeutung angesiedelt.

Geschichte

Im 784 vierte Karl der Große es Weihnachten an der Mineralquelle in Villa Liuhidic[5] Bei der Skidrioburg, heutige Lügde. Dieser Ort war in der Nähe des walburg Herlingsburg[6] auf dem Keuperberg, der bereits um 200 v. Chr. erbaut wurde. wurde gegründet, möglicherweise von Kelten (Träger der Latène-Kultur).

Lügde entstand nach und nach im 12. und 13. Jahrhundert und besaß jedenfalls schon in 1195 es Währung und in 1255Stadtrechte, das in 1339 wurden als Stadtrecht nach dem Rechtsmodell der Stadt bestätigt Lippstadt. Münz- und Stadtrechte wurden von den ersten Grafen von Pyrmont, die Vasallen der Fürsterzbistum Köln. Der Ort konnte sich zu einer Stadt entwickeln, da er dort lag, wo ein wichtiger Handelsweg von Hameln zu Paderborn in einem für die der Fluss Eimer gekreuzt. Darüber hinaus gibt es in der Umgebung Mineralquellen. Schließlich war Lügde im 14. Jahrhundert eine Stadt mit der typischen Struktur der Region von drei parallelen, von Häusern gesäumten Straßen, mit einem Steinhaus für den Grafen oder für die Amtmann, die Lügde in seinem Auftrag kontrollierte und gegen Räuber und Feinde verteidigen musste.

Die Dörfer südlich der Stadt Lügde lagen im 13. Jahrhundert teilweise im Machtbereich von Graf Volkwin IV. von Schwalenburg, das in 1247 gründete ein Kloster in Falkenhagen, das nach der Herrschaft der Zisterzienser wohnte. Nach der Zerstörung durch den Krieg 1407 wurde das Kloster 1432 restauriert und 1442 von den Orden vom Heiligen Kreuz. Im späten 15. Jahrhundert stand das Kloster unter Prior Hendrik van Bochholt wichtig und trug viel zum Wohlstand der Region bei. Nach dem -erfolgreichen- Reformation in dem 16. Jahrhundert das Kloster verfiel, war aber 1609 bis zum Jesuiten vorübergehend wiederhergestellt; von hier aus gelang es ihnen, viele Protestanten während der Gegenreformation Der Bekehrungseifer der Jesuiten hatte zur Folge, dass bis heute in der gesamten Gemeinde Lügde eine beträchtliche Minderheit, in manchen Dörfern mehr als 40 %, der Christen römisch-katholisch sind, eine Besonderheit im ansonsten stark protestantischen Lipperland. Das Kloster Falkenhagen wurde im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts mit dem Verbot des Jesuitenordens aufgehoben. Ein Teil des Klosters ist erhalten geblieben. Die Klosterkirche und die Schlafsaal werden von den Evangelisch-Reformierten als Dorfkirche und Pfarrhaus genutzt, ein großes Fachwerkhaus, und das ehemalige Priorshaus dient den Katholiken als Pfarrkirche und Pfarrhaus. Im 1582 war Lügde von der Reformation wurde lutherisch, aber die Gegenreformation tat das in 1624 nochmal. Nicht bis 1853 in Lügde fand nur ein evangelischer Gottesdienst statt. In der Gemeinde waren 2007 etwa 49% der Schulkinder sind protestantisch, vor allem in den traditionellen lippischen Dörfern südlich der Stadt, und 35% sind römisch-katholisch.

In der Mitte des 16. Jahrhundert Lügde ist seit einiger Zeit ein viel besuchter Wallfahrtsort von internationaler Bedeutung; es wurde geglaubt, dass das Wasser der Hyllige Born, Heiligbrunnen, bei Lügde (Bad Pyrmont gab es noch nicht) wäre jede Krankheit geheilt.

Lügde und Umgebung sind vom 12. Jahrhundert bis 1871 ist eine zunehmend umkämpfte Grenze aller Arten von Herrschern. Unter anderem die Grafschaft Pyrmont (deren Residenz, geführt von den Grafen von Schwalenberg, im Mittelalter einige Zeit in Lügde lag), Kurfürstentum Köln und der Landkreis Hessen-Kassel haben von Zeit zu Zeit Macht über Lügde ausgeübt. Im 1648 das gesamte Umland fiel den Reformierten zu Kreis, später Fürstentum Lippe, aber Lügde kehrte zunächst in die Grafschaft Pyrmont zurück und nach einer Gebietsteilung [7] im 1668 in dem Fürstbistum Paderborn als Exklave im Kreis Lippe, die damit die Entwicklung des nur 3 km von Lügde entfernten (Bad) Pyrmont zu einem der ersten Kurorte Europas nicht nutzte.

Von seinem Ursprung im 12. Jahrhundert bis kurz vor dem Jahr 2000[8] haben Überschwemmungen der Eimer der Stadt Lügde mehrfach großen Schaden zugefügt. Im 15. bis 18. Jahrhundert erlitt Lügde mehr als 15 Mal große Schäden durch Stadtbrände; der letzte war da 1797. Auch ein lokaler Erbfolgekrieg in 1584, das Dreißigjähriger Krieg (1618–1648) und die Siebenjähriger Krieg (1756–1763) brachte der Stadt immer wieder viel Elend, unter anderem durch die Kosten ausländischer Besatzungstruppen, die die Bevölkerung in Armut verfallen ließen. Teilweise aufgrund der oben genannten Katastrophen im 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert viel Armut in Lügde; viele Einwohner wanderten unter anderem nach Amerika aus. Etwas Trost bot die um 1850 entstandene Zigarrenherstellung, die wie eine Ende des 19. Jahrhunderts entstandene nicht unwichtige holzverarbeitende Industrie bis um 1850 andauerte. 1992 bestand weiter.

Nach dem Napoleonische Zeit wurde Lügde in 1800 Teil von dem Königreich Preußen, das schließlich in 1871 in dem Deutsches Kaiserreich ging hoch.In 1872 Lügde wurde an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Es profitierte dann vom wirtschaftlichen Fortschritt der Nachbargemeinde Bad Pyrmont. In dem Zweiter Weltkrieg Lügde wurde mehrfach durch alliierte Luftangriffe beschädigt, die auf die Bahnlinie nach . gerichtet waren Altenbeek. Auch am 4. April 19451 Tag vor der Kapitulation vor den amerikanischen Truppen erlitt die Stadt einige Schäden durch eine Artillerieschlacht. Im 1946 es gab das unglückliche Zusammentreffen einer großen Flut des Eimers und des Zustroms von mehreren Hundert Heimatvertriebene, die in Lügde untergebracht werden musste. Im 1971 es fand eine kommunale Neugliederung statt, bei der Lügde um die südlich gelegenen ehemaligen Gemeinden erweitert wurde. Die Stadt hatte ab ca. 1975 mit Verkehrsbelästigung zu kämpfen[9], wodurch viele Ladenbesitzer ihr Geschäft schlossen und einen großen Leerstand in der Haupteinkaufsstraße schufen. Im 2011 Um dieser unerwünschten Situation teilweise ein Ende zu setzen, wurde um das Zentrum eine Ringstraße gebaut, in der sich die 850 Meter lange Emmerauentunnel durch die Auen der Emmer. Für den erschreckenden Skandal um die Fälle von sexueller Missbrauch (2008-2018) von Kindern in der Gemeinde Lügde, siehe Elbrinxen.

Es ist äußerst schwierig, einen korrekten und vollständigen Überblick darüber zu erstellen, wer vom 12. bis 18. Jahrhundert die Macht über Lügde ausübte und ob dies auch für die Dörfer südlich der Stadt galt. Eine interessante deutsche Erklärung zur Geschichte von Bad Pyrmont und Lügde finden Sie unter: archiv-willeke.de/aus-der-luegder-geschichte|.

Für den Ursprung von Lippe-Biesterfeld, siehe auch unten Rischenau.

Osterbräuche

In Lügde gibt es noch ein Osterräderlauf die sogenannte Tradition des Christentums Osterparty, in dem eine brennende Sonne kreuzt (Sonnenräder, Sonnenräder mit einem Gewicht von 270 kg und einem Durchmesser von 1,70 Metern) nachts vom Hügel Osterberg werden gerollt, danach werden die Kirchenglocken geläutet und ein Volksfest beginnt. Während Adolf Hitler, im Jahr 1935, probierte die Nazis vergebens diese alten, möglicherweise sogar vorchristlichen und antikengermanisch, aber stark christianisiert, Fruchtbarkeitsritus für ihre Ideologie zu entführen. Doch die Lügdener verhinderten dies, indem sie mit einem großen Holzkreuz die Strecke blockierten, auf der normalerweise die brennenden Räder herunterrollen würden.

Sightseeing, landschaftliche Schönheit, Sehenswürdigkeiten

  • Das Romantik Kirche St. Kilian (12.-13. Jh., im 18. Jh. grundlegend renoviert) mit schöner barocker Innenausstattung. Die Kirche wird von der römisch-katholischen Pfarrei Lügde genutzt. Im 17., 18. und 19. Jahrhundert wurde die Kilianskirche regelmäßig zum Sonntagsgottesdienst von den bedeutenden Kurgästen des nur 3 km entfernten Bad Pyrmont besucht. Inklusive König Friedrich II. von Preußen und Johann Wolfgang von Goethe ging an einigen Sonntagen in die Kirche.
  • Die natürliche Schönheit der Weserbergland mit zahlreichen Möglichkeiten zum Wandern, Radfahren und Mountainbiken; siehe auch Köterberg. Erwähnenswert ist unter anderem der Buchenwald auf den 254 m Höhe Schildberg östlich von Lügde.
  • Die malerische Klosteranlage aus dem 14. bis 16. Jahrhundert im Dorf Falkenhagen
  • Es Regionalmuseum van Lügde liegt in einer schönen, ausserhalb 1799 ausgehen, Fachwerkhaus. Man kann einen haben Osterrad während es auch Demonstrationen gibt Klöppelspitze gehalten werden. Diese Branche hat in Lügde eine bescheidene, aber uralte Tradition.
  • runden 1800Nach dem Stadtbrand von 1797 wurden im Zentrum viele schöne Fachwerkhäuser errichtet. Mit den meisten noch erhaltenen Altstädten zählt Lügde zu den am besten erhaltenen Altstädten der Region.
  • Es ist 1734 gebaut und geschlossen in der napoleonischen Ära des Klosters Franziskaner te Lügde wird als Kulturzentrum, Kindergarten und Kindertagesstätte für Senioren genutzt.

Bilder

Wichtige Personen in Bezug auf die Gemeinde

  • Johannes Gigas (tatsächlich: Riese; * 1582 in Lügde, † 1637 in Münster) Kartograph, Arzt (Hofarzt der Ferdinand von Bayern) und Naturwissenschaftler
  • Friedrich Spee von Langenfeld (* 25. Februar 1591 in Kaiserswerth bei Düsseldorf; † 7. August 1635 in Trier) Deutscher Jesuit, katholischer Theologe und Kirchenlieddichter [10]. Von 1629 bis 1631 hielt er sich lange im Kloster Falkenhagen auf.[11]
  • Heinrich Drake (Lügde-Ratsiek, 15.02.1903 – Berlin, 26.07.94), Bildhauer und Zeichner
  • Felix Platte (Höxter, 11. Februar 1996), Fußballprofi, lebte als kleiner Junge 8 Jahre in Sabbenhausen jaar

Partnergemeinde

Mit Angermünde im deutschen staat Brandenburg, existiert als Städtepartnerschaft.

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