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Otto Neurath
Otto Neurath 1919 19

Otto Neurath (Wien, 10. Dezember1882 - Oxford, 22. Dezember1945) war ein österreichischPhilosoph, Ökonom und Soziologe. Er war Mitglied der Wiener Kreis, eine Gruppe von Wissenschaftlern, die Moritz Schlick Schere.

Neurath wurde 1882 in Wien als Sohn von Wilhelm Neurath und Gertrud Kaempfert geboren. Er hatte einen Bruder, Wilhelm Otto Neurath studierte an den Universitäten Wien und Berlin und promovierte 1906 in Berlin in der Nationalökonomie über die wirtschaftlichen Aspekte der antiken Gesellschaft.[1]

Neurath beschäftigte sich hauptsächlich mit Philosophie der Wissenschaft und die Grundlagen des Wissens (Erkenntnistheorie). Er entwickelte eine Vision des Wissens, die Kohärenz erwähnt werden kann. Diese Ansicht wurde von ihm in einer inzwischen berühmten Analogie ausgedrückt:

Wir sind wie Seeleute, die auf einem Schiff auf dem Meer segeln. Es ist ihnen unmöglich, das Boot zu einem Dock zu schleppen und dort wieder aufzubauen. Während des Segelns müssen die Matrosen, ohne das Boot zu verlassen, das Boot von innen Planke für Planke umbauen und können das Schiff nie komplett umbauen. Sie müssen immer etwas an Ort und Stelle halten und darauf aufbauend weitere Veränderungen vornehmen. Wenn zu viel auf einmal gearbeitet wird, sinkt das Boot.[2].

Das Schiff ist sozusagen unser Wissenssystem; die Sammlung von Überzeugungen darüber, wie die Welt funktioniert. Wir können nicht alles fallen lassen und Glauben für Glauben überprüfen. Wir können jeweils nur eine Überzeugung untersuchen, aber um dies zu tun, müssen wir andere Überzeugungen beibehalten. Mit anderen Worten, man kann Theorien erforschen, aber das geschieht mit Hilfe von Theorien.
Neurath wies durch Analogie darauf hin, dass unsere Überzeugungen nicht vollständig gerechtfertigt (oder bewiesen) werden können. Ein Wissenssystem ist daher zwangsläufig unvollständig. Es wäre nicht vollständig, bis wir das System verlassen konnten, um dies objektiv beurteilen zu können.

Neurath war auch beteiligt an Ethik und der Marxismus, zu dem er sich stark hingezogen fühlte.

Bildstatistik

Otto Neurath hat sich für eine bessere Welt eingesetzt. Er glaubte, dass jeder, insbesondere der Normalbürger, in der Lage sein sollte, zu verstehen, wie die Gesellschaft funktioniert. Er erkannte aber auch, dass solche Informationen für viele Menschen langweilig und schwer verständlich sind. Deshalb hat er eine wissenschaftliche Methode entwickelt, die solche Informationen attraktiver und verständlicher macht: ISOTYP (Internationales System der typografischen Bilderziehung).

Isotyp auf einer Fliesenwand auf der Abschlussdijk

Zahlen und Wörter in der Statistik werden bei dieser Methode anhand von Bildern verdeutlicht: 10.000 Autos werden in der Statistik durch 1 Symbol für ein Auto angezeigt, 50.000 Autos durch das 5-fache des gleichen Symbols.

Neurath brauchte jemanden, der seine Worte in klare, einfache Bilder übersetzen konnte. Dafür fand er den deutschen, sozial engagierten Künstler Gerd Arntz (1900-1988). Er entwarf über 4000 Symbole für die Statistik und optimierte zusammen mit Otto Neurath das ISOTYPE-Verfahren für die Bildstatistik. Jedes einzelne davon sind wiedererkennbare, kraftvolle und oft zeitlose Symbole, die auch heute noch verwendet werden. Symbole für zB Verkehrszeichen und Flughäfen.

Nach dem Österreichischer Bürgerkrieg 1934 wurde Neurath in Österreich wegen seiner linken Ansichten verfolgt. Er floh in die Niederlande. Von April 1934 bis Mai 1940 lebte und arbeitete Otto Neurath in Den Haag und machte einen Großteil seiner Arbeit bei Arntz in Den Haag.[3] Nach der deutschen Invasion floh er am 14. Mai, der Nacht vor der niederländischen Kapitulation, mit seiner Assistentin und Verlobten, Marie Reidemeister, mit dem Die Hoffnung des Seemanns nach England. Nach einer Nacht auf See im überfüllten, offenen Boot wurden sie von einem Engländer abgeholt Zerstörer und zu dover gebracht. Nach ihrer Ankunft in England wurden beide bis Februar 1941 interniert.[4] 1941 heirateten sie in London und gründeten das Isotype Institute.Otto Neurath starb am 22. Dezember 1945 in seiner Heimatstadt Oxford.

Bis 1965 klärte Gerd Arntz für verschiedene Institutionen Informationen nach der ISOTYPE-Methode in Zeitschriften, Zeitungen und Publikationen.

Veröffentlichungen (unter anderem)

  • Philosophische Schriften 1913-1946 (Hrsg. R. S. Cohen & M. Neurath), Hrsg. D.Reidel, Dordrecht (1983)

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