WikiDer > Neogrammisten

Neogrammatici

Das Neogrammatiker (oder Junggrammatiker oder Neogrammatiker) war eine Gruppe von Linguisten, die Ende des 19. Die Neogrammatisten versuchten bewusst, einen Bruch mit der historische Linguistik die sie als unzureichend wissenschaftlich fundiert empfanden. Sie waren ein reines empirisch Methode zur Erforschung von Sprache und Sprachwandel.

Den ersten Anstoß für diese neue Bewegung gab Karl Brugmann und Berthold Delbrück. Gemeinsam schrieben sie die Grundriss der indogermanischen Sprachen. Als Manifest der Neogrammatisten Grundlagen der Sprachgeschichte von Hermann Paul berücksichtigt. Er argumentierte, dass Sprache nur als Sprache erforscht werden könne, die sich ständig weiterentwickelt. Die Neogrammatiker waren daher weniger an der Rekonstruktion von Spracharchetypen interessiert, sondern stellten die Sprache der Gegenwart als Grundlage ihres Studiums.

Ein wichtiges Konzept der Neogrammatisten war die gesundes Gesetz: Sprachen, die sich aufgrund legaler Bewegungen entwickelt haben, und wenn es so aussah, als ob es Ausnahmen gab, könnte dies durch die rechtmäßige Art und Weise erklärt werden, in der diese Ausnahmen zustande kamen (ein gutes Beispiel für diese Denkweise ist die Verners Gesetz). Alle Sprachänderungen könnten daher gesetzlich erklärt werden.

Die Neogrammatisten wurden später dafür kritisiert, dass sie sich zu sehr auf blinde Sprachänderungsprozesse konzentrieren. Dennoch haben die Neogrammisten einen tiefgreifenden Einfluss auf die Wissenschaft der Sprachentwicklung gehabt. Sie formulierten Sprachentwicklungen, die später wissenschaftlich erforscht und getestet werden konnten.

Andere Neogrammisten waren Eduard Sievers, Wilhelm Braune, Karl Verner, Henry Sweet und August Leskien.

Siehe auch

Externer Link