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Paula Modersohn-Becker (Dresden, 8. Februar1876 - Wagenkraut, 21. November1907) ist ein DeutscheMaler der als einer der wichtigsten Vertreter der frühen Expressionismus.
Lebenszyklus
Paula Becker war das dritte von sieben Kindern der Ingenieur Carl Woldemar Becker (1841-1901) und der edel Mathilde von Bültzingslöwen (1852-1926). Zwei Jahre nach ihrer Geburt zog die Familie Becker von Dresden nach Bremen, wo Paula aufgewachsen ist. 1892 blieb sie sechs Monate bei ihrer Tante London, dort erhielt sie ihren ersten Zeichenunterricht. Zurück in Bremen machte sie, von ihren Eltern gefördert, eine Ausbildung zur Lehrerin. Gleichzeitig nahm sie weiterhin Zeichen- und Malunterricht. 1895 die Künstler der artists Künstlerkolonie Worpswede eine Ausstellung im in Kunsthalle Bremen. 1896 besuchte sie eine von der Verband Berliner Künstlerinnen (Verband Berliner Künstler), die mit einem Praktikum in Berlin als Lehrer.
1897 verbrachte sie ihren ersten Sommer im Künstlerdorf Worpswede oberhalb von Bremen. Im Herbst 1898 ließ sie sich dort nieder. Sie freundete sich mit der Bildhauerin an Clara Westhoff (1875-1954) und der Maler Fritz Mackensen (1866-1953), der sie unterrichtete. Sie hat auch gelernt, LandschaftsmalerOtto Modersohn kennen, Gründerin der Künstlerkolonie, die sie 1901 heiratete. Im Dorf hatten sich Künstler versammelt, um gegen die Dominanz der Klassik zu protestieren Kunstschulen und Stadtleben. Die Hauptthemen der Gemälde waren daher die bäuerliche Dorfgemeinschaft und die Landschaften des Nordens. Paula ist viermal gereist Paris, wo sie an der Akademie Colarossi und der Ecole des Beaux Arts und Künstler der Avantgarde Getroffen. Die Werke von unter anderem Paul Gauguin und Paul Cézanne hatte großen Einfluss auf ihre Arbeit.
Paula Modersohn-Becker starb im Alter von 31 Jahren an a Embolie, wenige Wochen nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde (Tillie).
Arbeit
Das Werk von Paula Modersohn-Becker umfasst Porträts, Kinderbilder, Szenen aus der Bauerngemeinde Worpswede, Landschaften, Stillleben und Selbstportraits. Die Selbstporträts zeigen deutlich ihre Entwicklung. Darin wird sie verglichen mit Käthe Kollwitz. Modersohn-Becker fertigte 1906 vor allem viele Selbstporträts an, um unabhängig von ihrem Mann zu agieren. Es war auch in dieser Zeit, dass Haare nackte Selbstportraits, die als die ersten der Kunstgeschichte gelten. Diese waren für die damalige Zeit extrem kühn und widersprachen allen Kunstkonventionen.
Paulas landwirtschaftliche Szenen sind bewusst gegen die Romantik gerichtet und moralisieren nicht. Im Gegensatz zum Werk von Käthe Kollwitz steht hier nicht der soziale Aspekt des ländlichen Raums im Vordergrund, sondern das Interesse an bilden und eben. Das Bild wird oft gegen den akademischen Standard in ebene Flächen geteilt und die Darstellung beginnt sofort am unteren Rand. Diese „grobe“ Darstellung des bäuerlichen Lebens unterscheidet sich deutlich von der damals vorherrschenden Tradition der heroischen Darstellung des bäuerlichen Lebens. Auch ihr Stil hat wenig gemein mit dem Stil der Worpsweder Künstler, die eher in der Tradition der Genrestücke hat funktioniert.
Auch ihre Kinderdarstellungen sind sehr ungewöhnlich. Den Bildern fehlt jede Sentimentalität und sie geben ein ernstes und ehrliches Porträt der Kinder. Dabei distanzierte sie sich deutlich von den Kinderbildern des 20 Hans Thomas, Hermann Kaulmann und Ferdinand Waldmüller. Diese Arbeiten von Paula stießen daher auf die meisten Missverständnisse. Die Kunsthistorikerin Christa Murken-Altrogge wies auf die stilistische Ähnlichkeit zwischen Paulas Kindheitsbildern und den Werken der Jugend hin Pablo Picasso, die etwa zeitgleich im Dienst entstanden blaue Periode. Die Porträts von 1906 und 1907 zeigen Elemente des geometrischen Stils der Kubismus.
Während der Nazi-Regime wurde ihre Arbeit Entartete Kunst deklariert und deshalb wurde vieles zerstört. Heute wird ihre Arbeit weithin für ihre Progressivität und Schönheit gelobt.
Wurfschweder Landschaft mit rotem Haus, 1900 (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover)
Porträt eines Mädchens, 1901 (Stadelmuseum)

Kind nackt mit Storch, 1906

Stillleben mit Goldfischglas, ca.1906 (Von-der-Heydt-Museum)
Kind nackt mit schwarzem Hut, 1907 (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover)
Museen
- Seit 1927 hat Bremen die Paula Modersohn-Becker-Museum in der Böttcherstraße.
- Ihr Wohnhaus in Worpswede in der Hembergstraße wurde zum Museum am Modersohn-Haus umgebaut.
- 1978 übertrug Tochter Mathilde Modersohn (1907-1998) 50 Gemälde und 500 Zeichnungen aus ihrem Besitz an die Paula Modersohn-Becker Stiftung mit dem Ziel, das Werk ihrer Mutter zu verwalten, für Ausstellungen auszuleihen und ein Gesamtwerkverzeichnis zu erstellen.
Ausstellungen (Auswahl)
- Paula in Paris vom 13. Oktober 2007 bis 24. Februar 2008, Kunsthalle Bremen.[1][2]
- Zwischen Worpswede und Paris, vom 8. April bis 12. August 2018, Rijksmuseum Twente, Enschede.[3]
Literatur (Auswahl)
- (das) Renate Berger, Paula Modersohn-Becker: Paris – Leben wie im Rausch. Lübbe Sachbuch, Bergisch Gladbach 2007, ISBN 978-3-7857-2308-1
- (das) Renate Berger, Anja Herrmann (Hrsg.), Paris, Paris! Paula Modersohn-Becker und die Künstlerinnen um 1900. Kohlhammer, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-020714-1 .
- (das) Barbara Beuys, Paula Modersohn-Becker oder: wenn die Kunst das Leben ist. Hanser, München 2007, ISBN 978-3-446-20835-3
- (das) Marina Bohlmann-Modersohn (Hrsg.), Paula Modersohn-Becker – eine Biografie mit Brief, btb, Berlin 2007, ISBN 978-3-442-73643-0
- (das) Kerstin Decker, Paula Modersohn-Becker. Eine Biografie. Propylen, Berlin 2007, ISBN 978-3-549-07323-0
- (das) Doris Hansmann, Paula Modersohn Becker. Wienand Verlag, Köln 2015. ISBN 978-3-86832-210-1
- (das) Monika Keuthen, "... und ich bin zwar männlich!" Paula Modersohn-Becker. Econ-Liste, München 1999/2001, ISBN 3-612-26605-5
- (das) Christa Murken, Paula Modersohn-Becker. DuMont Buchverlag, Köln 2007, ISBN 978-3-8321-7768-3
- (und) Diane Radycki: Paula Modersohn-Becker: Die erste moderne Künstlerin. Yale-Presse, 2013. ISBN 978-030018530-0
- (das) Rainer Stamm, Ein Kurzes Intensiv-Fest. Paula Modersohn-Becker. Eine Biografie. Werbeverlag, Stuttgart 2007, ISBN 3-15-010627-3
- (das) Charlotte Ueckert, Paula Modersohn-Becker. Rowohlt, Reinbek 2007, ISBN 978-3-499-50567-6
Externe Links
- (das) Paula Modersohn-Becker-Museum in Bremen
- (und) "Bilder von Fleisch: Modersohn-Becker & the Nude" Artikel von Dr. Radycki
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Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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