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Robert Roberthin
Robert Roberthin
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Allgemeine Information
Vollständiger NameRobert Roberthin
Pseudonym(e)Berrinth
Geboren3. März1600
Verstorben7. April1648
LandPreußen
Arbeit
GenreGedichte
Berühmte WerkeFrühlingslied
Portal  Portalsymbol  Literatur

Robert Roberthin (Saalfeld (jetzt ist es PolierenZalewo), 3. März1600 - Königsbergen, 7. April1648) war ein DeutscheDichter von dem Barockzeit. Er schrieb auch oft unter dem AnagrammBerrinth.

Lebenszyklus

Roberthin war der Sohn von a Lutheraner Pastor. 1616 zog er mit seiner Familie nach Koningsbergen. 1617 begann Robert Roberthin als Jurastudium zum Universität Königsbergen. Im folgenden Jahr setzte er sein Studium in Leipzig und 1620 in20 Straßburg, wo er Unterschlupf bei den . fand Linguist Matthias Bernegger (1582-1640). Mit Bernegger korrespondierte er noch jahrelang. Nach dem Tod seines Vaters 1620 reiste er 1621 ohne Diplom nach Königsbergen zurück. Dort bekam er eine Anstellung als Nachhilfelehrer.

In den Jahren 1625-1633 unternahm er lange Reisen. Er ging mit dem Sohn seines Gönners. Gemeinsam besuchten sie die Republik der Sieben Vereinigten Niederlande. Dort fand er einen neuen Mäzen, mit dem er ging England gezogen. Von England reiste er nach Frankreich, wo er verschiedene Positionen innehatte, bevor er 1630 nach Koningsbergen zurückkehrte. Im selben Jahr reiste er wieder mit einem neuen Schüler zu einer Reise durch die Republik, Frankreich und Italien. In der Republik freundete er sich an Hugo de Groot, der dann vorübergehend aus dem Exil zurückgekehrt war. Sie korrespondierten bis zu De Groots Tod 1645.[1] Roberthin kehrte 1633 zurück und trat im folgenden Jahr als Sekretär in das Jaar ein Johannisorden in Sonnenburg (heute Saosk). 1636 wurde er Verkäufer beim Berufungsgericht in Königsbergen. 1639 heiratete er Ursula Vogt. Roberthin war nun einflussreich genug, um im selben Jahr sein Freund zu werden Simon Dach Ernennung zum Professor für Poesie an der Albertina.

1636 gründete er zusammen mit einer Gruppe von Freunden die friends Gesellschaft der Sterblichkeit Beflissener, eine Gesellschaft von Dichtern und Musikern, die sich mit dem spirituellen Lied beschäftigten. Die zehn oder zwölf Mitglieder versammelten sich im Garten von Heinrich Albert, das Organist des Dom. Albert ist gewachsen Kürbisse, deshalb ist der Freundeskreis auch Kurbishütte ("Kürbislaube"). Spätere Literaturwissenschaftler nannten die Gruppe auch Königsberger Poesiekreis (Koningsberger Poesiekreis). Die Mitglieder lasen im Garten ihre Gedichte und musizierten gemeinsam. Diese endete 1641, als die Stadtverwaltung den Garten enteignete, weil sie dort Häuser bauen wollte. Die Mitglieder blieben jedoch in Kontakt. Bemerkenswerte Mitglieder neben Roberthin und Albert waren der Dichter Simon Dach, de KapellmeisterJohann Stobaus und der spätere Professor Christoph Kaldenbach.

1645 wurde Roberthin ernannt geheimer Rat von KurfürstFriedrich Wilhelm I. von Brandenburg-Preußen und erster Sekretär der preußischen Regierung. 1648 starb er unerwartet an a from Schlaganfall.

Auf Roberthins Wunsch schrieb Simon Dach das Lied, das bei seiner Beerdigung Jahre vor seinem Tod gespielt werden sollte. Heinrich Albert lieferte die Melodie. Es wurde Ich bin ja Herr in deiner Macht, das immer noch im gesungen wird Deutsche Evangelische Kirche.[2]

Arbeiten

Einer von Roberthins Freunden war der Schlesisch Dichter Martin Opitzdie er in Straßburg kennengelernt hatte. Seine eigenen Gedichte zeigen den Einfluss von Opitz. Auch Dach und die anderen Mitglieder der Kürbishütte hatten große Bewunderung für Opitz. 1638 besuchte Opitz Koningsbergen und war ihr Gast.[3]

Vermutlich ist nicht alles, was Roberthin geschrieben hat, erhalten geblieben. Das meiste, was noch übrig ist, findet sich in den acht Bänden Arien und Melodeien, die Liederbücher von Heinrich Albert, der viele Lieder Roberthins vertonte. Berrintho wird normalerweise als Name des Autors genannt, Roberthins Anagramm. Daneben sind auch einige Gelegenheitsgedichte erhalten, die in kleiner Auflage auf einem Blatt Papier gedruckt wurden.

Ein Beispiel für Roberthins Poesie

OriginalNiederländische Übersetzung

Frühlingslied
Es kommt in seiner Herrlichkeit,
der holde Lenz, hernieder
und gieße seine Wonnezeit
dem Erdenkreise wieder.

Da malz die Wolken mit Azur,
mit Gold der Wolken Rande,
mit Rainbow Tal und Flur,
mit Schmelz die Gartenwände.

Da ist Lehm der entblossten Baum,
deckt ihn mit einer Krone,
dass unter seinem Schattenraum
das Volk der Vogelwohne.

Wer preist Ihre Lieder Schall
die Wunder seiner Rechts,
die Lerch am Tage, Nachtigall
in ausgewachsenen Nächten!

Diese Fische scherzen in der Flut,
die Herden auf der Wiese,
es schwärmt der Bienen junge Brut
auf der beblümten Heide.

Der Mensch allein, der Schöpfung Haupt,
pass auf dich auf in Sorgen,
ist immer seiner selbst beraubt,
lebe immer für morgen.

Ihn weckt Auroras güldner Strahl,
er lacht, dass Flur vergisst,
gibt es, nach selbstgemachter Qual,
des Henker Seines Lebens.

Das ohnehin wie ein Gesicht
des Morgentraums entfliehet,
und vor einem schrecklichen Gericht
ihn, den Verbrecher, sieh es dir an.

Frühlingslied
Sie steigt in ihrer Herrlichkeit herab,
der schöne Frühling, unten
und schenkt ihr eine glückselige Zeit
zurück zum Globus.

Sie färbt die Wolken mit Azurblau,
mit Gold den Rand der Wolken,
mit Regenbogental und Feld,
mit einem Dunst die Gartenmauern.

Sie kleidet den entlaubten Baum,
bedeckt ihn mit einer Krone,
damit unter seinem Schatten
das Volk der Vögel kann wohnen.

Wie lobt der Klang ihrer Lieder?
die Wunder ihrer Gesetze,
die Lerche bei Tag, die Nachtigall
in regenreichen Nächten!

Die Fische machen sich über die Flut lustig,
die Herden auf der Wiese,
die junge Brut der Bienenschwärme
über der blühenden Heide.

Allein der Mensch, das Haupt der Schöpfung,
begräbt sich unter seinen Sorgen,
ist immer seiner selbst beraubt,
lebt immer nur für morgen.

Auroras goldener Strahl weckt ihn,
das Feld lächelt ihn vergebens an,
er wird nach selbsterfundenen Qualen,
der Henker seines eigenen Lebens.

Das sowieso als Bild
verblasst aus einem Morgentraum,
Und für ein böses Gericht
beschwört ihn als Verbrecher.

Literatur

  • Austern: Roberthin, Roberto. Im: Allgemeine Deutsche Biografie (ADB). Band 28, Duncker & Humblot, Leipzig, 1889, p. 722-723.
  • Alfred Kelletat (Herausgeber), Simon Dach und der Königsberger Poesiekreis, Reclam, Stuttgart 1986 (Anthologie zum Werk von Dach und seinem Freundeskreis), S. 301-302 (Kurzbiographie), S. 231-245 (Gedichte). ISBN 3-15-008281-1 .

Externe Links