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Philipp Bouhler | ||
Reichsleiter und SS-Obergruppenführer Philipp Bouhler, 1936 | ||
| Geboren | 11. September1899 München, Bayern, Deutsches Kaiserreich | |
| Verstorben | 19. Mai1945 Biene Dachau, US-Besatzungszone in Deutschland | |
| Ruheplatz | Massengrab in dem KZ Dachauau[1] | |
| Religion | Evangelisch, stellte 1938 fest: Gottglaubig[2] | |
| Landschaft | ||
| Teil | ||
| Dienstjahre | 1912 - 1918 1933 - 1945 | |
| Rang | SS-Obergruppenführer in dem Allgemeine-SS | |
| Einheit | Königlich Bayerisches 1. Fußartillerie-Regiment „von Bothmer“[3] | |
| Auftrag | Chef des Kanzleramtes 17.11.1934 - 23. April 1945[3] Reichsleiter NSDAP 2. Juni 1933 - 8. Mai 1945[3] Mitglied des Parlaments in dem Reichstag 5. März 1933 - 8. Mai 1945[3] Abteilungsleiter von der Polizei in München 23. August 1934 - 31. Oktober 1934[3] | |
| Schlachten/Kriege | Erster Weltkrieg | |
| Auszeichnungen | Siehe Dekorationen | |
Philipp Bouhler (München, 11. September1899 - Altaussee oder in der Nähe Dachau, 19. Mai1945), war ein Nationalsozialist Politiker. Er war ein Reichsleiter des NSDAP, Kanzleramtschef, Publizist und SS-Obergruppenführer der Allgemeine-SS und Bevollmächtigter für die Aktion T4, die systematische Tötung von Kranken und Behinderten.
Der Anfang
Philipp Bouhler war der Sohn von Emil Bouhler, a Oberst in dem Bayerische Armee. Ab 1917 war er Chef des Bayerischen Kriegsministeriums. Nach der Volksschule besuchte er von 1909 bis 1912 das Maximiliansgymnasium in München. Zwischen 1912 und 1916 war er in der Kadettenkorps und am 6. Juli 1916 saß er als Fanhnenjunker in dem 1. Fußartillerie-Regiment „Vant Bothmer“ der bayerischen Armee. Im Juli 1917 wurde er zum Leutnant. Am 8. August 1917 wurde er bei Kämpfen schwer verletzt Arras in Frankreich. Diese Verletzung führte zu einem dauerhaften Gangproblem. Die medizinische Behandlung dieser dauerte bis 1920.
1919 formulierte es Bouhler Bou notabitur aus. Im selben Jahr war er Mitglied der Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes. 1919 und 1920 studierte er Philosophie und Germanistik an der Universität München. Nach vier Semestern brach er sein Studium ab. Im Oktober 1921 arbeitete er vorübergehend bei der at Völkische Bewegung und organisierte die Veröffentlichung von J. F. Lehmann. Er arbeitete auch für einen anderen Verlag, der das Magazin der Deutschen Touring-Clubs herausgab.
Beitritt zur NSDAP
Im November 1921 rekrutiert Max Amann Bouhler als Herausgeber und Schriftleiter für den Anzeigenbereich der of Völkischer Beobachter. Im Juli 1922 wurde Bouhler Mitglied der NSDAP, der zweite Geschäftsführer der Partei.
Während der Bierkellerputsch am 9. November 1923 spielte Bouhler eine Nebenrolle.
Während des Verbots der NSDAP war er Geschäftsführer der Ersatzorganisation Großdeutsche Volksgemeinschaft und gleichzeitig der Schriftmanager der Zeitung 'Der Nationalsozialist. Nach der Neugründung der NSDAP trat er am 27. Februar 1925 wieder der Partei bei.
Vom 27. März bis 17. November 1934 war Bouhler Reichsgeschäftsführer des NSDAP in München. In dieser Position war er für die zentrale Koordination der Partei verantwortlich. Obwohl Bouhler noch immer einer der engsten Vertrauten von Hitler er war nicht in der Lage, seine beherrschende Stellung zu behaupten. Auf Kosten von Bouhler, Rudolf Hess als Privatsekretär von Hitler und Gregor Strasser seit 1926 Reichsorganisationsleiter, ihre Positionen im Parteiapparat weiter aus.
Zwischen 1926 und 1930 arbeitete Bouhler auch für die Illustrator Beobachter.
Im Mai 1928 unterzeichnete Bouhler das Gründungsprotokoll für die Nationalsozialistische Gesellschaft für deutsche Kultur (NGDK). Dieser Verein wurde im selben Jahr in umbenannt Kampfbund für deutsche Kultur (KfdK) und wurde vom Parteiideologen geführt Alfred Rosenberg.
Zeit im Nationalsozialismus
Nach dem übernehmen wurde Bouhler am 5. März 1933 für (WahlkreisWestfalen-Süd) gewählt in der Reichstag, wo er bis zum Ende des Zweiter Weltkrieg wäre Mitglied bei. Am 20. April 1933 trat Bouhler der Allgemeine-SS und erhielt den Rang a SS-Gruppenführer. Beförderung folgt am 30. Januar 1936 SS-Obergruppenführer. Am 2. Juni 1933 wurde Bouhler Reichsleiter der NSDAP. Weitere Ernennungen waren weniger wichtig wie die Mitgliedschaft in der obersten Landessportbehörde für den deutschen Kraftverkehr und als Stellvertreter für die Motorsportinteressen der SS 1933. In der Reichskulturkammer und der Reichspressekammer jeweils ab 15. November 1933 und die Akademie für Deutsches Recht am 19.09.1934.
Am 29. August 1934 wurde Bouhler zum Polizeipräsidenten in München ernannt, sein Amt als Oberkommissar trat er jedoch nie an, da er im September 1934 nach Berlin berufen und am 17. November zum Chef der Neuen Kanzlei des Führers (KdF) ernannt wurde. 1934. Als Privatkanzlei würde dieses Gremium Hitlers Führungsrolle unterstreichen. Dieser befasste sich mit Gnadengesuchen und Beschwerden an Hitler sowie Hitlers Privatangelegenheiten.
Bouhler entwickelte ein Interesse an Literatur und Journalismus. Im Januar 1934 leitete Bouhler bereits die Kulturaufgabe im Stab des Stellvertreters des Führers, Rudolf Hess. Am 16. April 1934 war Bouhler Vorsitzender des Parteiamtliche Prüfungskommission zum Schutze des nationalsozialistischen Teksttums (PPK) Am 4. April 1936 wurde er Kultursenator des Landes ernannt. Am 3. Dezember 1937 arbeitete er auch als Bevollmächtigter des Führers für die Herausgabe der Geschichte der NS-Bewegung.
Bouhler hat mehrere Bücher geschrieben, von denen einige in mehrere Sprachen übersetzt wurden. 1932 erschien: Adolf Hitler: Das Weden Einer Volksbewegung, 1938: Kampf um Deutschland. Ein Lehrbuch für die deutsche Jugend. Der 1941 veröffentlichte Titel Napoleon: Kometenbahn eines Genies, wäre Hitlers Lieblingsliteratur gewesen.
Bouhler als Bevollmächtigter der NS-Euthanasie
Ab Juli 1939 war die von Bouhler geführte Kanzlei des Führers (KdF) an der Planung und Vorbereitung der sog Aktion T4 (in Anlehnung an den NS-Euphemismus „Aktion Tod durch Gnade“) spielt die Massentötung von Geisteskranken und Behinderten eine zentrale Rolle. Als Sitz wurde das KdF gewählt, weil hier die Anträge auf Vollstreckung des Heiratsverbots nach dem Nürnberger Rassengesetze und die Zwangssterilisation nach dem Gesetz zur Verhütung von Erbkrankheiten in der nächsten Generation behandelt. In Ergänzung, Hans Hefelmann des KdF mit der Organisation der sogenannten Kindereuthanasie. Ein Brief Hitlers vom 1. September 1939, der wahrscheinlich im Oktober geschrieben wurde, erwähnt Philipp Bouhler und Hitlers behandelnden Arzt Karl Brandt mit der Durchführung der „Euthanasie“ beschuldigt.
Bouhler nahm an Sitzungen in der Vorbereitungsphase der Aktion T4 teil. Er war auch Zeuge im Januar 1940, als in der alten Zuchthause in Brandenburg die Vertreter des Gesundheitswesens und leitende Beamte der Aktion T4 einen "Probemord" durchführten, indem sie Menschen in einem Gaskammer und Tod durch Injektion. Trotz der Geheimhaltung der Aktion T4 wurden die Morde an den Häftlingen bekannt und führten zu einer Petition an die Justizbehörden. Lothar Kreyssig, damals Vormundschaftsrichter in der Stadt Brandenburg, erhob im Sommer 1940 eine Anklage wegen Mordes gegen Bouhler, wurde aber nicht weiter verfolgt. Bouhler hat den Justizminister mehrmals getroffen Franz Gurtner, überreichte ihm am 27. August 1940 ein Vollmachtsschreiben Hitlers und erklärte dem Minister am 5. September 1940 schriftlich:
„Aufgrund der Vollmacht des Führers habe ich als alleiniger Verantwortlicher für die Durchführung der zu treffenden Maßnahmen meinen Mitarbeitern nur die dazu notwendigen Weisungen erteilt. Zudem erscheint es mir nicht mehr erforderlich, weitere schriftlich festzulegende Ausführungsbestimmungen zu erlassen."
Propagandaminister Joseph Goebbels schrieb am 31. Januar 1941 in sein Tagebuch: „Diskutierte mit Bouhler die Frage der stillen Liquidierung von Geisteskranken. 40.000 sind weg, 60.000 müssen noch gehen. Dies ist eine harte, aber auch eine notwendige Aufgabe. Und das muss jetzt getan werden." In der eigentlichen Organisation der Aktion T4, für die mehrere Dachorganisationen gegründet wurden, trat Bouhler nur selten auf. Viktor Brack, Stellvertreter Bouhlers in der Führerkanzlei.
Am 30. Januar 1941 und 10. März 1941 unterzeichnete Bouhler die Richtlinien, auf deren Grundlage die Ärzte der Aktion T4 in den sogenannten „Assessments“ über die Auswahl der zu tötenden Patienten entschieden. Auf Befehl Hitlers wurde die Aktion T4 in ihrer jetzigen Form am 24. August 1941 veröffentlicht - fünf Tage vor der Premiere des Propagandafilms "Euthanasie". Ich beschwere mich ein k abgesetzt. Aber in Wirklichkeit wurden Kinder-„Euthanasie“ und Morde in Pflege- und Pflegeheimen durch systematische Unterernährung und Drogenüberdosis in den sogenannten Aktion Brandt fortgesetzt. Bis zum Sommer 1942 wurden vermutlich mehr als 100 Angehörige des T4-Personals im Rahmen der sogenannten „Aktion Reinhard“ in ein Vernichtungslager in Polen verlegt.
Diese Personengruppe war an Odilo Globocnik militärisch unterstellt, aber das Personal blieb der Führerkanzlei rechenschaftspflichtig. Nach späteren Aussagen von Viktor Brack in dem Arztprozess Bouhler und er waren im September 1941 mit Odilo Globocnik zusammen, und im April 1942 fand ein weiteres Treffen statt.
Machtverlust 1942
Ab 1942 verlor Philipp Bouhler immer mehr an Einfluss, die Parteikanzlei unterstand Martin Bormann erhielt von Hitler Vollmachten, die bis dahin bei Bouhlers Kanzlei des Führers lagen. Die von ihm geleitete Untersuchungskommission zum Schutz der nationalsozialistischen Literatur (PPK) wurde im Januar 1943 in den Aufsichtsrat von Alfred Rosenberg aufgenommen und stand damit nicht mehr unter Hitlers unmittelbarer Aufsicht.
Bouhler hatte sich bereits im Juni 1940 erfolglos an Hitler gewandt, um einen Termin im Deutsche Kolonien fragte. Nach Beratungen im Kreis um Himmler wurde Bouhler der Posten des Generalgouverneurs in der künftigen deutschen Kolonie in Ostafrika angeboten, die offenbar einen Zusammenhang mit der sog Karte von Madagaskar von dem Auswärtiges Amt und der Reichssicherheitshauptamt existierte. Die Insel im Indischen Ozean sollte in ein „jüdisches Reservat“ unter deutscher Polizeibehörde umgewandelt werden. Ab Juni 1942 war Bouhler der Führer des Einsatzstabes Ostafrika, der sogenannten Organisation Sisal. Bouhler soll das Amt des Statthalters von Ostafrika und die Übernahme eines noch zu schaffenden Reichskolonialenministeriums angestrebt haben. Er kam in Konflikt mit Ernst Wilhelm Bohlea des Auslandsorganisation, der für sich das "Privileg" der "Führung des Volkes in den Kolonien" beanspruchte. Angesichts des weiteren Verlaufs des Zweiten Weltkriegs blieb der Kolonieplan eine Fiktion.
1943 erhielt er a Ausstattung von 100.000 Reichsmark.
Gemäß Werner Best Bouhler und Brack hielten sich im Januar 1945 in Dänemark auf, um unter den Besatzungssoldaten nach Truppen für die Front zu suchen. Am Ende des Krieges schloss sich Bouhler der Gruppe um Hermann Göring. Im Gefolge Görings verließ er im April 1945 Berlin. Am 23. April 1945 wurde Göring auf Befehl Hitlers von der SS bei Berchtesgaden festgenommen und aller seiner Funktionen enthoben. Nach Hitlers Selbstmord am 1. Mai 1945 wurde Bouhler wieder freigelassen. Am 9. Mai 1945 verhafteten amerikanische Truppen Bouhler zusammen mit der Göring-Gruppe auf Schloss Fischhorn bei Zell am See. Am 19. Mai 1945 wurde Philipp Bouhler festgenommen. Auf dem Weg dazu Dachau . Internierungslager, beging Bouhler kurz vor seiner Ankunft mit einem Met Blausäure Selbstmord mit gefüllter Kapsel.
Familie
Bouhler heiratete Helene Majer (20. April 1912, Lauingen) am 18. August 1934. Das Paar hatte keine Kinder. Sie beging auch Selbstmord, indem sie aus einem Fenster der Burg Fischhorn sprang.[4]
Militärkarriere
- fahnenjunker-Unteroffizier: 6. Juli 1916[5][3]
- Leutnant: 30[3] Juli 1917[5]
- SS-Gruppenführer: 20. April 1933[5][6][7][3]
- SS-Obergruppenführer: 30. Januar 1936[5][6][7][3]
Registrierungsnummern
Dekorationen
Auswahl:
- Goldmedaille der NSDAP[5][6] 1933[3]
- Ehrrendegen des Reichsführer-SS[5][6]
- SS-Ehrenring[5][6]
- Das Kreuz für Kriegsverdienste 1. Klasse und 2. Klasse[5][6] ohne Schwerter[3]
- Eisernes Kreuz 1914, 2. Klasse[6] 1917[3]
- Dienstdekor der NSDAP in Gold, Silber und Bronze[6]Ihr
- Verwundetenabzeichen 1918 in Schwarz[6]
- Blutordnung[5][6] am 9. November 1934[3]
- Orden für militärische Verdienste, 4. Klasse 1917[3]
- Ehrenwinkel der Alten Kämpfer[5]
- Goldmedaille der Hitlerjugend am 11. September 1938[5]
- Ehrenkreuz für Frontkämpfer im Weltkrieg[6] 1934[3]
- Du von der SS am 16. Dezember 1935[3]
Externer Link

10-jähriges Jubiläum feiern Grafschaft Berlin, v.l.n.r. Arthur Görlitzer, Joseph Goebbels, Adolf Hitler, Philipp Bouhler und im Hintergrund Sepp Dietrich.

Bouhler trifft Hitler in München, 1938

Philipp Bouhler, 1938
v.l.n.r. Rudolf Hess, Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich während der Ausstellung von Übersichtsplan Ost, 20. März 1941
Ausstellung von Übersichtsplan Ost, "Planung und Bau des Ostens".

Hitlers Dekret, bezüglich Aktion T4, vom 01.09.1939.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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