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Simplicissimus
Für die Romanfigur siehe Der abenteuerliche Simplicissimus
Simplicissimus, Band 1, Nummer 1. (04.04.1896)

Einfachheit war ein Deutscher satirisch wöchentlich und erschien zwischen 1896 und der 13. September1944. Es wurde veröffentlicht in München. es durch Thomas Theodor Heine Die designte Kennung des Magazins war ein rotes Bulldogge auf schwarzem Hintergrund.

Simplicissimus wurde gegründet von Albert Langen und Thomas Theodor Heine. In den frühen Jahren (1897-1906) Bruno Paul neben Heine einer der bedeutendsten Illustratoren. Im Laufe der Jahre haben mehrere bekannte politisch aktive Intellektuelle an der Zeitschrift mitgewirkt: Hermann Hesse, Olaf Gulbransson, Rudolf Kriesch, Thomas Mann, Ludwig Thomas, Eduard Thöny, Georg Queric, Erich Muhsam, Jakob Wassermann, Käthe Kollwitz, Karl Arnold und Frank Wedekind. Mehrere Mitglieder kannten sich aus der naturalistischFriedrichshagener Kreis bei Berlin (Mühsam, Wedekind).

Für die Erster Weltkrieg die Zeitschrift erreichte eine beispiellose Popularität, weil sie die bürgerliche Moral anprangerte wilhelminische Politik und Militarismus. Auch Beamte und kirchliche Beamte wurden verspottet. Abgesehen von einer grundsätzlich kritischen Haltung hatte das Magazin kein ausgesprochenes politisches Programm. Trotzdem standen die Redakteure ständig unter Beschuss der Regierung, insbesondere wegen der Umgehung der Zensur, die Justiz leitete regelmäßig Klagen ein, die die Auflage des Simplicissimus steigerten. Also satt Heine und Frank Wedekind 1899 zur Majestätsbeleidigung verurteilt, während Gründer Langen wegen der gleichen Anschuldigung ins Gefängnis gegangen war. Paris. Das Magazin war in Österreich-Ungarn verboten. In den Jahren vor Albert Langens Tod 1909, a, Französische Ausgabe, in dem die Drucke mit französischen Übersetzungen versehen wurden. Die Verlage wurden daraufhin dafür kritisiert, dass sie dem französischen Erbfeind Span-Dienste zur Verfügung stellten.

Im Gegensatz zur militarismuskritischen Haltung in den ersten beiden Jahrzehnten seines Bestehens nahm Simplicissimus in den Kriegsjahren 1914-1918 einen nationalistischen Kurs. Schon kurz nach dem Krieg war Kritik aus dem linken politischen Spektrum zu hören, insbesondere geäußert von Kurt Tucholsky, Karl Kraus und Carl von Ossietzky. Langsam wurde klar, dass das in Bayern erscheinende Magazin Probleme mit der Weimarer Republik und vor allem seine sozialdemokratische Regierung. Dadurch war es kaum möglich, neue Talente anzuziehen, die in der Hauptstadt bessere Bedingungen zu finden schienen Berlin.

Der jüdische Mitbegründer Thomas Theodor Heine war bereits 1933 von den Nationalsozialisten angegriffen worden und wollte seine kritischen Beiträge gegen den Nationalsozialismus nicht aufgeben. Die Herausgeber forderten ihn auf, zu gehen, aus Angst, dass Simplicissimus mit einem Auftrittsverbot belegt werden könnte. Eine Woche nach den Wahlen im März 1933 wurde eine Bürgerwehrgruppe der SA zerstört. Heine, der unter Androhung einer Internierung in Dachau fliehen musste, machte später plausibel, dass insbesondere Mitarbeiter von Simplicissimus Gulbransson und Schelling, waren an der SA-Aktion mitschuldig. Der einzige Mitarbeiter, der mit Heine gegangen ist, war Franz Schönberner. Nach Hitlers Machtübernahme wurde die Zeitschrift ohne Protest zum Instrument des neuen Regimes. Neben Gulbransson und Schelling zeigten sich auch Karl Arnold und Eduard Thöny unkritisch gegenüber dem neuen Regime.

Andere Simplicissimus-Veröffentlichungen

  • Französischsprachige Ausgabe, erschienen vor Langens Tod (1909).
  • Nach dem Putsch von Adolf Hitler viele linke Politiker flohen nach Prag. Eine alternative tschechisch-deutsche Version erschien hier zwischen Januar und September 1934 Einfachheit-Auflage. Thomas Theodor Heine, auf der Flucht aus Deutschland, hat an seiner Entstehung mitgewirkt.
  • Nach dem Zweiter Weltkrieg Olaf Iversen versuchte mit dem Magazin einen Neuanfang. Die letzte Ausgabe erschien 1964.

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