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Praamgracht
Praamgracht
Praamgracht bei Baarn
Längeca. 12 km
Jahr der Inbetriebnahme1569
VonMaartensdijk
Zubaarn, em
Geht weiterTief von Pijnenburg
Von der Brücke zum Breemeentje
Pijnenburger Grift auf der Höhe des Wieksloot
Portal  Portalsymbol  Maritime

Das Praamgracht ist ein Kanal das von Maartensdijk zum Fluss em Biene Bärn läuft. Der zwölf Kilometer lange Kanal besteht aus der Praamgracht bei Baarn, dem Pijnenburger Grift und dem Maartensdijkse Dwarswetering. Der Torfkanal ist nach dem Schiff benannt Lastkahn.

Spur

Die Praamgracht verläuft in der Nähe des Nonnenland auf der Nordseite des Embranchementsweg und taucht unter dem Biltseweg beim Gut Pijnenburg (N234) weiter zu 't Spiehuis. Der Graben verläuft dann als Pijnenburger Grift durch den Wald und nach dem Wieksloterweg bis zur Kreuzung Biltseweg-Koningsweg. Hier taucht die Praamgracht wieder unter die Kreuzung und verläuft dann entlang der Nordseite des Biltsewegs in Richtung Schloss Soestdijk und bildet die Gemeindegrenze zwischen ihnen soest und Baarn. Der Wassergraben verläuft dann unter dem N221 Weiter und dann rechts am Gedenkdenkmal vorbei Die Nadel. Der Kanal führt dann unter der Bahnlinie Baarn-Amersfoort weiter, um jenseits des südlichen Wohngebiets Eemdal van Baarn in den Eem zu münden.

Tal von Pijnenburg

Die Praamgracht befindet sich in der Tal von Pijnenburg, einer Tiefebene zwischen Baarn, Soest, Bilthoven und Niederländisches Rading. Aufgrund seiner niedrigen Lage ist es ein feuchtes Trenngebiet zwischen den höheren Moränen des Utrechter Hügelkamm und der Gooi. Nach der letzten Eiszeit bildeten sich in dieser Schicht Hochmoore. Es war ein schwer zugängliches Gebiet, das ab dem Mittelalter nach und nach zurückerobert wurde. Das Besondere ist, dass es bis ins 19. Jahrhundert noch ein weitgehend baumloses Gebiet war. Im 10. Jahrhundert stiftete der Bischof von Utrecht das Torfgebiet an Low Fire Sche zum Kapitel von St. Johannes.

Rekultivierung und Torf

Die Baarnse Venen oder 'Wilde Venen' existierten neben den wilden Mooren dahinter Drakenburg und die Torfmoore auf dem Landgut 'De Eult', auf dem Höhepunkt der späteren Baarnse Bos und Schloss Soestdijk. Dieser Bereich von 'De Eult' setzte sich bis zum Torf des Frauenklosters fort Oostbroek aus Oostbroek. Bei der Begegnung mit den Vuursche Venen blieb eine dreieckige Fläche übrig. Auf diese 'Gheerkin Veens' kam später das Landgut Pijnenburg. Der Vuursche Venen muss nach 1359 abgebaut worden sein. Der Sohn von Werner van Drakenburg erhielt dann das Land als Erbpacht vom Kapitel Sint-Jan in Utrecht. Dreißig Jahre später erweiterte er es um das Gelände des Frauenklosters in De Bilt. Seit dem Mittelalter war hier der Torfabbau ein lukratives Geschäft.

Soester Veengracht

Die Soester Veengracht wurde ab 1239 gegraben, um die Soester und Heezer Venen südlich von Baarn und De Vuursche zu entwässern und Torf zu entwässern. Dieser Kanal verlief vom Veensloot am Veenhuizermaut zum Alte Melm auf der Em. Am Eem floss die Soester Veengracht 'am oberen Ende beim Haus des Herrn von Abcoude' am Alt oder Big Melm. Das macht das Haus Hamelnburg im Polder De Slaag gemeint. Allerdings wurde die Soester Veengracht immer schwieriger zu befahren.

Wieksloot

Bereits 1399 wird der Soester Wieksloterweg als „Wijksloot“ als Grenz- und Entwässerungsgraben zwischen Heezer und Soester Veen bezeichnet. Über diese Wieksloot und die Soester Veensloot ging der Torf mit Pramen über die Soester Grachtje zum Eem.

Pijnenburger Grift

Damals verlief ein Kanal von De Vuursche nahe dem Nonnenland zur Oude Soester Veengracht. Der Teil des Kanals in der Nähe des Nonnenlandes wurde im 16. Jahrhundert nach dem Landgut Pijnenburger Grift genannt Pijnenburg.[1] 'Grift' ist ein Name für einen gegrabenen Kanal oder Bach.

Praamgracht

Nachdem die Oude Grachtje weniger schiffbar wurde, wurde zwischen 1563 und 1569 ein Kinderwagengraben ausgehoben, nachdem die pramen mit dem der Torf transportiert wurde. Diese Praamgracht verlief auf Baarns Territorium vom Veenhuizer Tol direkt zum Eem. Der Bau wurde von den Utrechter Regenten Jan van Cuijck und Johan Bol ausgeführt. Das notwendige Land wurde widerwillig vom Marschall van Eemland enteignet, der Haus Ter Eem gelebt, gewaltsam erzwungen werden könnte. Über den Treidelpfad entlang der Pijnenburger Grift sollte später der (Alte) Biltseweg gebaut werden. Die Verbindung mit der Soester Gracht wurde bei Veenhuizen abgeschnitten. Die Soester Gracht wurde dann nur noch mit Wasser aus dem Veensloot gespeist. Nach dem Bau der Praamgracht wurde die Soester Veengracht „Alter“ Kanal genannt.

Verbindung mit Maartensdijkse Dwarswetering

Im 15. Jahrhundert wurde der Maartensdijkse Dwarswetering von Maartensdijk aus gegraben. Der Maartensdijkse Dwarswetering wurde nach Osten verlängert und mit dem Pijnenburger Grift und der Praamgracht bei Nonnenland verbunden. Dadurch entstand ein langer Torfkanal zwischen Vecht und Eem.[2] Dadurch entstand auch eine direkte Route vom Eem nach Utrecht. Aufgrund seiner geringen Tiefe war es nur mit kleinen Plattbodenbooten befahrbar.

In der Maartensdijkse Dwarsvaart gibt es noch eine Reihe von Schleusen zur Überbrückung der Höhe. Diese Wehre in der Dorfbewässerung können den Wasserstand im oberen Teil des Kanals halten. Eine Karte aus dem Jahr 1840 zeigt, dass das Wappen an der Kirche doppelt und damit tatsächlich a sperren ist. Der Raum zwischen den beiden Schleusen wird daher als „de Kolk“ bezeichnet. Die Schleusen bestehen aus gemauerten Kais mit Schlitzen, in denen eine Holztrennwand, die sogenannte Valschut, auf und ab bewegt werden kann. Der dazu dienende Mechanismus wird von einem Metalljoch mit Dach, einer rotierenden Welle und einem Handrad gebildet. Die Schleusen wurden von Wächtern bedient, oft Bauern aus der Umgebung, die vom Wasserverband ernannt wurden.

Die Eemvaart

Pläne, die Wasserstraße von Utrecht zu einem Kanal für größere Schiffe auszubauen, die Eemvaart, existierten ab dem 17. Jahrhundert, wurden aber nie realisiert. Nach dem Bau der Merwede-Kanal 1892 verschwand die Notwendigkeit einer Verbindung mit dem Eem.