WikiDer > Museum Ludwig

Museum Ludwig
Logo Museum Ludwig.svg
Museum Ludwig in Köln
Museum Ludwig in Köln

Museum Ludwig ist das Museum für moderne Kunst aus der Stadt Köln, befindet sich hinter dem Kölner Dom, in der Nähe des Rhein und in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das Museum ist Teil der Ludwig-Museen und zeigt bildende Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Es Museum Ludwig ist eines der führenden Museen für moderne Kunst im Deutschland und gehört zu den Sammlung Ludwig oder der Sammlung Ludwig. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Römisch-Germanisches Museum. Das Museumsgebäude ist aufgrund seiner markanten Architektur ein charakteristischer Bestandteil des Stadtbildes.

Geschichte

Den Grundstein für ein Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart in Köln legte die Schenkung bildender Kunst der Expressionismus gesammelt vom Kölner Dr. Josef Haubrich, dem sogenannten Sammlung Haubrich. Seine Sammlung wurde mit der Akte des Wallraf-Richartz-Museum und im Laufe der Zeit um Kunstwerke des 20. Jahrhunderts erweitert. Wenn der Aachen Unternehmer und KunstsammlerPeter Ludwig und Irene Ludwig die Stadt Köln um 350 Pop-ArtKunstwerke gespendet, kam es zur Gründung der Museum Ludwig. Ursprünglich befand sich das Museum in dem Gebäude, das heute das Museum für Angewandte Kunst beherbergt. Nach dieser ersten Schenkung der Ludwigs folgte eine zweite Schenkung, bestehend aus einer großen Sammlung von Werken der russischen Avantgarde und dann eine Schenkung in Form einer langfristigen Leihgabe von mehreren hundert Werken von Pablo Picasso.

Die großzügigen Spender der Sammlung großen Einfluss auf die Weiterentwicklung der Museen in Köln. Auch aufgrund ihres Engagements entschied man sich für den Bau eines neuen Gebäudes für die Wallraf-Richartz-Museum und das Museum Ludwig mit seiner speziellen Fotoabteilung: dem Agfa-Foto-Historama. Die Pläne sahen auch den Bau eines neuen Konzerthalle. Im 1986 der Neubau wurde eröffnet. Konstrukteur des Sonderbaus war die Kölner Architektenduo Busmann und Haberer. Aufgrund der zugesagten Schenkung von Gemälden von Irene Ludwig, Picasso die Stadt Köln beschloss, im Neubau nur Werke des 20. und 21. Jahrhunderts unterzubringen. Der Neubau für das Wallraf-Richartz-Museum wurde 2001 fertiggestellt, so dass diese Sammlung nun eine eigene Unterkunft hat.

Die Aktivitäten des renommierten Museums werden unterstützt von der Förderverein Gesellschaft für Moderne Kunst, die unter anderem einen jährlichen Preis an bildende Künstler vergibt, den Hahn-Preis. Das Museum organisiert jedes Jahr drei Wechselausstellungen zu einem bestimmten Künstler, Thema oder Kunstepoche.

Seit 2000 Kasper König Direktor des Museums; Bekannt wurde dieser Mann als Veranstalter vieldiskutierter Ausstellungen wie westliche Kunst (1981 in Köln) und Skulptur.Projekte (Münster).

Sammlung

Das Museum beherbergt mehrere Abteilungen: eine beeindruckende Sammlung moderner Kunst, die Agfa-Foto-Historama (eine Sammlung historischer Fotografie) und eine spezialisierte Museumsbibliothek. Angrenzend befindet sich im selben Gebäude wie das Kölner Philharmonie. Das Museum verfügt über Ausstellungsräume mit einer Gesamtfläche von ca. 8000 m².

Die Sammlung des Museums zeigt einen repräsentativen Überblick über die moderne Kunst bis hin zu aktuellen Entwicklungen auf diesem Gebiet. Ein wichtiger Teil der Sammlung ist die amerikanische Abteilung Pop-Art; es ist die größte Sammlung dieser Kunstrichtung außerhalb der Vereinigten Staaten. Zu sehen sind wichtige Werke u.a. von Jasper Johns, Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Nam June Paik, Joseph Beuys, Wolf Vostello und Edward Kienholz. Darüber hinaus verfügt das Museum über Sammlungen von Werken von Meistern der Russische Avantgarde von dem 20er Jahre, mit Malerei aus dem Deutschen Expressionismus durch die Spende der Sammlung Haubrich (Die Brücke) und die größte Gemäldesammlung von Pablo Picasso in Deutschland. Trotz eines bescheidenen Ankaufsbudgets wird die Sammlung noch durch Werke zeitgenössischer Künstler ergänzt.

Literatur

  • Martin Oehlen: Museen in Köln. Köln, 2004, ISBN 3-8321-7412-5

Externe Links

Siehe die Kategorie Museum Ludwig von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema.